Erst Sechzig, dann Bayern: Münchner Double für Viktoria Köln

Die Viktoria empfängt erst 1860 in der Dritten Liga und dann den FC Bayern im DFB-Pokal. "Wir wollen die Löwen mit dem Ball quälen", sagt Kölns Handle. Erst danach darf an das große Spiel gedacht werden.
| Victoria Kunzmann
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Souveräner Tabellenführer: Die Löwen mit Lakenmacher, Deichmann und Boyamba (v.l.) müssen jetzt bei Viktoria Köln ran.
Souveräner Tabellenführer: Die Löwen mit Lakenmacher, Deichmann und Boyamba (v.l.) müssen jetzt bei Viktoria Köln ran. © sampics

München - Fast hätten sie eine Fahrgemeinschaft bilden können, die beiden Münchner Klubs, auf ihrer Reise in die Rheinmetropole. Zuerst spielt 1860 am Samstag im Sportpark Höhenberg (14 Uhr/BR, Magenta Sport und im AZ-Liveticker), nur vier Tage später ist es der FC Bayern (20.45 Uhr ARD, Magenta Sport). Viktoria Köln hat (spitzenmäßige) Münchner Tage vor sich. Zuerst der Spitzenreiter im Drittliga-Duell, dann der Branchenprimus im DFB-Pokal.

Köln wird extra motiviert sein, Sechzig zu schlagen

Für Löwen-Trainer Michael Köllner ist es "kurios" und "ein großer Zufall, dass Viktoria Köln gegen beide Münchner Klubs spielt". Auch wenn er sagt, dass die Konstellation für ihn "belanglos" sei, muss er zugeben: Köln wird extra motiviert sein, Sechzig zu schlagen.

Der TSV 1860 München steht auf Platz eins der Tabelle

Mit fünf Siegen aus fünf Spielen grüßen die Giesinger von der Tabellenspitze. Bei einem weiteren Sieg hätten sie den Drittliga-Rekord eingestellt. "Das haben sie sich auch verdient", gibt Viktoria-Trainer Olaf Janßen unumwunden zu. Der 55-Jährige war übrigens in der Saison 2003/2004 Co-Trainer bei den Löwen - unter seinem ehemaligen Mannschaftskollegen vom 1. FC Köln, Falko Götz. Er verfolgt Sechzig genau und schwärmt von der Arbeit seines Kollegen: Die Spieler seien "flexibel in der Verteidigung und im Ballbesitz", sagt er. Und: "Die Mannschaft ist in der Breite sehr gut aufgestellt."

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Das ist sie: Trotz vierer Ausfälle - Marcel Bär, Sami Belkahia, Philipp Steinhart und der rot- gesperrte Tim Rieder - hat Köllner keine personelle Not. Im Gegenteil. Die Einwechselspieler, wie zuletzt Joseph Boyamba, können den Unterschied machen. Die Domstädter wollen sich davon aber nicht beeindrucken lassen. "Unser Ziel ist es, dass wir die Ersten sein wollen, die den Löwen drei Punkte abverlangen", sagte Mittelfeldspieler Simon Handle im Gespräch mit der AZ.

Simon Handle erwartet hart umkämpftes Spiel

Der 29-Jährige lässt dabei keine Heimatgefühle aufkommen. Geboren und aufgewachsen in der Nähe von Traunstein, ist seine ganze Familie Löwen-Fan. Als kleines Kind ist er mit seinen Großeltern ins Olympiastadion gegangen, auch die Spiele im Grünwalder Stadion seien "immer besonders". "Trotzdem ist es jetzt ein Spiel wie jedes andere auch." Und damit es auch genauso "hart umkämpft" wie jedes andere Spiel in der Dritten Liga.

Köllner sieht eine Mannschaft mit einer "guten Spielstruktur" auf seine Löwen zukommen. Viktorias Handle macht den Ballbesitzfußball zum besonderen Markenzeichen seines Teams. "Wir wollen die Löwen mit dem Ball quälen."

Spiel gegen den FC Bayern München ist ausverkauft

Klares Kommando aus Köln. Erst die Qual, dann das Vergnügen - oder umgekehrt? An das Spiel gegen den FC Bayern wagt bei der Viktoria noch niemand zu denken. Voller Fokus auf den Tabellenführer, sagt Handle. Auch sein Trainer hat keine Bedenken, dass einer der Spieler schon im Kopf woanders ist. An den nächsten großen Abend, an das Saisonhighlight. "Ganz Deutschland denkt an dieses Spiel", sagt Janßen dann aber doch schon am Freitag.

Das Spiel gegen den FC Bayern in der ersten DFB-Pokalrunde ist ausverkauft - und eine ganz andere Nummer als das Duell gegen 1860. Den größeren Stellenwert soll es aber nicht haben.

"Das täglich Brot ist die Liga, deshalb liegt unser Fokus auf dem Spiel gegen die Löwen", sagte Handle. Erst danach darf über die Bayern gesprochen werden. Am liebsten mit einem Sieg gegen Sechzig im Rücken - und einer gestoppten Siegesserie. Köllner geht gelassen in das erste Münchner Duell der Rheinländer. "Man hat das Gefühl, es muss viel passieren, damit wir aus dem Gleichgewicht kommen." Ein Aufbaugegner vor dem Bayern-Spiel will Sechzig gewiss nicht sein...

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