Das sind die größten Partei-Spenden 2018

Die Union bekommt 2018 mit Abstand die üppigsten Zuwendungen – vor allem aus der Industrie. Die SPD erhält weit weniger. Die AZ zeigt die Partei-Großspenden im Überblick
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Die CDU-Zentrale in Berlin: das Konrad-Adenauer-Haus.
Kay Nietfeld/dpa Die CDU-Zentrale in Berlin: das Konrad-Adenauer-Haus.

Die Union bekommt 2018 mit Abstand die üppigsten Zuwendungen – vor allem aus der Industrie. Die SPD erhält weit weniger. Die AZ zeigt die Partei-Großspenden im Überblick.

Die BMW-Eigentümerfamilie, Daimler, die Metallindustrie – sie sind einige der Großspender an Parteien im Jahr 2018. Und davon hat mit Abstand die CDU profitiert. Das geht aus Veröffentlichungen der Bundestagsverwaltung hervor (Stand: 28. Dezember). Die im Bundestag vertretenen Parteien erhielten im abgelaufenen Jahr rund 2,1 Millionen Euro an Großspenden – 2017 waren es noch rund 6,6 Millionen Euro. In einem Jahr mit einer Bundestagswahl allerdings wird traditionell mehr gespendet als sonst.

Partei-Spenden über 10.000 Euro müssen gemeldet werden

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Einzelspenden über 50.000 Euro müssen Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden. Zuwendungen, die im Jahr 10.000 Euro übersteigen, müssen mit Namen und Anschrift des Spenders sowie der Gesamtsumme im Rechenschaftsbericht verzeichnet werden.

CDU bekam Spenden von Merck und BMW

Die CDU bekam 2018 rund 850.000 Euro – nach fast 2,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die höchste Einzelspende mit 260.000 Euro überwies im Juli der frühere Chef des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck, Hans-Joachim Langmann. Von ihm erhielt die CDU bereits 2017 die höchste Spende. Daneben bekam die Partei Geld von den BMW-Großaktionären Stefan Quandt und Susanne Klatten und dem Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen. Vom Autokonzern Daimler gab es 100.000 Euro, vom Chemieunternehmen Evonik 80.000 Euro.

SPD bekam 280.000 Euro, CDU rund 850.000 Euro

Die jeweils selbe Summe überwiesen Daimler und Evonik an die SPD. Insgesamt erhielten die Sozialdemokraten 280.000 Euro – deutlich weniger also als der Koalitionspartner.

Bayerischen Metall- und Elektroindustrie überwies an CSU 

Die CSU wiederum bekam wie im Vorjahr einen dicken Batzen von der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie – der Verband gab 625.000 Euro.

Die FDP erhielt 2018 Großspenden über rund 276.000 Euro. Darunter war der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie sowie die R+W Industriebeteiligungen GmbH – und der Bundesvorsitzende persönlich: Christian Lindner überwies 50.249,17 Euro an seine Partei. 2017 war die FDP auf Großspenden von rund 2 Millionen Euro gekommen.

Spenden: FDP erhielt 276.000 Euro, die Grünen 140.000 Euro

Die Grünen erhielten 2018 Großspenden über rund 149.000 Euro, darunter war ebenfalls der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie.

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) bekam von einem Großspender rund 352.000 Euro. Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) erhielt 80 000 Euro, nach eigenen Angaben von einer 38-Jährigen, die dafür das Erbe ihrer Großmutter hergab. Einen Sonderfall stellte der Südschleswigsche Wählerverband dar, die Interessensvertretung der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein: Die vier „traditionellen Zuwendungen“ des Staates Dänemark betrugen rund 477.000 Euro.

Keine Großsspenden an Linke und AfD

Die Linke und die AfD gingen bis kurz nach Weihnachten 2018 leer aus.

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