Zehn Jahre nach Alaba-Debüt Rummenigge erklärt: So soll Talenten beim FC Bayern der Durchbruch gelingen

Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Matthias Balk/dpa

Seit Jahren hat kein Talent aus dem eigenen Unterbau mehr den Sprung zu den Profis des FC Bayern geschafft. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge will dies nun endgültig ändern und spricht über die zukünftigen Pläne mit den Jugendspielern - vor allem die zweite Mannschaft rückt dabei in den Fokus.

 

München - Es ist eine Frage, die viele Bayern-Fans seit längerem umtreibt: Wann kann sich endlich wieder ein Spieler aus der eigenen Jugend nachhaltig im Profikader durchsetzen? Der letzte Spieler aus dem eigenen Unterbau, der den Sprung tatsächlich geschafft hat, war David Alaba. Dessen Debüt liegt mittlerweile neuneinhalb Jahre zurück, seitdem warten die Fans auf Stars aus dem eigenen Stall.

Rummenigge: FC Bayern will verstärkt auf Talente setzen

Die kaum vorhandene Durchlässigkeit in den Profikader ist natürlich auch den Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. In den kommenden Jahren soll daher wieder vermehrt auf Talente gesetzt werden, wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge betont. "Wir wollen in Zukunft die Positionen 17, 18, 19 und 20 im Kader mit jungen Kräften besetzen, die perspektivisch eine Chance haben, mit einer gewissen Kontinuität zu spielen", erklärt der Vorstandsvorsitzende gegenüber der vereinseigenen Website.

Vor allem der Zweitvertretung, die im Sommer den Aufstieg von der Regionalliga Bayern in die 3. Liga feiern konnte, kommt dabei eine wichtige Rolle zu. "Es gibt zwei Wege: Zum einen über die zweite Mannschaft, das hat man am letzten Wochenende gesehen. Am Samstag waren Davies und Cuisance bei den Profis im Kader, und am Sonntag haben sie beide bei unseren Amateuren einen wichtigen Beitrag geleistet, den FC Ingolstadt zu schlagen (2:1, d.Red.), der vor kurzem noch in der Bundesliga gespielt hat", führt Rummenigge aus. Durch das höhere Niveau in der 3. Liga werde sichergestellt, dass auch die Millionen-Einkäufe wie Davies (10 Millionen), Cuisance (12 Millionen) oder Arp (2,5 Millionen) regelmäßig gefordert werden und sich so weiterentwickeln könnten.

Rummenigge: FC Bayern hat Leihspieler im Fokus

Die andere Option sei, talentierte Spieler zeitweise an andere Vereine abzugeben. "Der zweite Weg ist, dass wir ein paar Spieler abgegeben haben, aber bei nahezu allen eine Rückkaufoption besitzen. Sie sind nun alle in der Bundesliga oder in der 2. Liga, man muss diese Spieler beobachten", meint Rummenigge: "Das sind junge Talente, und für sie ist es wichtig, dass sie in einer gewissen Kontinuität spielen. Nur so können sie sich entwickeln. Bei der Qualität des Kaders unserer Profi-Mannschaft ist das nicht ganz so einfach."

Letztere Vorgehensweise wurde bereits in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich praktiziert. So konnten Spieler wie David Alaba (Hoffenheim), Philipp Lahm (VfB Stuttgart) oder Toni Kroos (Bayer Leverkusen) während ihrer Leihgeschäfte in jungen Jahren die Basis für ihre spätere Weltkarriere legen, aktuell machen in Franck Evina (KFC Uerdingen) und Adrian Fein (Hamburger SV) ebenfalls zwei hoch gehandelte Talente bei ihren Leihstationen mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam.

 

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