Hernández, Pavard, Havertz Der FC Bayern auf dem Transfermarkt: Die AZ macht den Check

Wächst immer mehr in die Chefrolle: Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Foto: imago/Jan Huebner

Am Dienstag öffnet das Transferfenster, auch beim FC Bayern könnte es Neuzugänge geben. Die AZ checkt die Namen, die zuletzt mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht wurden.

 

München - Im Sommer hat sich der FC Bayern auf dem Transfermarkt zurückgehalten und, abgesehen von Leon Goretzka, keinen neuen Spieler verpflichtet.

FC Bayern zeitweise mit Verletzungssorgen

Mit Arturo Vidal, Sebastian Rudy und Juan Bernat wurden dagegen drei Profis abgegeben. Die dünne Personaldecke sollte sich im Laufe der Hinrunde zeitweise rächen. (Lesen Sie auch: AZ-Leser einig - Er ist DER Bayern-Spieler der Hinrunde)

Im Winter können die Münchner ihre Planung vom vergangenen Sommer nun korrigieren - am Dienstag öffnet das Wintertransferfenster. Knapp ein Monat bleibt Sportdirektor Hasan Salihamidzic dann Zeit, um Verstärkungen zu finden.

Ob neben dem kanadischen Nationalspieler Alphonso Davies weitere Spieler zum Rekordmeister wechseln, ist derzeit noch unklar. "Hasan Salihamidzic und sein Scouting-Team befassen sich jetzt mit interessanten Spielern", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei Sky. Der Sportdirektor sei derzeit "on fire" und arbeite "mit Volldampf an der Zukunft des FC Bayern".

Auch in den Medien wurde zuletzt viel über mögliche Neuzugänge spekuliert. Die AZ checkt die Namen, die zuletzt mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht wurden.

Lucas Hernández (Atlético Madrid)

Am 19. Dezember meldete die spanische "Marca" den Transfer von Weltmeister Lucas Hernández bereits als fix, noch am selben Abend dementierte Karl-Heinz Rummenigge aber bei Sky: "Da ist überhaupt keine Entscheidung gefallen." Klar scheint dennoch, dass die Bayern an Hernández interessiert sind. "Er ist natürlich ein interessanter Spieler", erklärte Salihamidzic zuletzt.

Der französische Weltmeister hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel in Höhe von kolportiert 80 Millionen Euro verankert, Ablöseverhandlungen mit Atlético Madrid wären also nicht zwingend vonnöten -, insofern die Summe bezahlt wird. Miguel Angel Gil Marin, Geschäftsführer der Rojiblancos, schloss einen Wintertransfer seines Verteidigers kürzlich dennoch aus. "Der Spieler kann Atletico Madrid in dieser Wintertransferperiode nicht verlassen", erklärte Gil Marin "Spox" und "Goal".

Kategorisch ausschließen wollte er einen Wechsel allerdings nicht. "Wir haben eine gute Beziehung zum FC Bayern und werden uns im Januar mit ihnen treffen, um die Situation zu bewerten. Wenn der Spieler wechseln möchte, werden wir darüber sprechen - aber nur über einen Wechsel im Juli", erzählte Gil Marin weiter.

Die AZ-Tendenz: Daraus wird wohl erst im Sommer was!

Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Schon seit dem Frühjahr wird über einen Wechsel von Benjamin Pavard zum FC Bayern spekuliert, AZ-Informationen zufolge ist der Wechsel des französischen Weltmeisters im Sommer bereits fix. Wie Hernández hat Pavard eine Ausstiegsklausel im Vertrag, ist mit 35 Millionen Euro allerdings wesentlich günstiger als sein Landsmann.

"Nächste Saison wird Benjamin Pavard bei einem der Top-Five-Klubs in Europa spielen, das ist definitiv sicher", erzählte VfB-Sportvorstand Michael Reschke bereits Anfang September bei "Sky" und bescheinigte den Bayern seinerzeit noch "gute Karten" im Transferpoker.

Die AZ-Tendenz: Der Transfer kommt wohl - aber erst im Sommer.

Matthijs de Ligt (Ajax Amsterdam)

Insgesamt vier Mal spielte Matthijs de Ligt in der laufenden Saison bereits gegen deutsche Teams (je zwei Mal gegen den FC Bayern und die Nationalmannschaft). Jedes Mal stand er bis zum Schluss auf dem Platz, jedes Mal taten sich die deutschen Teams schwer.

Der 19-Jährige gilt als der vielleicht talentierteste Innenverteidiger der Welt, wurde zuletzt noch vor Mega-Talent Kylian Mbappé von der "L'Equipe" mit dem renommierten "Golden-Boy-Award" ausgezeichnet. Entsprechend groß ist das Interesse aus ganz Europa am Niederländer. Zahlungskräftige Konkurrenz treibt den Preis in die Höhe. Laut einem Bericht der "Sport Bild" soll Ajax Amsterdam 75 Millionen Euro fordern.

Auch dem FC Bayern wurde in den letzten Monaten immer wieder ein Interesse nachgesagt. Doch: De Ligt wird vom berühmt-berüchtigten Spielerberater Mino Raiola betreut. Laut einem Bericht der "Mundo Deportivo" will dieser seinen Schützling zu dem Klub verkaufen, der am meisten Gehalt bietet. Der FC Barcelona, der ebenfalls Interesse zeigte, soll sich bereits aus dem Wettbieten verabschiedet haben. Unwahrscheinlich, dass die Bayern ihr Gehaltsgefüge für de Ligt ins Wanken bringen werden.

Die AZ-Tendenz: Daraus wird wohl nichts - vorerst nicht.

Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Mit Bayer Leverkusen belegt Kai Havertz derzeit nur Platz neun und liegt damit weit hinter den Erwartungen zurück. Am 19-jährigen Spielmacher lag es aber nicht: Er lief wettbewerbsübergreifend 23 Mal für die Werkself auf und war dabei an 15 Treffern beteiligt (neun Tore, sechs Vorlagen). Kurzum: Havertz war in der Hinrunde einer von wenigen Lichtblicken.

Auch in der Nationalelf trumpfte der 19-Jährige auf und leitete mit einem Traumpass den Treffer des Münchners Serge Gnabry gegen Russland (3:0) ein. Bayern-Star Joshua Kimmich schwärmte im Anschluss von seinem Teamkollegen. "Ich kann ihn nicht kaufen, aber es ein Spieler, der glaube ich sehr gut zu uns passen würde", meinte Kimmich: "Er hat es überragend gemacht, für mich war er der beste Mann auf dem Platz. Er hat immer die richtige Lösung gefunden, sich nicht versteckt, auch sehr viele schwierige Bälle genommen, sich auch aus schwierigen Situationen gelöst. Er hatte dabei immer den Kopf oben. Er hat eine super Technik, eine tolle Übersicht."

Auch der FC Bayern soll Havertz schon länger auf dem Schirm haben. Der Vertrag des Spielmachers ist noch bis 2022 Euro datiert - ohne Ausstiegsklausel. Sollte die Werkself das internationale Geschäft jedoch verpassen, könnte Havertz allerdings auf einen Wechsel drängen.

Die AZ-Tendenz: Sein Transfer käme nicht überraschend - nur, wann?

Callum Hudson-Odoi (Chelsea London)

Der 18-jährige englische U-Nationalspieler ist international zwar noch ein recht unbeschriebenes Blatt, dennoch hat der FC Bayern laut der britischen "Daily Mail" ein erstes Angebot an die "Blues" von 14,4 Millionen auf 22,2 Millionen Euro erhöht. Bei der U17-WM 2017 in Indien war Hudson-Odoi ein wichtiger Faktor für den Titelgewinn der englischen Nachwuchskicker.

Nach Möglichkeit möchten die Bayern den Flügelflitzer bereits im Winter an die Isar holen, sollte sich Chelsea querstellen, könnte auch ein Transfer im Sommer in Frage kommen.

Beim FC Bayern könnte Hudson-Odoi, der sowohl auf den Flügeln, als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, die Nachfolge von Robben und Ribéry antreten.
Hudson-Odoi klebt nicht an der Linie, sondern zieht auch gerne mal von Außen in die Mitte und erinnert damit sehr stark an Arjen Robben.

Laut der britischen "Sun" soll Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamdzic schon mit den Eltern des 18-Jährigen gesprochen haben. Hudson-Odoi selbst würde seinen Londoner Ausbildungsverein gerne in Richtung München verlassen. Neben dem FC Bayern sollen aber auch die Bundesligisten Borussia Dortmund und RB Leipzig ihr Interesse an dem englischen Ausnahme-Talent bekundet haben.

Die AZ-Tendenz: Sollte sich der FC Bayern und Chelsea auf eine Ablösesumme einigen, könnte alles sehr schnell gehen.

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