Köllner frohlockt: "Haben den blauen Spielfaden nicht verloren"

Der TSV 1860 hat sich durch das 4:1-Schützenfest gegen Aufsteiger VfB Lübeck die Tabellenspitze der Dritten Liga gesichert. Trainer Michael Köllner hat einen Knackpunkt für den Premierensieg im eigenen Wohnzimmer ausgemacht.
| Matthias Eicher
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Michael Köllner - hier mit Junglöwe Fabian Greilinger - zeigte sich mit dem Auftritt seiner Löwen gegen Lübeck zufrieden.
Michael Köllner - hier mit Junglöwe Fabian Greilinger - zeigte sich mit dem Auftritt seiner Löwen gegen Lübeck zufrieden. © sampics/Augenklick

München - Es passte irgendwie zur allgemeinen Stimmungslage rund um das zweite Heimspiel der Löwen an einem nasskalten Samstag, das eigentlich hätte vor Fans stattfinden sollen: Nach der Entscheidung, dass aufgrund erhöhter Corona-Zahlen nun doch keine Anhänger ins Grünwalder Stadion durften, lagen die Sechzger nach wenigen Minuten auch noch zurück: Ausgerechnet Patrick Hobsch, Sohn von Ex-1860-Torjäger Bernd Hobsch, schoss Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck in Führung (7.). Sollte es ein bitterer Rückschlag werden?

Auch ohne Fans: Löwen zeigen Kampfgeist

Ganz und gar nicht, denn die Giesinger rafften sich auch ohne eigene Anhängerschaft im Grünwalder auf - und wie: Sie schossen Lübeck durch die Treffer von Marius Willsch (29.), Sascha Mölders (36.), Richard Neudecker (62.) und Stefan Lex (66.) aus dem Stadion.

"Wir sind sehr zufrieden, dass es bei unserem zweiten Anlauf mit einem Heimsieg geklappt hat. Wir sind auch sehr zufrieden, wie wir grundsätzlich 90 Minuten die Kontrolle über das Spiel hatten", sagte ein gut gelaunter Cheftrainer Michael Köllner nach Schlusspfiff, gestand aber ein: "Wir haben aber schon in den ersten Minuten erkennen müssen, dass Lübeck eine gute Mannschaft ist. Wir mussten uns erst einmal auf sie einstellen, sie haben uns gleich erwischt." Entscheidend für den ersten Heimdreier der laufenden Spielzeit sei gewesen, dass Köllners Elf den frühen Schock schnell wieder abschütteln konnte.

Wie gegen Magdeburg: 1860 mit Startschwierigkeiten

"Zum Glück haben wir es aber gut hinbekommen, unser Spiel ist immer druckvoller geworden. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Magdeburg haben wir mehr Räume gefunden und uns mit Toren belohnt." 1860 habe wie gegen den FCM (1:1) "am Anfang Schwierigkeiten" gehabt und es sei "auch normal, dass du Chancen zulässt". Dennoch wolle der Oberpfälzer nach einem letztendlich so deutlichen Erfolg "nicht der Kritiker unter den Kritikern sein", denn: "Wir haben nach dem Rückstand unseren blauen Spielfaden nicht verloren - das war das Wichtigste."

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Mit zehn Punkten aus vier Spielen sind die Blauen nach der Absage des Duells des MSV Duisburg gegen den Tabellen-Zweiten 1. FC Saarbrücken (sieben Punkte) und der restlichen Ergebnisse nicht mehr vom Drittliga-Thron zu verdrängen - zumindest nicht am vierten Spieltag. Ob es sich auch wie ein blauer Faden durch die Saison zieht, dass die Sechzger von der Tabellenspitze grüßen?

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