Ex-Trainer Bierofka zu Innsbruck-Chaos: "Bin von 1860 München schon einiges gewohnt, aber..."

Daniel Bierofka bekommt es auch bei seinem Verein Wacker Innsbruck mit Machtkämpfen zu tun. Für den ehemaligen Trainer des TSV 1860 ist eine "neue Eskalationsstufe" erreicht.
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Seit Sommer 2020 Trainer bei Wacker Innsbruck: Daniel Bierofka.
Seit Sommer 2020 Trainer bei Wacker Innsbruck: Daniel Bierofka. © IMAGO / Eibner Europa

München – Es mag einfach keine Ruhe einkehren bei den Vereinen von Daniel Bierofka! Im November 2019 legte der gebürtige Münchner zermürbt von Machtkämpfen unter Tränen sein Amt als Trainer des TSV 1860 nieder. 

Daniel Bierofka tritt im November 2019 als Trainer des TSV 1860 zurück.
Daniel Bierofka tritt im November 2019 als Trainer des TSV 1860 zurück. © sampics

Bierofka: "Neue Eskalationsstufe" erreicht

Beim österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck, die der Ex-Löwe seit Sommer 2020 trainiert, sollte alles anders werden. Der Plan: Mit Bierofka zurück ins Fußballoberhaus. Neben dem sportlichen Scheitern als Tabellenvierter in Bierofkas Debütsaison ist eine regelrechte Schlammschlacht zwischen dem Verein und dem Investor Matthias Siems ausgebrochen.

 "Ich bin von 1860 in München schon einiges gewohnt, aber das jetzt in Innsbruck ist auch für mich eine neue Eskalationsstufe. Vor allem, dass die Gehälter erst mit Verspätung eintrudeln, lässt sämtliche Alarmglocken schrillen", äußerte sich Bierofka jetzt in den "Tiroler Nachrichten". Laut Vereinsangaben schulde der Investor den Innsbruckern einen hohen sechsstelligen Betrag.

Wacker Innsbruck setzt Geschäftsführung um Aogo ab

Die drei vom Investor gewünschten Geschäftsführer Jens Duve, Dennis Duve und Dennis Aogo prangerten hingegen zuletzt "finanzielle Ungereimtheiten" im fünfstelligen Bereich an.  Der österreichische Zweitligist zog vergangenes Wochenende bereits die Konsequenzen und berief das Geschäftsführer-Trio um den ehemaligen Bundesliga-Spieler Aogo ab.

Aogo soll unter anderem während der entscheidenden Saisonphase mit Ex-HSV-Coach Thorsten Fink verhandelt haben – Bierofka stieß diese Aktion sauer auf: "Wenn man mit mir nicht einverstanden ist, soll man mir das offen und ehrlich ins Gesicht sagen. Damit hab’ ich kein Problem. Aber linke Touren hintenherum mag ich überhaupt nicht."

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Bierofka bleibt vorerst bei Innsbruck

Wie es in Zukunft beim österreichischen Traditionsverein weiter geht ist noch unklar. "Man wird sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Eine Zusammenarbeit zwischen Investor und Vorstand ist nach den Vorkommnissen der letzten Zeit wohl nicht mehr möglich", sagte der ehemalige Löwen-Trainer.

Eines ist allerdings klar, die Reißleine zieht Bierofka dieses Mal (noch) nicht: "Ich bin bereit und will ab 16. Juni mit der Mannschaft voll loslegen", erklärte der 42-jährige Münchner – Unruhen gehören ja schließlich auch irgendwie zu Bierofkas Trainerstationen dazu.

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