Oktoberfest 2026: Stimmung überall super, Zelte weiter voll

Die Wiesn 2026 läuft! Ab dem 19. September werden drei AZ-Reporterinnen und -Reporter täglich für Sie vor Ort sein und Sie live auf dem Laufenden halten: über alles, was auf der Theresienwiese passiert – von schönen Momenten und besonderen Begegnungen bis zu den Schattenseiten des Oktoberfests. Und was gibt es vor dem Wiesn-Start zu wissen? Auch das erfahren Sie hier im Wiesnblog.
+++ Bisher 450 Einsätze der Sanitäter +++
19.42 Uhr: Die Stimmung auf der Wiesn ist gut, nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Sanitätern, auch wenn die schon einiges zu tun hatten. Bis 19.30 Uhr mussten schon 450 Patientinnen und Patienten versorgt werden, 100 davon mussten mit der Trage zur Sanitätswache gebracht werden.
+++ Stimmung gut, Zelte weiter voll +++
19.34 Uhr: So langsam wird es dunkel über der Theresienwiese und der erste Wiesn-Tag legt seinen Endspurt ein. Die Festzelte sind weiterhin voll, doch auch im Freien und bei den Fahrgeschäften ist die Stimmung weiterhin super.

+++ U6 fährt wieder +++
19 Uhr: Nach zahlreichen Verspätungen durch eine Betriebsstörung fährt die Linie U6 nun wieder.
+++ Besucher hingen kopfüber in Fahrgeschäft fest +++
18.21 Uhr: Rund fünf Minuten sollen Besucherinnen und Besucher eines Fahrgeschäfts über Kopf gehangen haben. Beim Eintreffen des Sanitätsdienstes – gleichzeitig mit Polizei und Feuerwehr – waren die Personen bereits wieder auf dem Boden und außerhalb des Fahrgeschäfts angekommen. Vor allem einige Jugendliche klagten über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme.
Nach kurzer Betreuung und Untersuchung durch die Einsatzkräfte vor Ort konnten alle Personen erleichtert und selbstständig zurück auf das Festgelände gehen.
+++ Franzose ist der erste "Gast" auf der Wiesn-Wache +++
18.16 Uhr: Bisher verläuft die Wiesn aus Polizeisicht sehr ruhig und entspannt. Den ersten "Gast" mit längerer Aufenthaltsdauer durfte die Wiesn-Wache gegen 17 Uhr empfangen. Ein 17-jähriger Franzose mit 2 Promille im Tank hat sich etwas daneben benommen und darf nun in einer der Haftzellen seinen Rausch ausschlafen.
+++ Weit über 50.000 Zuschauer beim Einzug der Festwirte +++
18.07 Uhr: Das Traumwetter bescherte am Samstag auch Traumzahlen. Laut Polizei schauten 55.000 Menschen in der Stadt dem Einzug der Festwirte zu. Das sind 15.000 Zuschauer mehr als im vergangenen Jahr.
+++ Sanitäter haben alle Hände voll zu tun +++
17 Uhr: Bis jetzt wurden bereits über 300 Patientinnen und Patienten vom Aicher Sanitätsdienst versorgt. Am häufigsten gab es Einsätze wegen Kreislaufproblemen, gefolgt von Alkoholvergiftungen und chirurgischen Verletzungen wie Schnittwunden.
+++ Probleme bei der U6 +++
16.22 Uhr: Nach langer Baupause sind die U-Bahnen der Linien U3 und U6 erst seit heute wieder unterwegs und schon gibt es wieder die ersten Probleme. Um 16.10 Uhr meldete die MVG, dass es bei der U6 Richtung Klinikum Großhadern wegen einer Betriebsstörung zu Verspätungen kommt.
+++ Besucher-Andrang: Alle Zelte geschlossen +++
16.19 Uhr: Mittlerweile sind auch das Käfer-Zelt, die Ochsenbraterei und die Knödelei dicht. Damit wird es mit einem Platz in einem Festzelt vorerst nichts.

15.59 Uhr: Kein Wunder bei dem Prachtwetter: Mittlerweile melden erste Zelte, dass sie keinen Platz mehr haben. Laut den AZ-Reportern vor Ort sind das unter anderem das Schützen-Festzelt und die Bräurosl. Das Weinzelt ist drinnen und draußen dicht. Auch bei Löwenbräu und Paulaner ist es eng, teilweise ist auch gerade ein Reservierungswechsel im Gange.
+++ Sanitäter vermelden erste Bierleiche – Knochenbruch beim Armdrücken +++
15.45 Uhr: Das ging dieses Jahr sehr schnell. Bereits kurz nach 15.30 Uhr müssen die Sanitäter die erste Bierleiche versorgen. Ein 19-Jähriger aus München hat wohl die Wirkung des Wiesnbiers unterschätzt und schon früh sein Stehvermögen verloren. Der junge Mann wird nun untersucht und erhält bei Bedarf eine CT-Untersuchung sowie Medikamente.
Richtig doof hat es einen Berliner Wiesn-Besucher erwischt. Erst muss er am Freitagabend mit ansehen, wie der FC Bayern Union Berlin sieben Dinger einschenkt, am Samstag zieht der 25-Jährige dann beim Armdrücken den Kürzeren und bricht sich den Arm.
+++ "Absolutes Highlight": Kult-Bayernspieler Giovane Elber ist großer Wiesn-Fan +++

15.35 Uhr: Um die Jahrtausendwende war der Brasilianer (und mittlerweile auch Deutsche ) Giovane Elber für den FC Bayern erfolgreich – und natürlich auch auf dem Oktoberfest. Heuer war er sogar ganz vorne mit dabei: "Ich war schon ein paar mal hier dabei und es ist ein absolutes Highlight. Früher habe ich mir das im Fernsehen angeschaut und jetzt darf ich in der Kutsche mitfahren. Wahnsinn!", so Elber zur AZ. "Ich komme auch privat natürlich ein paar mal auf die Wiesn, natürlich zu Paulaner. Aber mein Lieblingszelt ist die Wildstubn. Wenn ich gut drauf bin, gehen schon drei bis vier Maß. Oder waren es doch zwei?“, sagt Elber und lacht.
+++ "Bravourös gemacht": Florian Silbereisen voller Lob für OB Krause +++

15.10 Uhr: "Ich freue mich immer sehr, dass ich zum Anstich im Schottenhamel dabei sein darf", sagt Florian Silbereisen im AZ-Gespräch. "Einmal im Jahr ist das eine feste Konstante, mit Freunden hier zu feiern." Und wie hat sich seiner Meinung nach OB Dominik Krause geschlagen? "Er hat das bravourös gemacht, ich war ja hautnah dran. Ich glaube, der erste Schlag hätte schon gehalten, aber er hat zur Sicherheit noch einen nachgedonnert."
Das große Promi-Schaulaufen auf der Wiesn können Sie sich hier genauer anschauen.
+++ Wiesn-Start bisher eher ruhig +++

14.20 Uhr: Das Bier fließt auf dem Oktoberfest, doch der große Ansturm blieb bisher offenbar noch aus. In viele Zelte kam man lange noch problemlos rein, auch in den Biergärten ist oft noch Platz. Am ehemaligen Kotzhügel machen es sich ein paar Wiesngänger im Schatten der Bäume gemütlich und auch am Fuße der Bavaria ist Platz.

Die Aicher-Ambulanz meldet inzwischen schon über 120 Versorgungen. Die häufigsten Einsätze waren wegen Verletzungen an den Extremitäten, "bis hin zu Synkopen und Kollaps", so die Ambulanz. Überraschenderweise nicht dabei dieses Jahr bisher, zum Glück: alkoholbedingte Notfälle. Die gab es bisher nicht.
Schon im vergangenen Jahr dauerte es unüblich lange, bis die erste Alkohol-Intoxikation von den Rettungssanitätern vermeldet wurde, nämlich um 16.15 Uhr. Das war ein 18-jähriger US-Amerikaner, der mit 2,9 Promille auf die Sanitätswache gebracht wurde.

+++ Aiwanger zu Krause: "Hat Schande ausgeglichen" +++

12.50 Uhr: Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), der durchaus dafür bekannt ist, gerne mal gegen die Grünen zu schießen, gibt sich nach der Anzapf-Leistung von OB Krause konziliant: "Mit den zwei Schlägen hat der Oberbürgermeister die Schande vom letzten Jahr wieder ausglichen, als er die Wiesn als größte offene Drogenszene bezeichnet hat", so Aiwanger zur AZ. Aiwanger ist gemeinsam mit dem österreichischen Wirtschaftsminister Wolfgang Hartmannsdorfer auf der Wiesn.
Nicht ganz frei von Häme ist die Grünen-Politikerin Ricarda Lang heute am Eröffnungstag der Wiesn mit dabei. Sie hat auf "X" ein lachendes Foto von sich gepostet und dazu: "Ich glaube ich fahre zum nächsten Oktoberfest, einfach nur um neben Markus Söder zu stehen, wenn er einem Grünen zuschaut, wie er das Fest eröffnet."

Am OB-Tisch werden derweil endlich die Hendl serviert. Gegenüber von Dominik Krause sitzt der Bayern-Star Joshua Kimmich. Er wurde nach AZ-Informationen auf persönlichen Wunsch Krauses eingeladen. Es heißt, man habe sich bei der Meisterfeier persönlich hervorragend verstanden.
+++ Aicher Ambulanz: Bereits 50 Patienten versorgt +++
12.45 Uhr: Bis kurz vor Mittag hat die Aicher Ambulanz nach eigenen Angaben bereits rund 50 Patienten versorgt. Neben kleineren Auas waren auch chirurgische Notfälle dabei, so Aicher. Kopfplatzwunden, Gesichtsverletzungen und auch ein Krampfanfall wurde behandelt.
+++ "Ozapft is! Auf eine friedliche Wiesn!" Mit 2 Schlägen hat der neue OB Krause das erste Fass angezapft +++

12.02 Uhr: Groß war die Aufregung im Vorfeld: Kann dieser neue Oberbürgermeister, und dazu noch einer von den Grünen, wirklich am für München wichtigsten Tag des Jahres abliefern? Ja, er kann: Mit zwei satten Schlägen ist das erste Fass im Schottenhamel angezapft, er sagt die magischen Worte "Ozapft is! Auf eine friedliche Wiesn" ins Mikrofon.
Dann überreicht er dem Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) traditionsgemäß die erste Wiesn-Maß.

...und natürlich ist der Andrang groß: Alle wollen hören, was der neue OB nach seiner Anzapf-Premiere zu sagen hat.

"Dominik Krause hat seine Anzapf-Premiere grandios gemeistert", sagt die Grüne Wiesn-Stadträtin Anja Berger. "Als erster grüner Münchner Oberbürgermeister blickten besonders viele Augen auf ihn. Ich habe mich auf diesen Moment schon seit der Wahl gefreut. Dominik Krause steht für ein offenes und modernes München – dass das wunderbar zur bayerischen Tradition passt, zeigen wir heute Oktoberfest-Gästen aus aller Welt. Jetzt freue ich mich auf eine friedliche, ausgelassene Wiesn mit vielen schönen Begegnungen. O’zapft is!"
Und auch in anderen Zelten wurde fleißig angezapft: Der Münchner JU-Chef und neue CSU-Stadtrat Laurenz Kiefer durfte in der Knödelei anzapfen.

„Die Nervosität hält sich in Grenzen, die Vorfreude überwiegt", sagt er vorab zur AZ. "Ich habe fleißig geübt, übrigens in derselben Brauerei wie Dominik Krause. Wenn man bedenkt, dass unser OB die Wiesn früher mal als ‚offene Drogenszene‘ bezeichnet hat, übernehme ich hier in der Knödelei heute ja quasi die legale Erstversorgung. Da darf nichts schiefgehen! Wenn der OB mehr Schläge braucht als ich, geht die erste gemeinsame Maß jedenfalls auf ihn – und umgekehrt!"
Wie die AZ nach dem Anzapfen hört, wird Kiefer seine Wettschulden beim OB begleichen müssen: Er hat drei Schläge gebraucht.

In der Boandlkramerei durfte SPD-Stadtrat Roland Hefter ran – der erfahrene Wiesngänger hat allerdings einige Schläge mehr gebraucht als der OB im Schottenhamel.
+++ Wiesn-Chef: "Alles läuft reibungslos von A bis Z" +++
11.21 Uhr: Die AZ-Wiesn-Reporterin konnte sich kurz die KVR-Chefin Hanna Sammüller (Grüne) schnappen und erste Informationen einholen: "Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass etwas weniger los ist als im letzten Jahr. Mit dem neuen Sicherheitskonzept bin ich sehr zufrieden", sagt sie. Ob sich die Zustände vom letzten Jahr wiederholen? "Ich habe ja keine Glaskugel. Aber so wie im letzten Jahr wird es nicht werden, weil die Kommunikation eine ganz andere ist", sagt Sammüller auf die Überfüllungsprobleme vom letzten Jahr angesprochen.

Und wie sich der neue OB (und grüner Parteikollege) schlägt? "Nachdem er alles so hervorragend macht, wird er auch das hervorragend machen. Neulich hat jemand gesagt: Dominik ist keine Rampensau, aber wenn er da ist, hat er so eine Präsenz, dass er alles überstrahlt. Das trifft es sehr gut!“

Ganz optimistisch ist auch Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD): Er kommt mit seinen Kindern in der Ratsboxe an und kann vermelden: "Alles läuft reibungslos von A bis Z", sagt er zur AZ. "Ich bin ganz entspannt, weil wir sehr gut vorbereitet sind."

Das Werkzeug für den OB liegt schon bereit.

Der Tisch von OB Dominik Krause füllt sich auch so langsam. Der Herzog Franz von Bayern, Lahav Shani und seine Frau und Thomas Greinwald (links). Für den neuen Dirigenten der Philharmoniker ist es das erste Mal auf der Wiesn überhaupt: "Es ist herrlich! Die Brezn, der Käse.“ ...und das Bier? Ja, heute trinke er ausnahmsweise auch ein Bier, sagt er. „...weil am Abend kein Konzert ist“, sagt seine Frau.

Etwas abseits vom großen Trubel hat unser AZ-Wiesn-Reporter kurz auf der Oidn Wiesn vorbeigeschaut. Die „Schützenlisl“ der neuen Wirte Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel füllt sich langsam. Noch sind hier aber einige Plätze frei, meldet er.
+++ Gedenken an Opfer des Oktoberfest-Attentats +++

11.05 Uhr: Diese Neuerung hat OB Krause dieses Jahr eingeführt: Bevor er vom Einzug der Wiesn-Wirte ins Schottenhamel-Zelt zur Anzapfbox geht, gibt es ein Gedenken an die Opfer des Oktoberfest-Attentats vom 26. September 1980. Es war der größte rechtsextreme Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik, dabei starben 13 Menschen und über 200 wurden verletzt.

Während der Festzug an der Theresienwiese ankommt – zum Beispiel die Kutsche mit Uschi Glas und ihrem Mann Dieter Hermann – fragt sich ein AZ-Wiesn-Reporter: "Wo sans denn?". Denn draußen vor den Zelten ist in der angenehmen Spätsommersonne noch reichlich Platz für Wiesn-Gänger. Wie lange das wohl noch so bleiben wird?

+++ U4/U5: Stellwerkstörung und S-Bahn mit Problemen +++
10.55 Uhr: Ausgerechnet diese Linie: Die MVG meldet eine Stellwerkstörung auf den U-Bahn-Linien U4 und U5, es komme deswegen zu Verspätungen. Laut der "tz" ist die U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese außerdem aktuell wegen Überfüllung geschlossen.
Wegen der Reparatur an einem Signal auf der S-Bahn-Stammstrecke im Bereich des Stachus kommt es außerdem auch dort zu Folgeverspätungen, Umleitungen und Teilausfällen.
+++ Festzug der Wiesn-Wirte unterwegs zur Theresienwiese +++

10.45 Uhr: Der Festzug der Wiesn-Wirte ist unterwegs in Richtung Theresienwiese. Hoch zu Ross das Münchner Kindl Sina Hochreiter, die heuer zum ersten Mal beim Oktoberfest mit dabei ist. Der AZ hat sie kürzlich erzählt, wie sie sich darauf vorbereitet hat.
Auf der Kutsche des Schützen-Festzelts herrscht besonders ausgelassene Stimmung, meldet die AZ-Wiesn-Reporterin. Lautstark grölen die Frauen und Männer mit Krügen in der Hand mit der Kapelle mit und feiern die Fahrt. Derweil machen sich auch auf der Wirtsbudenstraße die Zuschauer bereit.

10.23 Uhr: Ein erster Zwischenstand aus den Zelten: Das Augustiner-Festzelt ist laut AZ-Wiesn-Reporter schon so gut wie vollständig besetzt, noch gibt es aber Einlass.

Unterwegs zur Festwiese ist auch die Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne). Heuer ist zum ersten Mal ein Parteikollege das Stadtoberhaupt, da ist die Nervosität besonders groß: "Es ist so ein Flimmern in der Stadt – und ich bin auch ein bisschen aufgeregt, weil der Dominik Krause den Anstich macht", sagt sie zum AZ-Reporter.

Und die dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD): Verena Dietl sieht es ganz ähnlich: "Ich bin natürlich sehr aufgeregt. Es ist immer etwas Besonderes, mit den Wiesn-Wirten einzuziehen – auch heute mit dem neuen Oberbürgermeister," sagt sie.

+++ OB Krause auf dem Weg zur Festwiese +++
10.10 Uhr: Ein erster Blick auf den wichtigsten Ort des Tages: Die Anzapfbox im Schottenhamel-Zelt. Die Fernseh-Kameras sind aufgebaut, erste Pressevertreter sichern sich die besten Plätze. Hier wird OB Dominik Krause (Grüne) zum ersten Mal zeigen, wie gut er anzapfen kann – geübt hat er ja bereits.

In der Stadt ziehen derweil die Wiesn-Wirte mit ihren prächtig geschmückten Kutschen in Richtung Festwiese.

Kurz vor dem Sendlinger Tor zieht die Familie Inselkammer in einer mit bunten Blumen geschmückten Kutsche vorbei. Peter Inselkammer verschränkt noch etwas verhalten die Arme, wie die AZ-Reporterin vor Ort berichtet.

Und auch der Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne, r.) zeigt sich an diesem Samstag zum ersten Mal der Öffentlichkeit, gemeinsam mit seinem Verlobten Sebastian Müller. „Ich habe gut geschlafen, gut gefrühstückt und jetzt darf es losgehen," sagt Krause zur AZ-Wiesn-Reporterin. Auf die Frage, ob er aufgeregt sei, antwortet er: „Noch geht es, aber die Aufregung wird bestimmt gleich steigen, wenn man einfährt.“

Zehn Schlegel mit dem Namen oder der Unterschrift seines Vorgängers, Alt-OB Dieter Reiter (SPD) hängen schon da, jeweils beschriftet mit der Anzahl der Schläge. Jener für 2026 wird in Kürze auch in der Sammlung in der Schottenhamel-Anzapfbox hängen.

Der OB fuhr übrigens, passend zu seiner Ansage, als OB keinen Dienstwagen zu brauchen, mit der U-Bahn zum Festzug. Man sieht ihn auf seinem Instagram-Kanal gemeinsam mit seinem Verlobten an der U Sendlinger Tor in die Selfie-Kamera lachen.
9.50 Uhr: Beim Wettlauf um Plätze in den Wiesn-Zelten blühen die ersten Besucher kurz nach dem Einlass zu sportlichen Höchstformen auf.
9.36 Uhr: Abseits der großen Festzelte in der Schaustellerstraße herrscht um kurz vor halb 10 noch Ruhe. Chamaina Pichler hängt an ihrem Standl die letzten Lebkuchenherzen auf. Bei schönem Wetter dauere es nicht lange, bis die ersten Kunden kommen, sagt sie. Trotzdem ist Pichler völlig entspannt.

Die Sprüche auf den Herzen wie "Wiesn statt Tinder" oder "200% Single" denkt sie sich jedes Jahr selbst aus. Dabei setzt sie auf Humor und aktuelle Trends.
+++ Verzögerung beim Einlass, jetzt geht's aber los +++

9.05 Uhr: Um Punkt 9 Uhr sollte es eigentlich losgehen. Doch wie die Wiesn-Reporter der AZ melden, verzögert sich der Einlass. Der Grund ist nicht bekannt. Nach etwa zehn Minuten dann doch: Die Eingänge zur Wiesn sind geöffnet und der große Run beginnt: Die fittesten und sportlichsten Wiesn-Fans nehmen ihre Beine in die Hand und stürmen zu einem der Zelte, um sich einen Platz zu sichern. Dann heißt es erstmal warten, denn erst in drei Stunden, um Punkt 12 Uhr wird angezapft und die erste Freibierrunde ausgeschenkt.

Der Schottenhamel füllt sich, meldet die AZ-Wiesn-Reporterin aus dem Zelt. Es gehe dabei "recht ruhig und zivilisiert zu". Vorwiegend junge Männer und Buben seien da.

Zumindest unter einigen der allerersten Wiesn-Besucher scheint sich ein neuer Trend zu zeigen: Der Hopfenhut! Die AZ wird aufmerksam beobachten, ob der sich durchsetzen wird bei dieser 191. Ausgabe des Oktoberfests.
+++ Die Ruhe vor dem großen Ansturm +++

8.45 Uhr: In der angenehmen Morgensonne laufen die letzten Vorbereitungen. Die AZ-Wiesn-Reporterin auf dem Gelände meldet, die Polizei sei bestens gelaunt und bereit. Auch die Bedienungen trudeln ein mit ihren Schlitten auf den Schultern.

Um Punkt 9 Uhr gehen die Tore auf und all jene, die sich vor dem Eingang die Nacht um die Ohren geschlagen haben, rennen zu den Festzelten, um sich einen der begehrten Plätze für die allererste Wiesnmaß zu sichern.

19. September, 8 Uhr: Es ist so weit: Die Wiesn 2026 startet endlich. Die ersten Besucher können es kaum noch erwarten und warten schon in aller Früh im Dunkeln rund ums Festgelände. Bereits vor 5 Uhr sieht man hier lange Schlangen. Bis 9 Uhr müssen sie sich noch gedulden, erst dann ist Einlass.

18. September, 14.06 Uhr: Zum ersten Mal bietet die Stadt München auf der Wiesn einen Impfservice an. Impfwillige können sich jeden Tag von 9 bis 14 Uhr in der Wiesn-Wache gegen Grippe und Corona impfen lassen. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig, nur Krankenkassenkarte und Impfpass müssen mitgebracht werden.
Auch Personen, die die Wiesn nicht besuchen wollen, können vom Impfservice in der Wiesn-Wache Gebrauch machen.
17. September, 11.40 Uhr: Wenn am Samstag zum Wiesnbeginn der feierliche Einzug der Wiesn-Wirte stattfindet, dann sorgen entlang der Zugstrecke 40 ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter des Münchner Roten Kreuzes dafür, dass im Fall des Falles sofort professionelle Hilfe geleistet wird. Entlang der Strecke werden fünf Erste-Hilfe-Stationen eingerichtet, zudem sind Mitglieder der BRK-Motorradstreife im Einsatz, die als First Responder zur Verfügung stehen und anfahrende Rettungsfahrzeuge lotsen. Die ärztliche Versorgung wird durch einen mobilen Arzt sichergestellt.
Beim traditionellen Trachten- und Schützenzug mit mehr als 8000 Teilnehmenden und mehreren zehntausend Zuschauern an der Strecke sorgen rund 150 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe für die sanitätsdienstliche Betreuung.

Entlang der rund sieben Kilometer langen Zugstrecke von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese richtet das Münchner Rote Kreuz 16 Erste-Hilfe-Stationen ein, an denen jeweils ein Team von mindestens sieben Sanitäterinnen und Sanitätern bereitsteht. Auch Mitglieder der BRK-Motorradstreife werden vor Ort unterwegs sein. Für die ärztliche Versorgung sind sowohl mobile als auch stationäre Ärztinnen und Ärzte verantwortlich.
16. September, 7. 18 Uhr: Die Erwartungen sind hoch. Der Druck ist groß. Man möchte grad wirklich nicht in seiner Haut stecken. Schließlich steht OB Dominik Krause (Grüne) am Samstag die alljährlich wohl wichtigste Amtshandlung des Münchner Stadtoberhaupts bevor (zumindest was das beinah weltweite mediale Interesse anbelangt): Am 19. September hat Oberbürgermeister Krause seine Anzapf-Premiere!

Um Punkt zwölf Uhr wird er im Schottenhamelzelt das erste Fass Wiesnbier anzapfen und damit das 191. Oktoberfest offiziell eröffnen. Wie viele Schläge wird Krause brauchen? Schafft er’s gleich bei seiner Premiere sogar mit nur zwei Schlägen, wie bei seinem erfolgreichen Anzapf-Training?

Fest steht bislang nur, dass es ein riesiges Anzapf-Spektakel sein wird. Doch auch wenn der Fokus natürlich auf OB Krause liegt: Er wird am Samstag nicht als Einziger auf der Theresienwiese den Schlegel schwingen. Auch in anderen Festzelten wird um zwölf Uhr angezapft – mal von mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten, mal von den Wirtsleuten selbst. Lesen Sie hier, wer am Samstag noch den Schlegl schwingt.
+++ Oktoberfest-Quiz: Zu welchem Wiesn-Zelt gehört dieser Zelthimmel? +++
Sie sind riesig, farbenfroh und jeweils anders – die Zelthimmel der großen Wiesn-Festzelte. Erkennen Sie alle, liebe Leserinnen und Leser? Machen Sie doch mal den Test.
+++ Wiesn-Tisch gesucht? Dieser Helfer lässt Sie auf freie Plätze hoffen +++
Die besten Wiesn-Tische sind längst weg – oder etwa doch nicht? Ein neues Tool durchforstet die Reservierungsseiten der Festzelte, entdeckt frei gewordene Tische und kann Wiesn-Fans sofort benachrichtigen.

Nostalgie und Gemütlichkeit: Das gibt es auf der Oidn Wiesn
Die Oide Wiesn bietet mit historischen Fahrgeschäften und Festzelten eine familienfreundlichere Alternative auf dem Oktoberfest an. Was Sie über das nostalgische Pendant wissen sollten.
+++ Diese Gegenstände sind auf der Wiesn verboten +++
Damit man am Eingang zum Oktoberfest nicht wieder nach Hause geschickt wird, gibt es einiges zu beachten. Denn nicht alles darf man auf das Festgelände mitnehmen. Ein Überblick der verbotenen Gegenstände.
+++ Die sechs Oktoberfestbiere im Vergleich +++
Bei der offiziellen Oktoberfestbier-Probe in München verkosten Wirte, Braumeister und Gäste die sechs Festbiere für die Wiesn 2026. Welches Bier überzeugt geschmacklich? Und was sagen die Braumeister über ihre Kreationen?
+++ Das sind die Bierpreise in den Wiesnzelten +++
Die Maß auf dem Oktoberfest ist wieder teurer als zuletzt, es wird knapp an der 16-Euro-Marke gekratzt. Aber was kostet die Maß in welchem Festzelt? Die AZ hat die Übersicht der Bierpreise für die Wiesn 2026.
+++ Oktoberfest 2026: Die großen Wiesn-Zelte im Überblick +++
Ab dem 19. September strömen wieder täglich tausende Besucher auf das 191. Oktoberfest. Alle Infos zu den Wiesn-Zelten wie Bierpreise, Sitzplätzen und Co. lesen Sie hier!