FC Bayern vor Duell mit Real Madrid Hoeneß mit frechem Spruch nach Sieg gegen Hannover

Generalprobe für das Duell gegen Real Madrid gelungen: "Heute war Pause", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach dem Sieg gegen Hannover 96. (Archivbild) Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Bayern-Präsident Uli Hoeneß witzelt über das Spiel gegen Hannover – und Reals Superstar Cristiano Ronaldo sonnt sich im Liegestuhl.

 

München - Die einzige Gefahr, der sich die Bayern-Profis, vor allem die Reservisten, am Samstag in Hannover ausgesetzt sahen, kam von oben: Sonnenbrand! Die Ersatzbänke sind in der HDI-Arena der prallen Sonne ausgesetzt. Und da saß teures Personal. Auf sechs Stammspieler hatte Trainer Jupp Heynckes in der Startelf verzichtet vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (20:45 Uhr, ZDF und Sky, und im AZ-Liveticker) gegen Real Madrid.

Mats Hummels, Franck Ribéry und Joshua Kimmich kamen gar nicht zum Einsatz. Javi Martínez, Thomas Müller und Robert Lewandowski wurden eingewechselt. Etwas Spielpraxis, ein wenig Rhythmus – und ganz nebenbei sorgten die letzteren beiden Akteure für den 3:0-Erfolg. Müller, der nach der Pause Arjen Robben ablöste, erzielte seinen achten Ligatreffer, sechs davon in der Rückrunde. Was den Kapitän auszeichnet: Zum neunten Mal war er am 1:0 beteiligt – Ligatopwert!

"Insgesamt war das Spiel gut geführt von uns. Wir hatten eine Top-Mannschaft auf dem Platz. Alle, die auf dem Platz standen, haben einen guten Job gemacht – auch Spieler, die sonst nicht so viel Spielzeit bekommen. Man hat gesehen, wie viel Klasse sie haben. Ob Sebastian Rudy (Torschütze zum 3:0, d.Red.), Niklas Süle oder Sandro Wagner vorne drin sind", sagte Müller. Süle feierte ein beachtenswertes Debüt als Sechser-Notnagel im defensiven Mittelfeld, der glücklose Mittelstürmer Wagner musste nach 67 Minuten Lewandowski Platz machen. Prompt erzielte der Pole sein 28. Ligator, sein 105. Ligatreffer für Bayern. Rekordwert eines ausländischen Spielers bei einem Verein. (Hier gibt's die Stimmen zum Spiel)

FC Bayern gegen Real Madrid: Thomas Müller sieht keinen Nachteil

Die Bayern konnten sich also schonen beim lockeren Sommerkick in Hannover. Wegen des spanischen Pokalfinals (Barcelona demontierte den FC Sevilla mit 5:0) wurde die Partie von Real bei Sevilla auf den 9. Mai verschoben. Madrid hatte also Pause am Wochenende. Real-Superstar Cristiano Ronaldo (33) entspannte sich im Liegestuhl und postete das Foto bei Instagram.

Ein spielfreier Gegner als Nachteil für die Bayern? "Wir gehen ja auch mit einer Pause ins Spiel", antwortete Bayern-Präsident Uli Hoeneß und insistierte nach Spielende auf Nachfrage lächelnd: "Heute war Pause." Der kesse Spruch dürfte in Hannover nicht besonders gut ankommen. Thomas Müller drückte es anders aus. Vorteil Real? "Von Samstag bis Mittwoch ist Zeit genug", meinte er, "so haben wir mehr Rhythmus." Alles Interpretationssache.

Ob die Bayern Respekt hätten vor Tormaschine Cristiano Ronaldo, wurde Hoeneß gefragt. "Der ist eigentlich immer gut in Form, ich habe ihn noch nie schlecht gesehen." Was die Statistik belegt: Sechs Spiele macht CR7 gegen Bayern, erzielte dabei neun Tore, also eineinhalb pro Partie. (Lesen Sie dazu: Zidane-Taktik - Ronaldo soll Real zum Sieg schleichen)

Die Geschonten werden gegen Real von Beginn an auflaufen. Was das für Robben bedeutet? Stellt Heynckes Thiago und James auf, rückt Müller nach rechts. Ribéry ist auf links gesetzt. Robben dürfte gegen seinen Ex-Verein die Jokerrolle bleiben.

 

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