Ribery vor Startelf-Debüt gegen Stuttgart Peps Puzzle: König Franck und das BBB-Bollwerk

Pep Guardiola ließ in der Vorbereitung mit einer Dreierkette spielen Foto: imago

Franck Ribéry steht gegen den VfB Stuttgart vor seinem Comeback. Dennoch plagen Bayern-Trainer Pep Guardiola Verletzungssorgen. Sein BBB-Bollwerk steht vor der Premiere.

 

München - Am Mittwoch blieb es ruhig an der Säbener Straße. Trainer Pep Gaurdiola gab seinen Spielern frei. Nur die Rekonvaleszenten arbeiteten auf dem Trainingsgelände des FC Bayern an ihrem Comeback. Rafinha und Mitchell Weiser trainierten bereits wieder mit dem Ball, Xabi Alonso und Arjen Robben, die Sprunggelenksprobleme plagen, nutzen den freien Tag für erste Laufeinheiten.

Nach den Länderspielreisen der Nationalspieler und der trainingsintensiven Woche für die in München verbliebenen Bayern-Spieler sah es Guardiola als geeignete Maßnahme an, seinen Jungs eine Verschnaufpause zu gönnen, ehe am Donnerstag und Freitag vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart wieder Übungseinheiten anstehen. Denn mit sieben Spielen in drei Wochen erwartet den FC Bayern ein wahres Mammut-Programm. Stuttgart, Manchester City, HSV, Paderborn, Köln, Moskau, Hannover - für die Bayern geht es im Drei-Tages-Rhythmus quer durch Deutschland und Europa.

Einer, der sich darauf freut, ist Robert Lewandowski: "Als Spieler ist es immer am besten, wenn du alle drei Tage spielst", sagt der Pole. Der Stürmer kommt mit großem Selbstvertrauen von der Nationalmannschaft zurück. Gegen die EM-Quali-Neuling Gibraltar ballerte er sich mit vier Toren alle Last von den Schultern. Bei Bayern hatte er zuvor in drei Pflichtspielen nur einmal getroffen, selbst beste Möglichkeiten liegen gelassen. Jetzt heißt es: bloß nicht nachlassen. "Wir müssen weiter Gas geben", gibt Lewandowski die Maxime vor. Gegen Stuttgart will er an seine Tor-Gala anknüpfen.

Bei Guardiola ist der Starstürmer neben Keeper Manuel Neuer gesetzt. Als einer der wenigen. Denn aufgrund der zahlreichen Verletzungen und Blessuren ist die Kaderzusammenstellung, aber allen voran die Aufstellung der ersten Elf für den Spanier ein Puzzle. Die AZ erklärt, wo die Baustellen sind.

ABWEHR: Hier experimentiert Gaurdiola weiterhin viel. Eine klare Linie, ob Dreier- oder Viererkette, ist noch nicht zu erkennen. Mit Neuzugang Mehdi Benatia, der seine ersten Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert hat, bietet sich dem Coach eine neue Alternative - auch um auf seine ursprünglich angedachte Variante mit dem Dreier-Abwehrverbund zurückzugreifen. Der Marokkaner könnte gegen den VfB seine Premiere im Bayern-Dress feiern. Viel hängt auch davon ab, wie Guardiola im defensiven Mittelfeld agiert beziehungsweise agieren kann. Rückt Philipp Lahm wieder auf die Sechs, fehlt das rechte Glied im Abwehrverbund. Der Platz wäre frei für Jérôme Boateng, Guardiola könnte dann auf das BBB-Bollwerk setzen mit Boateng, Benatia und Badstuber.

ZENTRALES MITTELFELD: Kopfzerbrechen sieht Guardiola auch im Mittelfeld auf sich zukommen. Lahms Präsenz in der Zentrale könnte von immenser Bedeutung werden, wenn der zweite Last-Minute-Zugang Alonso - neben den sowieso verletzten Bastian Schweinsteiger und Thiago - ausfällt. Immerhin macht Alonsos Lauftraining Hoffnung. Aber es wird eng bis Samstag, genauso wie bei Robben. Dauerbrenner David Alaba, der ebenso als linker Außenverteidiger oder Schienenspieler in Frage kommt und "Giftzwerg" Sebastian Rode sind die Alternativen.

OFFENSIVES MITTELFELD: Eine erfreuliche Nachricht für Guardiola: Franck Ribéry ist nach seinen Patellasehnenbeschwerden endlich wieder einsatzbereit. "Ich fühle mich gut und bin fit für Samstag", sagt der Franzose und brennt auf sein Startelf-Debüt in der neuen Saison. Mit Thomas Müller, der mit zwei Toren gegen Schottland seine Frühform erneut unter Beweis stellte, Mario Götze und Xherdan Shaqiri könnte Ribéry einen wahren Offensivwirbel entfachen. Für den Edeltechniker ist jetzt eines von enormer Bedeutung: "Ich brauche Rhythmus." Für das bayerische Monster-Programm der kommenden drei Wochen.

 

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