Rummenigge hält sich bedeckt Leroy Sané zum FC Bayern? So ist der aktuelle Stand

Leroy Sané genießt beim FC Bayern weiter höchste Priorität. Foto: AZ-Montage, Imago/Sportfoto Rudel, Augenklick/firo

Das Wechseltheater um Leroy Sané war das bestimmende Thema des Transfersommers beim FC Bayern. Der Nationalspieler genießt bei den Bossen weiter höchste Priorität - ein Verbleib bei Manchester City scheint derweil immer unwahrscheinlicher.

 

München - Thomas Müller war angefressen, das kommt selten vor. Nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag kam der Ex-Nationalspieler dann aber nicht umhin, Klartext zu sprechen. Eine "zuvor nie da gewesene Ineffizienz" hatte der Ur-Bayer als Grund für die völlig unnötige Niederlage gegen die Werkself ausgemacht: "Es ist hart, dass wir nach einem solchen Spiel mit null Punkten dastehen. Das hat weder mit der Leistung noch dem Einsatz zu tun, das können wir uns selbst nicht erklären."

Tatsächlich zeigten die Bayern vor allem offensiv eine ansprechende Leistung. Am Ende standen 23 Torschüsse, davon gingen drei ans Aluminium. Dass der Rekordmeister trotz bisweilen drückender Überlegenheit (73 Prozent Ballbesitz, 61 Prozent gewonnene Zweikämpfe) am Ende als Verlierer vom Platz ging, war einer altbekannten Schwäche geschuldet: Der Chancenverwertung.

FC Bayern ist abhängig von Robert Lewandowski

Abgesehen von Robert Lewandowski (wettbewerbsübergreifend 27 Tore in 21 Spielen) mangelt es den Münchnern an zuverlässigen Torjägern. Einzig Serge Gnabry hat in der laufenden Saison mehr als drei Mal getroffen, wobei der Nationalspieler alleine vier seiner neun Treffer bei dessen Vier-Tore-Gala bei den Tottenham Hotspur erzielt hat.

Die Abhängigkeit von Lewandowski, die nach den Abgängen der Vereinslegenden Arjen Robben und Franck Ribéry immer offensichtlicher wurde, sollte im Sommer durch die Verpflichtung von Leroy Sané minimiert werden. Das Wechseltheater um den Flügelstürmer von Manchester City entwickelte sich zum alles überstrahlenden Thema des bayerischen Transfersommers. Der Wechsel zerschlug sich nach dessen Kreuzbandriss allerdings schlagartig, seitdem ist es ruhig geworden um den 23-Jährigen.

Abgeschlossen haben die Bayern die Verpflichtung allerdings noch nicht - im Gegenteil: Nach AZ-Informationen ist Sané trotz dessen Verletzung weiterhin Transferziel Nummer eins an der Säbener Straße, ein Verbleib bei Manchester City wird derweil immer unwahrscheinlicher. Der Nationalspieler ist bis 2021 vertraglich an die Skyblues gebunden, die Gespräche über eine Verlängerung stocken seit Monaten gewaltig.

Bericht: Verhältnis zwischen Sané und Guardiola ist belastet

Grund dafür ist dem Vernehmen nach vor allem Pep Guardiola. Wie das Sportportal "The Athletic" berichtet, ist das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer belastet, da der Spanier in der vergangenen Saison vorzugsweise auf Sanés Konkurrenten Raheem Sterling und Bernardo Silva setzte. Eine Vertragsverlängerung sei demnach "äußerst unwahrscheinlich", solange Guardiola bei City an der Seitenlinie steht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge aus England rechnen selbst die Teamkollegen des 23-Jährigen nicht mehr mit einem Verbleib.

Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gab sich hinsichtlich der Personalie Sané zuletzt zurückhaltend, wollte das weiterhin bestehende Interesse allerdings nicht dementieren. "Ich bin lange genug im Geschäft. Wenn ich jetzt irgendwas zu dem Thema Sané sagen würde, gäbe es Unruhe und vor allem der Preis würde aus Erfahrung nicht nach unten gehen. Beides ist nicht gut", sagte er am Rande seines Besuchs beim Bayern-Fanklub Antisental.

Die Genesung des Nationalspielers verläuft derweil besser als zunächst erwartet. Wie das Portal "goal.com" zuletzt vermeldete, rechnet Manchester City Anfang Februar mit einer Rückkehr auf den Platz. Demzufolge hätten die Ärzte deutliche Fortschritte im Heilungsverlauf registriert, spätestens Mitte der Rückrunde soll Sané wieder auf dem Platz mitwirken können.

Ob im Trikot der Bayern oder von Manchester City, wird sich zeigen. Thomas Müller wäre sicher erleichtert, wenn Sané bis dahin rot tragen würde...

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