Wer kommt noch? Wenig Erfolg, viel Kritik: Die Transferpolitik des FC Bayern

, aktualisiert am 25.06.2019 - 09:27 Uhr
Die Führungsriege des FC Bayern: Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (l.), Sportdirektor Hasan Salihamidzic (m.) und Präsident Uli Hoeneß. Foto: firo/Augenklick

Die Transfer-Bemühungen des FC Bayern um Leroy Sané und Co. stocken. Kommt nun Ozan Kabak aus Stuttgart?

 

München - Uli Hoeneß war genervt, als er auf die stockende Transfer-Offensive des FC Bayern angesprochen wurde, die er im Frühjahr noch vollmundig angekündigt hatte. "Wir haben bis jetzt schon 120 Millionen ausgegeben. Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert", motzte Hoeneß am Sonntagabend am Rande des Basketballspiels des FC Bayern gegen Alba Berlin.

Bisher stehen lediglich die Zugänge der beiden französischen Verteidiger Lucas Hernández (für 80 Millionen Euro von Átlético Madrid) und Benjamin Pavard (für 35 Millionen vom VfB Stuttgart) sowie von Sturmtalent Jann-Fiete Arp (für 5 Millionen vom Hamburger SV) fest, eine Verpflichtung von Leroy Sané wird hingegen immer unwahrscheinlicher. Der Nationalspieler habe im Freundeskreis geäußert, lieber bei Manchester City bleiben zu wollen, berichtete die "Sun".

Transfers: Braucht es noch einen Innenverteidiger?

"Ich bin überrascht, dass der FC Bayern nicht weiterkommt", sagte Ex-Bayern-Spieler Olaf Thon der AZ, "die Ankündigung von Uli Hoeneß klang ja doch viel erwartungsvoller. Ich denke, der FC Bayern könnte neben Sané noch einen weiteren großen Transfer vertragen." Vor allem in der Innenverteidigung sehe er Handlungsbedarf.

Das findet auch Ex-Bayern-Star Bixente Lizarazu. Der frühere Außenverteidiger sieht seine französischen Landsleute Hernández und Pavard "zuallererst in der Außenverteidigung", er verstehe den Verkauf von Mats Hummels nicht. "Auch wenn Niklas Süle viel Potenzial hat, würde ich nicht mit ihm plus Pavard und Hernández in die Saison gehen. Da sind zu viele Fragezeichen", sagte Lizarazu dem "Kicker".

Vor allem Pavard (23) müsse sich steigern, mahnte er. "Pavard muss nicht nur einen Schritt machen, sondern zwei Schritte." Seit der WM 2018 "wurde es weniger, auch in der französischen Nationalmannschaft. Er lieferte nur noch Durchschnitt ab."

Ozan Kabak: Junger Innenverteidiger bald beim FCB?

Einer, der die Verteidigung langfristig verstärken könnte, ist Ozan Kabak (19). Der junge Innenverteidiger des VfB Stuttgart hat laut einem Bericht des "Kicker" das Interesse des FC Bayern auf sich gezogen, für diese Woche sollen sich "Vertreter des FC Bayern zu einem Austausch" mit dem Management des türkischen Top-Talents angekündigt haben. Kabak war erst vor einem halben Jahr für rund elf Millionen Euro von Galatasaray Istanbul zum VfB gewechselt, dank einer Ausstiegsklausel kann er den Absteiger aber nun für 15 Millionen Euro verlassen.

"Ich denke nicht, dass er unbedingt zur ersten Elf zählen würde", sagt Thon, "diese Spieler brauchen ein, zwei Jahre, bis sie zum Stammspieler werden. Das wäre die Kategorie, in der ich mir diesen Transfer vorstellen könnte." Ob beim FC Bayern das Transferkarussell bald Fahrt aufnimmt?

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