Airbus-Absturz in Frankreich Germanwings-Drama: Erste Opfer geborgen

Der Tag nach dem Absturz: Tiefes Trauer um die Opfer. Foto: dpa/az

+++ Laut französischen Medienberichten haben die Rettungskräfte mit der Bergung der Leichen begonnen+++ Germanwings-Katastrophe: Auswertbare Daten von Stimmrekorder gesichert +++ Zerbrochene Frontscheibe als Ursache? +++ Auch zwei Bayern unter den Opfern +++ Insgesamt 72 Deutsche +++

 

Paris/Düsseldorf - Seit den frühen Morgenstunden donnern zahlreiche Hubschrauber über das französische Alpendorf Seyne-les-Alpes. Die Rettungsteams nehmen Kurs auf den Schauplatz der Germanwings-Katastrophe rund 100 Kilometer nördwestlich von Nizza. Der Felsen, an dem am Dienstag der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter zerschellte, liegt gleich hinter Seyne-les-Alpes.

Alle 150 Menschen an Bord des Unglückflugzeugs sind beim Absturz ums Leben gekommen. Es ist einer der schwersten Unfälle in der deutschen Luftfahrtgeschichte. Unter den Opfern waren ersten Angaben zufolge 67 Deutsche.

Die Bergung der Opfer erweist sich in dem bergigen und unzugänglichen Gelände als äußerst schwierig. Am Mittwochmorgen sind die Gipfel weiß überzuckert. Es hat in der Nacht geschneit. Das dürfte die Suche zusätzlich erschweren. Am Unfallort gab es am Vorabend noch rauchende Trümmerteile. "Man muss mit äußerster Vorsicht vorgehen", sagt Polizeisprecher David Galtier.

Am Nachmittag sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an die Unfallstelle gereist. Das Flugzeugunglück "stürzt Deutschland in tiefe Trauer", sagte Merkel bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter zerschellte auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf am Dienstagvormittag in einer unwegsamen Bergregion.

Die News vom Tag nach dem Absturz von Flug 4U9525

+++ Erste Leichen von der Unglücksstelle geborgen +++

Rettungskräfte haben erste Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen geborgen. Sterbliche Überreste der getöteten Menschen an Bord der Germanwings-Maschine seien am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Digne der Deutschen Presse-Agentur. Er ließ offen, wie viele Leichen geborgen wurden. Die Suche war am Abend mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt worden und soll am Donnerstag fortgesetzt werden.

+++ Chef lässt Germanwings-Beschäftigte freinehmen +++

Die Fluggesellschaft Germanwings lässt alle ihre Beschäftigten nach dem Flugzeugabsturz nach Bedarf freinehmen. "In Düsseldorf kennt jeder jeden. Deswegen haben wir als Geschäftsführung jedem Mitarbeiter freigestellt, ob er in dieser Situation arbeiten möchte", sagte Germanwings-Vorstandschef Thomas Winkelmann den Zeitungen "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger". Die ganze Meldung lesen Sie hier.

+++ Schweigeminute für die Opfer +++

Vor dem Anpfiff des Länderspiels zwischen dem DFB-Team und Australien gab es in Kaiserslautern eine Gedenkminute für die Opfer. Die deutschen und australischen Spieler tragen zudem Trauerflor. Weltmeister Benedikt Höwedes hielt bei der Nationalhymne ein schwarzes Schild mit der Aufschrift "Haltern trauert" vor sich. Der Schalker kommt aus der Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, die viele Opfer zu beklagen hatte.

+++ Sucharbeiten an der Absturzstelle werden für die Nacht eingestellt +++

Mit Einbruch der Dunkelheit beenden die Bergungskräfte ihren Einsatz an der Unglücksstelle. Zur Sicherung sollen aber wie auch in der Nacht zuvor fünf Polizisten vor Ort bleiben. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur unter Berufung auf die französische Zeitung "Le Figaro".

Unterdessen sind 45 Austauschschüler aus Hamburg nach einer Woche aus Llinars del Vallès zurückgekehrt - dem selben Ort, wo auch die beim Germanwings-Absturz getöteten Schüler aus Haltern untergebracht waren. Nicht alle Hamburger Jugendlichen stiegen jedoch in das Germanwings-Flugzeug und entschieden sich stattdessen mit dem Zug zu fahren. Hier lesen Sie die ganze Meldung.

+++ Medienberichte: Bergung der Leichen hat begonnen +++

Wie auf der französischen Seite "Le Dauphine" berichtet wird, haben die Rettungskräfte am Abend mit der Bergung der Leichen begonnen. Die Informationen sollen von der Polizei stammen. In der Sondersendung "Brennpunkt"  der ARD berichtet ein Reporter, dass im Ort Seyne-les-Alpes Kühlwagen eingetroffen seien.

+++ "Es gab keine Explosion an Bord +++

Die Auswertung der Geräusche aus dem Cockpit des Airbus A320 dauerten länger als erwartet. Klar war zunächst nur, dass die Germanwings-Maschine nicht in der Luft explodierte. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, teilte der Direktor der französischen Untersuchungsbehörde BEA, Rémi Jouty, in Paris mit. Die BEA habe zwar auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sichergestellt, könne aber nicht die geringste Erklärung für den Absturz geben. "Wir haben auch nicht die geringste Erklärung dafür, warum dieses Flugzeug auf die Kontaktversuche der Luftraumkontrolle, wie es scheint, nicht geantwortet hat", sagte Jouty.

+++ Untersuchungsbehörde: Auswertbare Daten von Stimmrekorder gesichert +++

Die französische Untersuchungsbehörde BEA hat nach dem Germanwings-Absturz auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sicherstellen können. Es sei aber noch nicht möglich, die geringste Erklärung für den Absturz zu geben, teilte die BEA am Mittwoch in Paris mit.

+++ Zweite Black Box doch noch nicht gefunden +++

Entgegen ursprünglicher Berichte ist der zweite Flugschreiber noch nicht gefunden. Laut Hollande sei bislang nur der Behälter gefunden worden, nicht die Blackbox selbst.

+++ Hollande: "Es gab keine Überlebenden +++

In Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle findet derzeit Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Hollande und Spaniens Regierungschef Rajoy statt. Hollande sagt: "Leider war es nicht möglich, auch nur ein Opfer des Absturzes zu retten. Es gab keine Überlebenden."

+++ Wurden die Piloten ohnmächtig? +++

War eine zerrissene Frontscheibe im Cockpit der Grund für den Absturz? Darüber spekuliert die britische Zeitung "Daily Mail". Womöglich sei es in der Folge zu einem plötzlichen Druckabfall in der Kabine gekommen. Dadurch könnten die Piloten ohnmächtig geworden sein.

+++ Erste Angehörige am Absturzort +++

Die ersten Angehörigen von Opfern sind französischen Medienberichten zufolge am Absturzort angekommen. Wie etwa die Zeitung "Le Figaro" im Internet berichtet, erreichten einige Familien Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt.

+++ Traurige Gewissheit: Zwei Bayern unter den Opfern +++

Beim Absturzdrama um die Airbus-Machine der Germanwings sind auch zwei Menschen aus Bayern ums Leben gekommen. Sefan K. (38) kam aus Gauting und war auf dem Rückweg einer Geschäftsreise. Hier geht's zur Meldung .

+++ Zweite Black Box gefunden +++

Wie Airlive.net berichtet, ist die zweite Black Box gefunden worden. Das Gerät soll stark beschädigt sein. Der Speicherchip fehlt offenbar!

+++ Erste Angehörige in Digne eingetroffen +++

Die ersten Familienangehörigen sind wohl in Südfrankreich eingetroffen. Noch ist unklar, ob die Angehörigen Merkel und Hollande treffen werden, berichtet der französische TV-Sender "BFM TV"

 

+++ Merkel dankt Franzosen für "unglaubliche Freundschaft und Hilfe" +++

Angela Merkel hat nach ihrer Ankunft in der Nähe der Germanwings-Absturzstelle den französischen Helfern für deren Einsatz gedankt. "Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe. Wir sind sehr dankbar", sagte Merkel, die mit Einsatzkräften sprach und sich aus erster Hand über die schwierige Bergung von Trümmern und Opfern informierte.

+++ Angela Merkel an der Unfallstelle in Südfrankreich eingetroffen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Mittwoch in der Region des Absturzortes in Südostfrankreich eingetroffen. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident François Hollande und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wollte Merkel der Opfer der Flugzeugkatastrophe gedenken und mit Angehörigen der vermutlich 150 Toten vor allem aus Deutschland und Spanien zusammenkommen. Merkel, Hollande und Rajoy trafen sich dazu in Seyne-les-Alpes, wenige Kilometer entfernt von der Absturzstelle in dem schwer zugänglichen Gelände des Alpenmassivs.

+++ Wie lange dauert es, bis die Opfer identifiziert sind? +++

Die Opfer der Katastrophe werden nach Erwartung des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel in etwa ein bis zwei Wochen identifiziert sein. Er rechne mit einem hoch professionellen Ablauf, sagte der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Eppendorf der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Psychologische Hilfe für Angehörige +++

Erste Priorität für Germanwingssei es nun, den Angehörigen psychologische Hilfe zukommen zu lassen. Eine Familie würde in Manchester ärztlich versorgt, eine andere Familie sei auf dem Weg von Mexiko-City nach Frankfurt. "Dies ist eine Gesamtanstrengung für den gesamten Lufthansa-Konzern", sagte Winkelmann. Der Germanwings-Chef kündigte für Donnerstag zwei Sonderflüge für die Angehörigen nach Südfrankreich an. Die eine Maschine startet in Düsseldorf, die andere in Barcelona. Die meisten Opfer stammen aus Deutschland und Spanien. Mit einem dritten Flugzeug sollen die Angehörigen der Crew-Mitglieder nach Frankreich gebracht werden, so Winkelmann.

+++ Von 27 Opfern noch keine Kontaktdaten +++

Von 27 der Opfer stehen die Kontaktdaten immer noch nicht fest. Germanwings versucht mit dem Auswärtigem Amt, zu ihnen eine Verbindung herzustellen. "Bisher ist das uns nicht gelungen", sagte Geschäftsführer Thomas Winkelmann auf der Pressekonferenz.

+++ Germanwings-Chef: 72 deutsche Opfer +++

Bislang war offiziell von 67 deutschen Opfern der Airbus-Katastrophe ausgegangen worden. Am Mittag hat Germanwings-Chef Thomas Winkelmann diese Zahl nach oben korrigiert. Es seien 72 Deutsche unter den Absturzopfern, sagte Winkelmann auf einer Pressekonferenz in Köln. Außerdem waren 35 Spanier an Bord, sowie 43 Personen aus anderen Ländern, darunter je ein Opfer aus Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark und Israel. Je zwei Opfer stammen aus Australien, Argentinien, Iran, Venezuela und den USA.

+++ Die letzten Worte eines Opfers: "Barcelona ist so schön!" +++

Auf Twitter findet sich ein Post eines Mädchens, der im Moment viele zu Tränen rührt. Es ist die letzte Konversation von Laura mit ihrer Freundin Ayleen über Whats App, bevor der Airbus A320 von Germanwings an einer Felswand zerschellt. Mehr dazu lesen Sie hier

+++ Allgäuer Bergsteiger wurde Zeuge der Katastrophe +++

Ein Allgäuer Bergführer wurde Zeuge der Katastrophe in den französischen Alpen. Als der Airbus zerschellte, war er nicht weit vom Unglücksort auf einer Skitour unterwegs. Die Geschichte dazu lesen Sie hier.

+++ Schulleiter in Haltern: "Eine Tragödie, die sprachlos macht" +++

"An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war", sagte Ulrich Wessel, der Leiter des Joseph-König-Gymnasiums, am Mittwoch. Sein Mitgefühl gelte allen, die einen geliebten Menschen verloren hätten. "Das ist eine Tragödie, die macht einen sprachlos. Wir müssen lernen damit umzugehen."

Am Morgen hatte die Schule allen Mitschülern offen gestanden. Wessel berichtete von schluchzenden Mitschülern und einem tief betroffenen Lehrerkollegium. Schulministerin Sylvia Löhrmann kündigte an, dass sich die Klassen auch in den kommenden Tagen nach Stundenplan zusammenkommen. Dann sei es den Klassen aber freigestellt, den Umgang mit der Trauer zu gestalten.

+++ Auswertung des Stimmenrekorders kann Tage dauern +++

Wie die französische Staatsanwaltschaft am Mittwochmittag mitteilte, sei der beschädigte Stimmenrekorder zur Auswertung nach Paris gebracht worden. Das Gerät sei bei dem Absturz so stark beschädigt worden, dass die Auswertung noch mehrere Tage dauern könnte.

+++ Lufthansa legt weltweite Schweigeminute ein +++

Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, am Mittwoch um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Germanwings-Airbus verunglückt. Im Anschluss an die weltweite Schweigeminute will Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Firmenzentrale ein Medienstatement abgeben.

+++ Google zeigt Anteilnahme mit Trauerflor +++

Wer am Mittwoch mit der Computermaus der schwarzen Trauerschleife auf weißem Hintergrund unter dem Suchfeld nahekam, las die Worte "Zum Gedenken an die Passagiere des Flugzeugabsturzes".

+++ Welche Termine heute bezüglich der Germanwings-Katastrophe anstehen +++

  • Der ermittelnde Staatsanwalt aus Marseille, Brice Robin, will um 11 Uhr eine Pressekonferenz zum derzeitigen Ermittlungstand abgeben.
  • Ebenfalls um 11 Uhr tritt in Haltern die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann vor die Presse.
  • Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wird um 11.45 Uhr den Verkehrsausschuss des Bundestages über seine Erkenntnisse, die er sich noch am Dienstagabend an der Unfallstelle machte, informieren.
  • Ein Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an der Unglücksstelle ist für 14 Uhr angekündigt.

+++ Flugschreiber an Unfallstelle gefunden +++

Ermittler haben am Mittwochvormittag den ersten von zwei Flugschreibern der Germanwings-Maschine gefunden. Die Black Box ist allerdings beschädigt. Das Gerät sei "beschädigt, aber verwertbar", sagte Frankreichs Innenminister bei RTL. Mehr dazu lesen hier.

+++ Trauer um Opernsänger in Düsseldorf und Bayreuth +++

Offenbar befinden sich unter den Opfern gleich zwei Opernsänger. Wie die Deutsche Oper in Düsseldorf und die Bayreuther Festspiele bestätigten, kamen der Bassbariton Oleg Bryjak (54) und die deutsche Altistin Maria Radner (33) bei dem Flugzeugabsturz ums Leben. Lesen Sie dazu: Germanwings-Absturz: Deutsche Opernsängerin unter den Opfern

+++ Im westfälischen Haltern hat der Schulbetrieb wieder begonnen +++

Nach dem Flugzeugabsturz am Dienstag, bei dem eine Schülergruppe aus dem westfälischen Haltern ums Leben kam, sind am Morgen die ersten Schüler und Lehrer an dem betroffenen Gymnasium eingetroffen. Seelsorger kümmern sich vor Ort um die Betroffenenen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Crew-Mitglieder nicht flugtauglich - Flugausfälle bei Germanwings +++

Ein Sprecher der Lufthansa, Mutterkonzern der verunglückten Airline, sagte am Mittwochmorgen, dass es bei Germanwings auch heute zu Flugausfällen kommt. Der Grund: Viele Crew-Mitglieder fühlen sich nach der Katastrophe in Südfrankreich nicht flugtauglich. Die Lufthansa kündigte an, mehrere Flüge der Tochtergesellschaft zu übernehmen.

Von den Flugausfällen ist unter anderem die Verbindung Düsseldorf - Barcelona betroffen. Auf dieser Route verunglückte die Germanwings-Maschine am Dienstag.

+++ Französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung +++

Der zuständige Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, sagte dem Sender BFM TV, derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen auf die Befragung von acht Zeugen. Um wen es sich genau handelte, sagte er nicht. Bereits am Dienstag hatte die französische Luftfahrtermittlungsbehörde BEA Ermittlungen aufgenommen. Der minutenlange Sinkflug der Maschine sei „derzeit noch unerklärlich“, so Staatsanwalt Robin.

+++ Der Branchendienst Airlive zeigt detaillierte Karten und Infografiken bei Twitter +++

+++ Japaner unter den Todesopfern +++

Unter den 150 Menschen an Bord des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs waren auch zwei Japaner. Das bestätigte die Regierung in Tokio am Mittwoch, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Laut Germanwings saßen 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder in dem Airbus A320. Darunter sollen neben Deutschen und Spaniern auch Opfer aus Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien und Argentinien sein.

+++ Bergungsarbeiten an Absturzstelle in französischen Alpen fortgesetzt +++

An der Absturzstelle in den französischen Alpen sind am frühen Mittwochmorgen die Bergungsarbeiten fortgesetzt worden. Ohne Schnee, Regen oder stärkeren Wind waren die Witterungsbedingungen nach Berichten französischer Medien für die Rettungskräfte und Hubschrauber besser als zunächst befürchtet. Zentraler Ausgangspunkt in die schwer zugängliche Absturzregion ist Seyne-les-Alpes. Von dem Ort mit rund 1200 Einwohnern sollten die mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute operieren.

+++ Deutsche Schulklasse und zwei Lehrer unter den Opfern +++

Zu den Opfern zählen 16 Schüler und 2 Lehrer eines Gymnasiums im westfälischen Haltern. Sie waren auf dem Rückweg von einem Austausch bei Barcelona. In Haltern wurde das Joseph-König-Gymnasium, wo 18 der Unglücksopfer zur Schule gingen und arbeiteten, geschlossen. In der Schule wurde ein Krisenstab gebildet. Notfallseelsorger waren im Einsatz, Schüler legten Blumen nieder. Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel sprach vom "schwärzesten Tag in der Geschichte der Stadt".

Lesen Sie hier: Unglücksmaschine hatte Technik-Problem am Vortag!

+++ Germanwings-Crews weigern sich zu fliegen +++

Nach der Katastrophe traten etliche Germnawings-Besatzungen ihren Dienst nach Angaben der Muttergesellschaft Lufthansa nicht an. Eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt bestätigte zugleich, dass der abgestürzte Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe wegen eines technischen Problems repariert worden sei.

"Einige haben ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht angetreten, aber nicht aus Sorge, dass da was im Argen liegt", sagte die Lufthansa-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund für "die Weigerung etlicher Piloten", ihren Dienst aufzunehmen, ist nach Darstellung von "Spiegel online" offenbar, dass die Unglücksmaschine wegen technischer Probleme den ganzen Montag in Düsseldorf gestanden habe. Das Problem sei kein "sicherheitsrelevantes Thema, sondern ein Geräuschthema" gewesen, sagte die Lufthansa-Sprecherin.

Das Auswärtige Amt hat eine Notrufnummer für Angehörige eingerichtet, Tel. 030 5000 3000. Auch der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline geschaltet: 0800 776 6350. Die Hotline von Germwanwings ist unter 0800 1133 5577 erreichbar. Auch der Flughafen München hat eine zentrale Auskunfts- und Vermisstenstelle bei der Flughafenpolizei eingerichtet. Besorgte Angehörige können sich hier unter der Telefonnummer 0800/7766350 melden und informieren.

 

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