TSV 1860: Die Achterbahn-Löwen - wie bringt Köllner seinem Team Konstanz bei?

Der TSV 1860 steht mit 17 Punkten aus bisher zehn Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz - eine starke Bilanz, doch es fehlt die Konstanz. "Das nervt mich nicht, das war von vorneherein klar", sagt Köllner.
| Matthias Eicher
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Trainer des TSV 1860: Michael Köllner
Trainer des TSV 1860: Michael Köllner © sampics/Augenklick

München - Verfolgt der Löwen-Fan die Auftritte seiner Löwen in der 3. Liga, ist derzeit nur eines klar: Woche für Woche ergibt sich in der Regel eine höchst unterschiedliche Gefühlslage - vom himmelhohen Sieger-Jauchzer bis zum betrübten Giesinger Grant.

Der bärenstarke Saisonauftakt des TSV 1860 mit dem 3:1 beim SV Meppen, dem 1:1 gegen Magdeburg dem 2:1 in Zwickau und dem 4:1 gegen den Aufsteiger VfB Lübeck hievte den TSV um Cheftrainer Michael Köllner an die Tabellenspitze. Sechzig schon spitze? Köllner, in der vergangenen Spielzeit mit 14 Spielen in Serie ungeschlagen, schien trotz des größeren Umbruchs im Sommer seine nächste Serie zu spinnen.

Bei den Löwen geht es auf und ab

Was folgte, war ein einziges Auf und Ab der Ergebnisse wie Emotionen. Dem mageren 1:1 bei Hansa Rostock folgte die Premieren-Pleite gegen Saarbrücken (1:2). Zum Haare raufen. Mit dem 2:0-Derby-Dreier gegen Unterhaching gelang die Wiedergutmachung, bevor die Löwen dahoam mit 0:2 dem MSV Duisburg unterlagen.

Danach sollten die Blauen beim 6:1-Schützenfest gegen den Halleschen FC jubeln - bevor es bei Dynamo Dresden eine 1:2-Pleite setzte. Der Saisonverlauf der Sechzger ist nun nicht gerade geprägt von Konstanz. Im Gegenteil: Die Löwen fahren Achterbahn.

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"Letzte Woche haben wir uns über einen Sieg gefreut, aber jetzt ärgern wir uns auf jeden Fall nicht darüber", verteidigte Köllner die bisher nahezu wöchentlich umgekehrte Löwen-Welt mit Verweis auf den Umbruch. "Diese Inkonstanz nervt mich nicht, denn es war von vorneherein klar: Wir sind mit einer jungen Mannschaft in die Saison gegangen."

Michael Köllner: "Wir müssen dranbleiben"

Unter dem Strich rangiert Sechzig mit 17 Punkten nach wie vor auf Rang zwei, was vor Saisonbeginn nicht zu erwarten war. Vielmehr hätten selbst hartgesottene 1860-Anhänger eher den Abstiegskampf gefürchtet. Nun könne man mit dem Saisonstart nach zehn Spielen, in denen sich eine erste Tendenz verfestigt, "zufrieden" sein: "Wir müssen dranbleiben, damit wir stabil sind und eine gute Balance haben."

Sollte das gelingen, darf 1860 (weiter) träumen. Der Punkteschnitt (1,7) könnte, hochgerechnet auf die Saison, für einen Aufstiegsplatz reichen. Spielgestalter Richard Neudecker mahnte aber an, "konstanter werden" zu müssen. Selbst beim 6:1 gegen Halle müsse man sich bei Viererpacker Dennis Dressel bedanken.

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Was Neudecker über die passive erste Halle-Hälfte anmerkte, kehrte Köllner mit Blick auf das Dresden-Spiel um: "Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir eine Riesen-Chance durch Sascha Mölders. Wenn wir hier 2:1 in Führung gehen, kann dieses Spiel einen ganz anderen Verlauf für uns nehmen."

Auf 1860 kommt ein straffes Programm zu

Soll heißen: Jedes Spiel ist so eng, dass Nuancen den Ausschlag geben können, in welche Richtung es kippt. Die Konstanz wird nun gleich dreifach auf die Probe gestellt. "Es wird jetzt immer wieder das Gleiche sein: Wir müssen schauen, eine gute Trainingswoche hinzubekommen, um gegen eine sehr gute, defensiv starke Mannschaft wie Uerdingen zu Punkten zu kommen", so Köllner vor dem Samstagsspiel gegen den KFC. Danach stehen das Dienstags-Duell gegen Verl (19 Uhr) und das Samstags-Derby gegen Türkgücü (14 Uhr) an. Besser mit Erfolgen denn einer Fortsetzung der Achterbahnfahrt, damit die Sechzger-Fans nicht irgendwann einen Herzkasperl kriegen.

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