Leader des FC Bayern Alle Augen auf Joshua: Kimmich entwickelt sich zum Bayern-Boss

, aktualisiert am 23.10.2018 - 15:51 Uhr

Vor dem Champions-League-Spiel bei AEK Athen wird einmal mehr deutlich: Joshua Kimmich hat trotz jungen Jahren bereits eine Leader-Funktion beim FC Bayern übernommen. Während andere schweigen, macht der Schwabe den Fans Mut.

 

München - Er gilt als Kämpfer und König der Social-Media-Hastags: Joshua Kimmich vom FC Bayern. Ein Spieler, der nie aufgibt, sich festbeißt, teils zur Verbissenheit neigt.

Joshua Kimmich geht voran

Welche sich in eben diesen Social-Media-Hashtags äußert. #niemalsaufgeben #figthen #erzwingen # #beißen #grenzenloserantrieb #believeimmerinyourself, stand jüngst neben einem Instagram-Post zu den Nullpunkte-Länderspielen des DFB-Teams in den Niederlanden (0:3) und in Frankreich (1:2).

Jener verunsicherten Mannschaft, die zu großen Teilen aus Spielern des FC Bayern besteht: Manuel Neuer, Thomas Müller, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Niklas Süle, Serge Gnabry, Leon Goretzka und eben Kimmich - sie tragen das Jersey des deutschen Rekordmeisters, und sie streifen sich das Trikot der deutschen Nationalmannschaft über.

Doch während andere schweigen, Etablierte (mit Ausnahme von Mats Hummels) wenig Greifbares sagen, steht der 23-jährige Kimmich mehr als nur Rede und Antwort. Er kritisiert - schonungslos, direkt, ohne Umschweife. Und zeigt damit Boss-Attitüde.

Kimmich spricht schonungslos Fehler an

Eine Rückblick: 2. Juni, Wörthersee, Klagenfurt - der junge Schwabe monierte auf Nachfrage der AZ nach dem 1:2 in Österreich ein "Einstellungsproblem" im DFB-Team: "Wenn man Ballverluste drin hat, solche Fehler macht, kann man es immer auf die Einstellung schieben."

Die Gegenwart: "Ich weiß, dass wir die Spiele gewinnen wollen, dass wir jeden Spieler gesund brauchen. Dass wir dann die Qualität haben, jeden Gegner zu schlagen, ob das nun ein kleiner oder ein großer Gegner ist", meinte der einstige Stuttgarter vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel bei AEK Athen an diesem Dienstag (18.55 Uhr, im AZ-Liveticker).

Und mit Blick auf Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund sagte er: "Es ist wichtig, dass wir unsere Spiele gewinnen. Dann schauen wir mal, wie es in zwei, drei, vier Wochen aussieht. Bis zur Winterpause wollen wir wieder oben sein."

Kimmich schon wie ein Boss

Während er dies sagte, adrett gekleidet im Anzug mit Krawatte und neuerdings Sechs-Tage-Bart, schritten ältere Kollegen eiligst über Abkürzungen an Fans und Journalisten vorbei: Müller und Hummels, Boateng sowieso (der das schon seit Wochen so macht).

Wieder bewies Kimmich Chef-Mentalität. "Dass einer in dem Alter so viel strategisches Geschick hat, ist beeindruckend. Er ist ein Anführertyp, der Struktur ins Spiel bringt. Das sehen die Älteren wie Hummels, hören dann auch zu, weil Kimmich den richtigen Ton trifft. Für mich ist Kimmich eine Riesennummer und praktisch unverzichtbar", sagte TV-Experte und Bayern-Kenner Marcel Reif zuletzt im Interview mit der AZ.

Und traute dem Youngster weitsichtig die Rolle als Deutschland-Kapitän zu. Auch für die Säbener Straße in München ist das ein realistisches Szenario. Das beweist Kimmich einmal mehr. Oder, wie es wohl Kimmich formulieren würde: #niemalsaufgeben #grenzenloserantrieb #believeimmerinyourself.

Lesen Sie hier: Bericht - FC Bayern ist an einem Weltmeister dran

Im Video: Rummenigge rüffelt Hoeneß wegen Bernat-Aussagen

 

8 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading