Weiterer Interessent aus England FC Bayern: So realistisch ist ein Müller-Wechsel zu Inter wirklich

Unter Niko Kovac (rechts) muss Thomas Müller meistens mit der Bank Vorlieb nehmen Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Thomas Müller vom FC Bayern wird offenbar von Inter Mailand umworben – und von Manchester United. Doch ein Abschied im Winter ist nach AZ-Infos sehr unwahrscheinlich. "Keiner will ihn loswerden“, sagt Präsident Uli Hoeneß.

 

München - Die Liste der deutschen Fußballstars bei Inter Mailand ist lang und prominent: Hansi Müller spielte einst für die Italiener, Karl-Heinz Rummenigge natürlich, später auch Lothar Matthäus, Andy Brehme und Jürgen Klinsmann, für kurze Zeit Matthias Sammer und dann schließlich Lukas Podolski.

Ein illustrer Kreis, in den Thomas Müller (30) prima passen würde, wenn man nur seinen großen Namen als Kriterium heranzieht. Aber ob es wirklich dazu kommen wird? Wie der "Kicker“ berichtet, ist Inter jedenfalls stark an einer Müller-Verpflichtung interessiert – und zwar noch in dieser Saison. Heißt: in der Wintertransferperiode. Das Fachblatt schrieb am Donnerstag, dass der Klub um Trainer Antonio Conte "sein Interesse intensiviert“ habe.

Auch Manchester United ist an Müller interessiert

Der Tabellenzweite der Serie A, der sich vor der Saison unter anderem mit den Angreifern Romelu Lukaku (26) und Alexis Sánchez (30/derzeit verletzt) prominent verstärkt hat, wollte Müller schon im Sommer nach Italien lotsen und könnte nun einen neuen Versuch starten. Zu den Spekulationen erklärte ein Inter-Sprecher nur: "Wir kommentieren Transfer-Nachrichten nie.“

Auch das schon in der Vergangenheit bestehende Interesse von Manchester United soll wieder neu aufgeflammt sein. United würde Müller laut "Sport Bild“ ebenfalls gerne im Winter verpflichten. Dass Bayern seinen Offensivstar aber im Januar ziehen lässt, ist nach AZ-Informationen sehr unwahrscheinlich. Im Klub genießt Müller weiter sehr hohes Ansehen, im Trainerteam genauso wie im Vorstand und Aufsichtsrat. Innerhalb der Mannschaft ist Müller ohnehin einer der wichtigsten Wortführer, er wird für seinen Einsatz auf dem Platz und seine Effektivität von den Kollegen geschätzt.

Müller ist beim FC Bayern meistens nur Ersatz

Robert Lewandowski erklärte schon mehrmals öffentlich, wie er von Müllers Spielweise, von seinen Laufwegen und Vorlagen profitiert. Und auf der Champions-League-Reise der Münchner zu Olympiakos Piräus (3:2) sagte Präsident Uli Hoeneß: "Keiner im Verein hat Interesse, Thomas zu beschädigen, keiner will ihn loswerden.“

Klar ist aber auch, dass Weltmeister Müller mit seinen Einsatzzeiten in dieser Saison nicht einverstanden ist. Sechs Spiele in Folge stand er nicht in der Anfangself von Trainer Niko Kovac, seine Unzufriedenheit darüber brachte er deutlich zum Ausdruck. Müller sagte, er müsse sich über seine Zukunft in München trotz eines Vertrages bis 2021 Gedanken machen, sollte für ihn weiter nur die Rolle als Ersatzspieler vorgesehen sein.

Spiel gegen Union Berlin: Müller statt Coutinho?

Gegen Piräus kehrte Müller in die Anfangsformation zurück und glänzte zweimal als Vorbereiter. "Ich versuche, mich aufs Fußballspielen zu konzentrieren. Langsam können die ganzen Diskussionen auch mal ein bisschen zu Ende gehen“, sagte er danach.

Bei elf Einsätzen in dieser Saison war Müller immerhin an sieben Toren direkt beteiligt. Die Quote stimmt, die Form auch – anders als bei Rivale Philippe Coutinho (27) aktuell. Möglich, dass der Brasilianer am Samstag im Heimspiel gegen Union Berlin eine Pause bekommt und Müller auf der Zehnerposition spielt. Falls nicht, falls Müller wieder raus muss, könnte der Flirt zwischen ihm und dem FC Internazionale Milano doch heißer werden.

Lesen Sie auch: Lucas Hernández erfolgreich am Sprunggelenk operiert

 

5 Kommentare