TSV 1860: Von null auf hundert zum Ligaauftakt

Der TSV 1860 startet am Samstag im Favoriten-Duell gegen Würzburg in seine vierte Drittliga-Saison. Trainer Köllner scherzt: "Es gibt da ja nur die Diskussion: Wann schafft Sechzig die 100 Punkte?"
| Matthias Eicher
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Auf sie mit Löwen-Gebrüll und Zusammengehörigkeitsgefühl: Der TSV 1860 startet gegen die Würzburger Kickers in die neue Drittliga-Saison.
Auf sie mit Löwen-Gebrüll und Zusammengehörigkeitsgefühl: Der TSV 1860 startet gegen die Würzburger Kickers in die neue Drittliga-Saison. © sampics/Augenklick

München - Auf die Plätze, Löwen. Fertig, macht euch startbereit für die neue Drittliga-Saison. Und los, raus aus den Startlöchern!

Sechzigs neuer, pfeilschneller Neuzugang Marcel Bär, dessen altbewährter Sturmpartner Sascha Mölders und der TSV 1860 starten gegen Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers in die 14. Spielzeit der Dritten Liga. Die dazugehörigen, teils neuen Daten: Samstag, 14 Uhr. Grünwalder Stadion. Elf Löwen auf dem Rasen. 20 auf der Auswechselbank, fünf potenzielle Joker. Und auf den Rängen: 3.736 Zuschauer. "Die Vorfreude ist riesig!", sagte Cheftrainer Michael Köllner vor dem Startschuss: "Fußball ist Emotion, Fußball ist Freud und Leid und ich hoffe, dass wir viel Freude hervorrufen können."

Köllner ironisch: "Der Aufstieg ist ja eh längst klar"

Vier Runden haben die Sechzger nun schon gedreht in der dritthöchsten Spielklasse und fast die ganze Liga ist sich einig: Es soll die letzte der Löwen sein. "Die Ausgangslage ist ja klar: Es gibt da ja nur die Diskussion: Wann schafft Sechzig München die 100 Punkte?", sagte Köllner am Freitag in der ersten Spieltags-Pressekonferenz 2021/22 mit einer gescheiten Prise Ironie über die zugeschusterte Favoritenrolle: "Der Aufstieg ist ja eh längst klar. Diese Diskussion haben wir zur Kenntnis genommen." Köllner selbst hält nichts davon, "den Mund zu voll zu nehmen und dann auf die Schnauze zu fallen".

Von null auf hundert Zähler? Natürlich eine Hyperbel in Richtung der hyperventilierenden Sorte der Anhängerschaft und auch an die Konkurrenz, die die Sechzger zum Aufstiegsfavoriten erkoren hat.

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Gorenzel hat "vollstes Vertrauen in die Mannschaft"

Sport-Boss Günther Gorenzel weiß, dass die Sechzger gegen den Zweitliga-Absteiger sofort auf Temperatur kommen müssen: "Entscheidend wird sein, von der ersten Minute an hundertprozentige Präsenz zu zeigen und als Team geschlossen aufzutreten", stellte der Geschäftsführer der Giesinger klar.

Gorenzel hat "vollstes Vertrauen in die Mannschaft, die noch breiter aufgestellt ist als in der letzten Saison". Dasselbe gelte für "den Trainer und sein Team, die in der Vorbereitung einen super Job gemacht" hätten. Von null auf hundert also auf dem Rasen? Kann gewiss nicht schaden, um den ersten Dreier der Saison gegen die Ex-Löwen Hendrik Bonmann und Moritz Heinrich einzufahren.

Für 5.250 Fans hätte Sechzig mehr Vorlaufzeit gebraucht

Von null auf 3.736: So geht die Rechnung auf den Rängen. Der entscheidende Unterschied zur Vorsaison, als 1860 als einziges Profiteam in Deutschland kein Pflichtspiel vor Zuschauern bestreiten durfte: Erstmals seit dem irren 4:3 am 29. Februar 2020 gegen den Chemnitzer FC dürfen wieder Fans ins Grünwalder. Die Anzahl von 3.736 Zuschauer begründete Gorenzel so, dass 1860 zur Umsetzung der erlaubten 5.250 Zuschauer mehr Vorlaufzeit gebraucht hätte. "Alle, die ins Stadion gehen, müssen eben ihre Stimmbänder schonen und für vier oder fünf rufen", meinte Köllner dazu pragmatisch.

Pressesprecher Rainer Kmeth appellierte noch daran, dass die Fans die 3G-Regeln und die Sitz-Pflicht auch in der Stehkurve beachten sollen. Am Platz entfällt die Maskenpflicht, Torjubel mit viel Gebrüll also möglich.

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Das Team, das für eine ohrenbetäubende Sechzger-Party sorgen soll, besteht neben Hiller-Ersatz Tom Kretzschmar im Tor wohl auch sonst aus jener Elf, die bei der Generalprobe gegen den 1. FC Nürnberg (2:3) aufgelaufen war. Heißt: Neu-Löwe Yannick Deichmann anstelle des verletzten Marius Willsch, Quirin Moll statt Dennis Dressel auf der Sechs.

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