Debüt von Alphonso Davies Erster Titel im neuen Jahr: FC Bayern gewinnt Telekom Cup

Erfolgreiche Titelverteidigung: Der FC Bayern München gewinnt den Telekom Cup 2019. Foto: Marius Becker/dpa

Der FC Bayern verteidigt seinen Titel beim Telekom Cup nach zwei Siegen im Elfmeterschießen. Neuzugang Alphonso Davies feiert sein Debüt.

 

Düsseldorf - Die erste kleine Mission Titelverteidigung 2019 hat der FC Bayern schon mal erfolgreich abgeschlossen. Nach dem 8:7 nach Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Fortuna Düsseldorf setzten sich die Münchner gestern beim Telekom Cup im Finale ebenfalls im Duell vom Punkt mit 4:2 gegen Borussia Mönchengladbach durch (hier den Liveticker nachlesen).

Geht es nach den Münchnern, soll in der Rückrunde, die die Bayern am Freitag mit ihrem Auswärtsspiel in Hoffenheim (20.30 Uhr/ZDF und im AZ-Liveticker) nun die große Aufholjagd folgen. Die Herbstmeisterschaft hatte sich ja Borussia Dortmund mit sechs Punkten Vorsprung gesichert. "Es gibt keinen einzigen hier, der nicht davon ausgeht oder daran glaubt, dass wir deutscher Meister werden", hatte Bayerns Niklas Süle bereits im Trainingslager in Doha angekündigt.

FC Bayern ohne Tor aus dem Spiel heraus

Der Abwehrspieler ließ auf dem Platz gleich Taten folgen und verwandelte im Halbfinale gegen Turniergastgeber Düsseldorf den entscheidenden Elfmeter. In der vorangegangenen Partie über 45 Minuten war allerdings noch nicht allzu viel von großer Aufbruchsstimmung zu spüren. "Es war ok. Aber es gibt sicherlich noch Verbesserungsbedarf", fasste Vizekapitän Thomas Müller zusammen, "leider haben wir aus unseren Chancen kein Tor gemacht." Die beste Möglichkeit vergab der auffällige Kingsley Coman, der nach Müller-Vorlage an Fortuna-Torhüter Michael Rensing scheiterte (35.).

Aber auch in der Abwehr, in der Süle mit Nachwuchsprofi Lars Lukas Mai die Innenverteidigung bildete, wirkte Bayern teilweise anfällig und erinnerte an das 3:3, das man in der Hinrunde gegen Düsseldorf trotz einer Zwei-Tore-Führung noch hatte hinnehmen müssen. Bei Hertha BSC (0:2) und gegen Borussia Mönchengladbach (0:3), das sich in deren Halbfinalduell mit 1:0 durchsetzte, hatten die Münchner sogar zwei empfindliche Liga-Niederlagen in Folge hinnehmen müssen.

Kovac: "Die Karten sind noch gemischt"

Der Telekom Cup war also durchaus zumindest eine kleine Chance zur Wiedergutmachung. "45 Minuten sind schwer einzuschätzen", sagte Bayern-Coach Niko Kovac aber und wertete das Turnier eher als "eine sehr viel bessere Trainingseinheit". Rückschlüsse auf seine mögliche Stammformation wollte Kovac, der seine Startelf bis auf Renato Sanches im Finale komplett durchwechselte, keine zulassen: "Die Karten sind noch gemischt und nicht aufgedeckt. Wir wollen den anderen noch nicht zeigen, was wir machen." Neben den angeschlagenen Franck Ribéry (Faserriss) und Arjen Robben (Oberschenkel-Probleme) konnte kurzfristig auch Javi Martínez nicht eingesetzt werden.

Telekom Cup: Davies feiert Debüt

Dafür feierte aber Winterneuzugang Alphonso Davies, der für zehn Millionen Euro von den Vancouver Whitecaps kam, im Finale sein Debüt. Das verlief abgesehen von einer guten Aktion (20.) zunächst unauffällig. In der Schlussminute hätte der 18-Jährige nach einem Foul aber einen Strafstoß bekommen müssen.

Die erste große Möglichkeit vergab allerdings Gladbachs Josip Drmic, der frei vorm Tor an Sven Ulreich scheiterte (8.). Den Bayern gelang aber auch in der zweiten Partie kein Treffer aus dem Spiel heraus, das Elfmeterschießen musste entscheiden. Dort vergab von den Bayern nur Sandro Wagner seinen Versuch. Mats Hummels verwandelte den entscheidenden Elfer dann mit einem Chip. "Wir müssen durchschlagkräftiger werden, wir haben einige Chancen liegenlassen. Daran arbeiten wir", sagte Kovac.

Das Spiel um Platz drei gewann übrigens Gastgeber Düsseldorf mit 3:1 gegen Hertha. Was all das wirklich wert ist, wird sich freilich erst ab Freitag zeigen. Die Rückrunde kann kommen.

Lesen Sie hier: Bilanz - Das sind die Gewinner und Verlierer von Doha

 

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