Saftige Preise für Anti-Alkoholisches Offiziell: Wiesn-Maß kostet zwischen 10,60 und 10,95 Euro

, aktualisiert am 20.06.2017 - 17:32 Uhr
Billiger wird's nicht: Im Schnitt steigt der Maßpreis in den Zelten um 2,55 Prozent. Foto: dpa/AZ

Durchschnittlich 10,81 Euro kostet die Maß heuer auf der Wiesn. Damit steigt der Bierpreis erneut um 27 Cent. Und nicht nur das: Auch Wasser und Spezi werden teurer. Die AZ zeigt alle Preise auf einen Blick.

 

München - Auweh, da wird der Wiesn-Besuch heuer aber ganz schön ins Geld gehen: Wie jedes Jahr langen die Wiesn-Wirte auch 2017 wieder ordentlich zu. Um satte 27 Cent steigt der Maßpreis im Vergleich zum vergangenen Jahr. Im Schnitt kostet der Liter Bier nun 10,81 Euro.

Den Titel als Bierpreis-Krösus teilen sich dabei gleich mehrere Wirte: Im Schottenhamel, im Paulaner und in der Fischer-Vroni – überall kostet die Maß heuer 10,95 Euro. Am günstigsten kommt man bei den großen Zelten noch im Augustiner und in der Ochsenbraterei weg. Dort kostet die Maß jeweils 10,70 Euro. Draufgepackt haben die Wirte aber auch dort.

 

Wiesn-Chef Seppi Schmid (CSU) holte nach der öffentlichen Bekanntgabe der Preise am Dienstag deshalb zu einer kleinen Schimpftirade aus – allerdings nicht gegen die Wiesn-Wirte. Die Stadtrats-Mehrheit um Oberbürgermeister Dieter Reiter sei Schuld an der Preiserhöhung. SPD, Grüne und Co. hätten mal lieber seiner Bierpreisbremse (10,70 Euro) zugestimmt, sagte Schmid. So sei der Preisautomatismus mal wieder nicht durchbrochen worden.

Nicht nur bei der Maß dreht sich die Preisspirale. Auch bei den anderen Getränken muss man heuer tiefer in die Tasche greifen als im vergangenen Jahr: In der Fischer-Vroni ist der Liter Spezi mit 10,40 Euro fast genauso teuer wie das Bier. Im Weinzelt sollte man bei einem Preis von 11,60 Euro für den anscheinend sehr exquisiten Liter Mineralwasser zudem besser keinen so großen Durst haben.

Ganz genau kalkuliert hat man beim Wasser offenbar in der "Bratwurst" von Werner Hochreiter: Dort kostet der Liter etwas krumme 10,57 Euro. Deutlich günstiger kommt man da schon bei Hochreiters Zwillingsbruder Dieter weg. Der verlangt in seiner "Haxenbraterei" fürs Wasser vergleichsweise schmale 8,40 Euro.

Bei der SPD will man sich den Vorwurf, die Wiesn teurer gemacht zu haben, übrigens nicht gefallen lassen. Eine Bierpreisbremse hätte nur die alkoholfreien Getränke weiter verteuert, sagt Fraktionschef Alexander Reissl. Da hätten dann vor allem die Familien darunter zu leiden gehabt.

Hier die Getränkepreise für das Oktoberfest 2017 in der Übersicht:

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