Mölders, Karger, Lex TSV 1860: Zubeißen, Löwen! Die Sechzig-Stürmer im AZ-Check

Immer mit viel Einsatz: Sascha Mölders (re.) für den TSV 1860. Foto: imago/Jan Huebner

Trainer Daniel Bierofka kritisiert die Stürmer des TSV 1860: "Es hat der letzte Biss gefehlt." Die Löwen-Angreifer im AZ-Check.

 

München - Elf Siege. Elf Unentschieden. Elf Niederlagen. In 33 Drittligaspielen hat der TSV 1860 - genau: 44 Punkte geholt. Besonders freudetrunken sind die Schnapszahl-Löwen darüber aber nicht, denn: Während die Defensive zwar wie zuletzt beim 0:1 gegen Preußen Münster zumeist standhaft agiert, sind die Angreifer der Sechzger ins Taumeln geraten.

TSV 1860 verliert zweimal in Folge

"Wir wussten nicht: Sollen wir - oder sollen wir nicht?", klagte Trainer Daniel Bierofka im BR nach dem ersten Pleiten-Doppelpack der Saison und nur drei Treffern aus den letzten vier Spielen. Der 40-Jährige kritisierte die "letzte Konsequenz" der weiß-blauen Tor-Produktion: "Es hat der letzte Biss gefehlt. Wenn du in dieser Liga punkten willst, musst du den letzten Biss haben, ein Tor zu erzielen. Den haben wir momentan nicht."

Woran es mangelt? Die AZ macht den Check mit jenen Protagonisten, denen Bierofka durch die Blume sagt: beißen, Torjäger-Löwen!

Sascha Mölders (29 Spiele, 6 Tore): Ein Mentalitäts- oder Motivationsproblem hat Sechzigs Stoßstürmer Nummer eins sicherlich nicht. Der 34-jährige Oldie geht in dieser Hinsicht stets voran, aber: Er ist mittlerweile schon seit sechs Spielen ohne Erfolgserlebnis. "Wir hatten auch ein paar Gelegenheiten, machen aber das Tor nicht", erkannte er über die einmal mehr ausbaufähige Chancenverwertung. Er liegt bislang bei sechs Treffern. Bierofka weigert sich zwar, ihn (ausschließlich) an Toren zu messen, doch schaden würde es 1860 nicht, würde Mölders in den restlichen Saisonspielen seinem Kernjob nachkommen. In Halle wird’s nix: Mölders sitzt eine Gelb-Sperre ab.

Nico Karger zeigt sich spielfreudig

Prince Osei Owusu (11/2): Der Prince wird nicht zum König der Löwen aufsteigen. Dazu fehlt dem Leihspieler aus Bielefeld, der mangels finanzieller Mittel kein Sechzger bleiben wird, schlicht die Zeit. Zuletzt wie gegen Münster unglücklich: Vergab die beste 1860-Chance zum Ausgleich. Seit sieben Partien ohne Treffer. Trotzdem in Halle an vorderster Front erste Option – und größter Hoffnungsträger.

Nico Karger (29/5): Nach seinem Siegtreffer gegen Haching zwei Spiele ohne Torerfolg, aber auch drei Partien mit Adduktorenproblemen verletzungsbedingt raus. Feierte zuletzt sein Comeback und zeigte sich spielfreudig. Ob der 25-Jährige bald auch wieder jubeln darf?

Stefan Lex (31/4): Ball ins Tor? Eher Lex zurück ins Schneckenhaus, das Bierofka und Geschäftsführer Günther Gorenzel beim anfangs eingeschüchtert wirkenden Erdinger erkannt hatten. Der Ex-Bundesligaspieler ging auch zuletzt vier Spiele in Folge leer aus. Findet er seine Überzeugung wieder, gäbe es nach wie vor viel Können auszuschöpfen.

Benjamin Kindsvater ohne Durchschlagskraft

Benjamin Kindsvater (19/1): Der Karger-Ersatz war überhaupt erst ein Mal erfolgreich, ist aber auch kein gelernter Torjäger. Seine Dribblings würden dennoch helfen, die Nebenmänner vor dem Kasten in Stellung zu bringen. Zu etwas mehr kindsvaterscher Durchschlagskraft als zuletzt würde Bierofka aber nicht Nein sagen.

Markus Ziereis (8/0): Bierofka verschaffte Sechzigs Stoßstürmer-Backup mittels vier Startelf-Einsätzen als Halbstürmer eine Chance, die er ungenutzt verstreichen ließ. Zuletzt nicht einmal im Kader – und wohl nur im sehr unwahrscheinlichen Fall der Mann, der Sechzigs Biss-Blockade vor dem gegnerischen Tor löst.

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