TSV 1860: Die blaue To-do-Liste bis zum Re-Start

Einschwören, abtrainieren, eingliedern, verhandeln: In der kürzesten Winterpause aller Zeiten haben die Löwen und die Verantwortlichen in der Chefetage noch wichtige Punkte abzuarbeiten. Eine Übersicht.
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Michael Köllner und Winter-Löwe Merveille Biankadi (l.): Womöglich muss der Sechzig-Coach noch einen Neuzugang integrieren.
Michael Köllner und Winter-Löwe Merveille Biankadi (l.): Womöglich muss der Sechzig-Coach noch einen Neuzugang integrieren. © sampics/AK

München - Nach der kürzesten Winterpause aller Zeiten und dem Trainingsauftakt noch am 27. Dezember sind Cheftrainer Michael Köllner und seine Sechzger nach nur zwei freien Tagen über den Jahreswechsel schon wieder voll bei der Sache.

Punktekonto der Löwen soll weiter wachsen

Der TSV 1860 will es schaffen, die bisher starke Drittliga-Saison auch im Jahr 2021 zu bestätigen: Das Punktekonto (aktuell 27) will weiter wachsen, der Relegationsrang drei soll nach dem Gusto aller Löwen mindestens gehalten werden. Noch besser wäre freilich, nicht nur die vielen weiteren Aufstiegsaspiranten auf Distanz zu halten, sondern den Zweitplatzierten FC Ingolstadt (einen Punkt mehr, aber ein Spiel weniger) zu überholen.

"Wir dürfen auf ein tolles Jahr 2020 zurückblicken. Schon letztes Jahr haben wir eine gute Saison gespielt, aber es hat am Ende nicht ganz gereicht", sagte Köllner über den verpassten Aufstieg, bevor er sich in die Mini-Auszeit verabschiedete. Die AZ zeigt, was Köllner und Sportchef Günther Gorenzel auf der Aufgaben-Liste stehen haben, um bei den Blauen weiter die Zweitliga-Träume zu schüren.

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Noch 20 Spiele für die Sechzger nach der Winterpause

Einschwören auf die "Rest-Runde": Zum Auftakt am 9. Januar geht's um 14 Uhr gegen keinen Geringeren als den FC Bayern - wenngleich es sich nur um die Zweitvertretung handelt und der amtierende Drittliga-Meister derzeit schwächelt (Rang 16). Dem kleinen Derby folgen noch weitere 20 (!) Spiele.

Winterspeck abtrainieren: Fluch und Segen zugleich: Die traditionelle Kreuzfahrt muss für Torjäger Sascha Mölders wegen der Corona-Krise ausfallen. In der kurzen Pause dürften Mölders und Co. gar nicht erst so viel Winterspeck angesetzt haben - und man darf optimistisch sein, dass Köllner den Rest mit entsprechender Trainingsgestaltung auch wegbekommen wird. Vorsichtiger Optimismus besteht auch bei Stefan Lex, der wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. Er scheint seine muskulären Probleme rechtzeitig vor dem Derby überwunden zu haben.

TSV 1860: Vertragsgespräche und Neuzugänge

Neu-Löwen eingliedern: Martin Pusic weg, Merveille Biankadi da. Köllner muss nun zusehen, den 25-jährigen Leih-Stürmer von Zweitligist 1. FC Heidenheim ins Team einzubauen. Platzhirsch Mölders dürfte sich vom eigentlichen Außen-Angreifer nicht herausgefordert fühlen. Der gelernte Linksaußen gilt eher als Konkurrent von Youngster Fabian Greilinger, oder auch als Alternative zum so oft angeschlagenen Lex. Es stellt sich aber noch die Frage, ob 1860 einen echten Mittelstürmer als Mölders-Backup holt: Nach AZ-Informationen ist das eingesparte Gehalt des abgewanderten Pusic durch den Biankadi-Transfer aufgebraucht. Ob der TSV doch noch flüssig wird oder ein Corona-Schnäppchen macht?

Vertragsgespräche angehen: Mölders will bekanntlich bleiben, auch Leistungsträger Daniel Wein hat sich öffentlich eine Vertragsverlängerung gewünscht. Gorenzel mahnte zwar kürzlich an, die Verhandlungen (zwölf auslaufende Verträge) zur rechten Zeit nach der Winterpause intern aufnehmen zu wollen. Diese Zeit ist aber langsam gekommen, will 1860 aus der rekordverdächtig frühen Planungssicherheit gerade in Corona-Zeiten im Vergleich zu anderen Klubs einen Vorteil ziehen - vielleicht sogar einen ganz entscheidenden Vorteil.

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