Wir schaffen das! Die Gründe für Köllners Optimismus

1860-Trainer Michael Köllner strahlt vor dem wegweisenden Topspiel gegen Hansa Rostock in vielen Bereichen Optimismus aus - auch in Sachen Aufstiegstraum: "Wollen unseren Weg weitergehen."
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"Ja, wir können!", lautet Köllners (M.) Abwandlung des Merkel-Slogans "Wir schaffen das!".
"Ja, wir können!", lautet Köllners (M.) Abwandlung des Merkel-Slogans "Wir schaffen das!". © imago images/Eibner

München - Sieg oder Niederlage. Aufstiegskampf? Abstiegsk(r)ampf? Im Profifußball stehen die Dinge ständig auf Messers Schneide. Viele Sechzger-Fans sehen nun schon ein entscheidendes Duell. Das Heimspiel des TSV 1860 am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Hansa Rostock, es ist eines dieser klassischen Sechs-Punkte-Spiele: Siegt Sechzig im Verfolgerduell, überholt man den Konkurrenten, hält den Anschluss ans Spitzen-Duo Dynamo Dresden und FC Ingolstadt. Vergeigt der TSV das Ding, reißt der Kontakt nach ganz oben ab.

Sechzig-Trainer Köllner zeigt sich gewohnt ruhig und gelassen

Doch einer lässt sich von einer solchen Hektik nicht anstecken: Cheftrainer Michael Köllner. Der 51-Jährige ist ein geerdeter Mensch. Mit seiner Gelassenheit und Zuversicht strahlte Köllner am Freitag wieder einmal aus: Wir schaffen das! Ein Ausspruch, der vor allen Dingen mit Kanzlerin Angela Merkel in Verbindung gebracht wird, geäußert während der Flüchtlingskrise im Winter 2015. Doch was genau will Köllner schaffen? Nun, alles eigentlich - solange man mit "Ruhe und Kontinuität" an die Dinge herangeht. "Ich hoffe nicht, dass mich Günther Gorenzel aus heiterem Himmel rausschmeißt", meint Köllner. Türkgücüs Ex-Trainer Alexander Schmidt lässt grüßen. . .

Die AZ zeigt Köllners Rostock-Rhetorik - und seinen unerschütterlichen Glauben an die Blauen. Sieger-Löwen im Spitzenspiel: Kann Sechzig die Großen schlagen? Rostock (fünf Siege in Folge) ist Dritter (38 Punkte) und Sechzigs Angstgegner (zwei Remis und drei Pleiten in fünf Drittliga-Vergleichen). "Das Thema hatten wir schon gegen Bayern und Ingolstadt: Können wir gegen solche Mannschaften gewinnen?", fragt Köllner und versichert: "Ja, wir können!"

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TSV 1860 muss gegen Hansa Rostock "maximale Leistung abliefern"

Dafür müsse 1860 "unsere maximale Leistung abliefern", während Hansa nicht unbedingt das Glück in die Karten spielen müsse. Man dürfe sich auch von Rostocks Verstärkungen nicht einschüchtern lassen: "Rhein, Schwede, Türpitz, Lauberbach - sie kennt jeder in der Branche. Man sieht schon, dass sie die Chance nutzen und hochgehen wollen."

Hinspiel-Ärger: Nachdem Stephan Salger beim glücklichen 1:1 im Hinspiel ungeahndet als Torhüter in Erscheinung getreten war, haute der Ex-Rostocker Dennis Erdmann folgenden Spruch heraus: "Überragend gehalten, alles richtig gemacht. Mir scheißegal, dass die Rostocker den Schiri belagern." Hansas John Verhoek meinte: "Die Szene ist hängengeblieben. Und die Sprüche von Erdmann. Respektlos. Auch deshalb wollen wir dort gewinnen." Köllner lässt das kalt: "Wir könnten tausend Dinge aufführen, wo wir benachteiligt wurden. Rostock wird uns als topmotivierter Gegner gegenüberstehen - aber wir werden auch topmotiviert sein."

Selbst Löwe Sascha Mölders lässt sich mit Teamspirit ersetzen

Kompensation der Unersetzlichen: "Wir hatten schon das Thema: Können wir den Ausfall von Sascha Mölders kompensieren?", fragte sich Köllner, um auf das 3:0 ohne Mölders in Magdeburg zu verweisen. "Könnten wir Marco Hiller kompensieren? Ja, durch Tom Kretzschmar", meinte Köllner, "der Gott sei Dank verlängert hat." Fazit: Mit dem vielgelobten Teamspirit und entwicklungsfähigen Löwen lässt sich jeder ersetzen. Neuzugang Keanu Staude muss sich noch gedulden und soll erst kommende Woche im Kader stehen.

Der Aufstiegstraum: "Wir wollen unseren Weg weitergehen", meint Köllner, bekanntlich in die Zweite Liga. Doch wann? "Ich kriege es schon mit, wie das Thema Aufstieg diskutiert wird. Aber das ist viel zu weit weg." Vielmehr wolle er "mantraartig" predigen: "Wir sind relativ gut unterwegs, um den Klassenerhalt eintüten zu können." Weiß-blaues Understatement also - um es am Saisonende ja vielleicht doch zu schaffen...

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