Alter Botanischer Garten: Münchens neuer Kriminalitäts-Hotspot?

Wieder ist eine Frau im Alten Botanischen Garten vergewaltigt worden. Der Park in der Maxvorstadt scheint sich immer mehr zum kriminellen Hotspot der Stadt zu entwickeln. Was die Polizei dazu sagt.
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Die Zahl der Straftaten, vor allem Sexualdelikte, im Alten Botanischen Garten stieg in den letzten Wochen und Monaten stark an. (Archivbild)
Wikipedia/Rufus46 Die Zahl der Straftaten, vor allem Sexualdelikte, im Alten Botanischen Garten stieg in den letzten Wochen und Monaten stark an. (Archivbild)

Maxvorstadt - Erst am Montag berichtete die Münchner Polizei von der letzten Straftat im Alten Botanischen Garten: Am Samstagabend wurde eine Frau von zwei Männern vergewaltigt – schon wieder, muss man leider sagen! Vor allem in der letzten Zeit häufen sich die Straftaten im Park in der Maxvorstadt. Vor allem Sexualdelikte beschäftigen die Polizei.

Mittlerweile fällt es durchaus auf: In den späten Abendstunden macht der Alte Botanische Garten mittlerweile dem Hauptbahnhof Konkurrenz – das Areal ist zum Umschlagplatz für Drogen geworden, etliche Betrunkene pöbeln Personen an, die den Park nur kurz durchqueren möchten.

Die Polizei hat den Hauptbahnhof im Griff - die Delikte verlagern sich

Anfang des Jahres verstärkte die Polizei ihre Präsenz am sogenannten . Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die kriminellen Handlungen in der Folge unter anderem auch in den nahegelegenen Alten Botanischen Garten verlagert haben. Ähnlich sieht das auch die Münchner Polizei. Polizeisprecher Thomas Baumann gegenüber der AZ: "Wir sehen das Problem Alter Botanischer Garten nicht als alleinstehendes Problem, sondern vielmehr als Problem der Hauptbahnhofgegend. Es handelt sich dabei um eine Art Ausstrahlung."

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Das Klientel ähnelt demnach auch stark dem des Hauptbahnhofs. "Auch im Alten Botanischen Garten haben wir eine Mischung aus Obdachlosen, Flüchtlingen, der Drogenszene, sowie Partygängern und Nachtschwärmern. [...] Wir haben den Hauptbahnhof als Brennpunkt in München erkannt – dementsprechend liegt auch ein starker Fokus auf diesem Gebiet", so Baumann.

"Die Gefahr für Normalbürger ist verschwindend klein"

Doch was tut die Polizei nun gegen die steigende Zahl der Delikte? Baumann: "Wir stellen viel Manpower bereit, um die Situation im Alten Botanischen Garten zu verbessern. Wir haben die Anzahl der zivilen und uniformierten Streifen erhöht. [...] Permanent werden Zusatzkräfte herangezogen, die in sogenannten Schichtzügen von bis zu 30 Mann Tag und Nacht Kontrollen im Alten Botanischen Garten durchführen." Zudem werden sämtliche Verstöße von den Beamten zur Anzeige gebracht, "um den Druck zu erhöhen". Zudem werden immer öfter auch Ortsverbote ausgesprochen.

Dennoch stellt Baumann auch klar, dass sich niemand beim Durchqueren durch den Park fürchten müsse. Die Münchner Polizei werde alles tun, um die Sicherheit im betroffenen Gebiet zu gewährleisten. "Die Gefahr als Normalbürger oder Bürgerin ist verschwindend klein."

Vergewaltigungen, Schlägereien, Diebstähle – Straftaten im Alten Botanischen Garten

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