Sein großer Fürsprecher geht FC Bayern: Was bedeutet das Aus von Uli Hoeneß für Hasan Salihamidzic?

Sportdirektor des FC Bayern: Hasan Salihamidzic Foto: Matthias Balk/dpa

Am Donnerstag wird Uli Hoeneß dem Aufsichtsrat die Entscheidung über seine Zukunft mitteilen. Der langjährige Macher des FC Bayern wird sich im Herbst weitgehend zurückziehen - Sportdirektor Hasan Salihamidzic verliert dadurch seinen wohl größten Fürsprecher.

 

München - Der FC Bayern steht vor einer Zeitenwende: Am Donnerstag wird Uli Hoeneß dem Aufsichtsrat mitteilen, dass er nicht mehr für das Präsidenten-Amt kandidieren und auch seinen Vorsitz im Aufsichtsrat abgeben wird. Doch was bedeutet der Rückzug des langjährigen Bayern-Machers für Hasan Salihamidzic?

Der Sportdirektor wird aufgrund seiner nicht immer glücklichen Rolle auf dem Transfermarkt in der Öffentlichkeit mittlerweile kritisch gesehen. Den Transfer von Benjamin Pavard verkündete er im Winter bereits, obwohl er noch nicht einmal offiziell war, und sorgte damit für Verwirrung bei VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Sein offensives Werben um Top-Talent Callum Hudson-Odoi kam bei dessen Klub FC Chelsea ebenfalls überhaupt nicht gut an. Dem Flügelstürmer wurde die Freigabe für einen Wechsel schließlich verweigert, AZ-Informationen zufolge steht Hudson-Odoi nun sogar vor einer Vertragsverlängerung. Auch in der Causa Leroy Sané warben die Bayern sehr offensiv und sorgten damit für Unmut bei Manchester City.

Salihamidzic hielt Werner und Ziyech zu lange hin

In den Fokus gerückt wurde Salihamidzic zuletzt außerdem von Hakim Ziyech, der kürzlich seinen Vertrag bei Ajax Amsterdam verlängerte. Im Anschluss erklärte der Mittelfeldspieler, dass auch die Bayern ihr Interesse hinterlegt hätten und ein Wechsel für ihn durchaus eine Option gewesen sei. Auf die Frage des "Algemeen Dagblad", ob die Bayern hätten aktiver sein müssen, antwortete der Marokkaner: "In der Tat. Ich denke, jeder konnte sehen, was wir mit Ajax erreicht haben. Und was ich dazu beigetragen habe. Wenn dann aber nicht der Klub kommt, bei dem ich das perfekte Gefühl habe, dann eben nicht."

Ähnlich stellte sich die Situation bei Timo Werner dar. Der Nationalspieler galt seit Monaten als heißer Kandidat auf einen Wechsel zum Rekordmeister, selbst eine grundsätzliche Einigung soll bereits bestanden haben. Laut einem Bericht der "SportBild" meldeten sich die Bayern aber zuletzt einen Monat lang nicht bei Werner, der schließlich seinen Vertrag in Leipzig bis 2023 verlängerte.

Hoeneß: Salihamidzic "ein Volltreffer" für den FC Bayern

Wirkliche Diskussionen um Salihamidzic gab es beim FC Bayern aber trotz allem nicht. Grund dafür ist auch Uli Hoeneß, der als großer Fürsprecher des Sportdirektors gilt. "Hasan ist voll engagiert, wissbegierig und unglaublich fleißig, ihm ist keine Arbeit zu viel", schwärmte der Bayern-Boss über Salihamidzic, den er als "Volltreffer" für den Verein bezeichnete.

Doch mit dem sich anbahnenden Abgang des Bayern-Patrons scheint auch die Zukunft von Salihamidzic offen, sein Vertrag läuft im Sommer kommenden Jahres aus. Wie die "SportBild" berichtet, hat der Sportdirektor innerhalb des Klubs noch die Mehrheit hinter sich. Ob dies auch nach dem Abschied seines größten Fürsprechers so ist?

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