Die Meppen-Mahnung: 1860-Trainer Köllner fordert vollen Fokus auf die Liga

Aufstieg, Favoritenrolle, Nebenjob, Olympiastadion? Trainer Köllner fordert vor dem nächsten Heimspiel seiner Löwen vollen Fokus statt Ablenkung. "Wir müssen das aus dem Schädel bringen."
| Matthias Eicher
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Ein Team, ein Weg, ein Fokus: Der TSV 1860 darf sich nicht (mehr) aus der Spur bringen lassen, warnen Köllner und Gorenzel.
Ein Team, ein Weg, ein Fokus: Der TSV 1860 darf sich nicht (mehr) aus der Spur bringen lassen, warnen Köllner und Gorenzel. © sampics / Stefan Matzke

München - Man kennt ihn meistens gut gelaunt, witzig, konstruktiv. Bei manchen Themen rollt aber auch Michael Köllner mit den Augen.

"Jetzt musst du aufpassen, dass du nicht ständig an diesen Pokalkracher denkst und damit meine ich nicht Burghausen", meinte der Löwen-Trainer am Freitag. Dabei heißt der Gegner weder Schalke 04 noch Wacker Burghausen. Er heißt Meppen.

Der TSV 1860 trifft am Samstag nicht auf Toto-Pokal-Achtelfinalgegner Burghausen (Mittwoch, 18.30 Uhr) und auch nicht auf den königsblauen Kontrahenten im großen Pokal-Bruder, der zweiten Runde des DFB-Pokals (26. Oktober, selbe Uhrzeit). Es geht am Samstag, um 14 Uhr, im Grünwalder Stadion im Drittliga-Alltag gegen den SV Meppen (live bei Magenta Sport und im AZ-Liveticker).

Köllner gibt zu: Es war schwierig, den Fokus zu behalten

"Wir müssen die Aufmerksamkeit auf die nächsten Spiele lenken, die nächsten schweren Partien. Der Fokus ist ganz entscheidend", warnt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel nach zuletzt zu viel weiß-blauer Ablenkung und vor dem Duell der Löwen mit der grauen Meppen-Maus. Köllner, Gorenzel und die Meppen-Mahnung.

Coach Köllner stößt in dasselbe Horn und zählt auf, was den Tunnenblick des TSV in den vergangenen Wochen verhindert hat. "Man kann sich an diesen Worten von Günther orientieren: Es war schwierig, den Fokus zu behalten. Wir hatten viele Themen: Wir mussten die Enttäuschung aus den Köpfen bringen", beginnt Köllner und ergänzt über die Nichtaufstiegstrauer: "Wir müssen aus den Schädeln bringen, ob wir 75 Punkte geholt und hundert Tore geschossen haben."

Der Richtigkeit halber sei ergänzt: Köllner hat die 66 Punkte (bekanntlich Rang vier) und 76 Tore (bekanntlich Liga-Bestwert) überzeichnet, um seiner Mannschaft wie der Öffentlichkeit zu demonstrieren: Schluss damit! Das ist Vergangenheit!

Mahnung von Köllner und Gorenzel: Voller Fokus auf den Fußball

Die nächsten, unguten Themen seien die Bürde der Favoritenrolle und der schwere Saisonauftakt gewesen. "Alle haben gesagt: Leck mich am Arsch, was für ein Hammer-Auftaktprogramm", sagte Köllner derb, um seine Mahnung in Form einer rhetorischen Frage hinterher zu schieben: "Und jetzt sollen sechs leichte Spiele kommen?"

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Weit gefehlt, vielmehr müsse man endlich mit vollem Fokus zu Werke gehen. Was die AZ in diesem Kontext ebenfalls erfuhr: Köllner und Gorenzel sollen die Akteure angemahnt haben, sämtliche Ablenkungen neben ihrem Kernjob in den Hintergrund zu stellen.

Kontrahent Meppen zeigt sich aktuell ganz gut in Form und rangiert einen Punkt und damit zwei Tabellenplätze vor 1860 (Neunter mit zehn Zählern). "Sie wären in der letzten Saison ja schon weg gewesen", erinnert Köllner an den Abstieg des SVM, der nur durch den Lizenzentzug des KFC Uerdingen noch revidiert werden konnte.

Quirin Moll vor Rückkehr in den Kader

Dementsprechend befreit agiert Sechzigs Samstagsgegner, der mit Kapitän Luka Tankulic nun doch noch einen Ausnahmekönner, der im Abstiegsfall bei Türkgücü München gelandet wäre, in seinen eigenen Reihen hat.

Was das Personal der Giesinger anbelangt, stehe Quirin Moll nach überstandener Wadenverletzung wieder im Kader. "Die letzten Verletzten kehren jetzt zurück", sagte Trainer Köllner über die bevorstehenden Comebacks von Semi Belkahia und Daniel Wein (wohl im Pokal gegen Burghausen). Und dann wäre da noch Stefan Lex und seine Seuche am Fuß. Köllner dazu: "Er braucht einfach mal ein dreckiges, blödes Tor."

Auch hierbei dürfte er helfen, dieser Fokus...

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