"Einer der besten auf der ganzen Welt" FC Bayern: Mitspieler huldigen "Innenverteidiger" David Alaba

Kein Vorbeikommen: David Alaba fängt Marco Reus ab. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der FC Bayern hat ein Innenverteidigerproblem - oder doch nicht? Wiederholt kann David Alaba als Abwehrchef im Zentrum überzeugen. Seine Kollegen sind voll des Lobes. 

 

München – "In der Innenverteidigung ist er für mich mit einer der besten Spieler auf der ganzen Welt", sagte Joshua Kimmich nach dem 4:0-Triumph des FC Bayern über Borussia Dortmund

Er sagte das nicht etwa über Lucas Hernandez, Niklas Süle oder vielleicht Jérôme Boateng. Nein, das Lob des Nationalspielers galt David Alaba, der wie schon gegen Piräus auch gegen den BVB im Abwehrzentrum ackerte, dirigierte, für Ordnung sorgte. Von der AZ gab's für diese starke Vorstellung die Note 2

Ein komplett anderer Spieler sei Alaba in der Innenverteidigung, lobte Kimmich. Das sah auch Leon Goretzka so: "Er interpretiert die Innenverteidigerposition sehr eigen. Ich finde hervorragend, wie er das macht", so der 24-Jährige, um diesen Eindruck dann auch taktisch zu erklären: "Er spricht viel mit uns, schiebt die Kette hoch, gibt uns dadurch die Möglichkeit, die Ketten eng zu halten. Er ist extrem zweikampfstark und gibt uns eine gute Stabilität, weil er nach vorne und offensiv denkt. Das macht es für die Mittelfeldspieler einfacher, weil der Raum in der Verteidigungszone kleiner wird."

Alaba in der Innenverteidigung: eine Erfindung von Pep Guardiola

Alles klar. Alaba, Abräumer und Dirigent in der Innenverteidigung, der der Mannschaft Sicherheit im Spiel nach vorne gibt. "Wenn jeder weiß, dass sein Hintermann mitzieht, wenn er nach vorne durchdeckt, hat David die Übersicht und Qualität als Innenverteidiger zu spielen - ob mit oder gegen den Ball", sagte schließlich auch Thomas Müller. 

Hansi Flick scheint mit dieser Variante eine mittelfristige Option gefunden zu haben, die Innenverteidiger-Misere des Rekordmeisters aufzufangen. Lucas Hernandez und Niklas Süle sind noch länger verletzt, Jérôme Boateng muss wegen seiner Roten Karte gegen Frankfurt auch beim nächsten Spiel in Düsseldorf (23.November, 15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) noch aussetzen. 

Streng genommen ist diese Rolle Alabas aber keine flick'sche Erfindung. Ex-Coach Pep Guardiola hatte ihn schon 2015 zum Zwecke der Variabilität bereits zum Innenverteidiger umfunktioniert. Auch er hatte damals, wie am Samstag Kimmich, konstatiert: "Er kann ohne Zweifel einer der besten Innenverteidiger der Welt werden."

 

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