Comeback-Hattrick: So groß sind die Startelf-Chancen der Rückkehrer des TSV 1860

Die Leistungsträger Semi Belkahia, Quirin Moll und Daniel Wein sind ins Teamtraining zurückgekehrt. Trainer Köllner stellt baldige Einsätze in Aussicht, doch die Konkurrenz schläft nicht: Wie groß sind die Startelf-Chancen?
| Matthias Eicher
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Trainer des TSV 1860: Michael Köllner.
Trainer des TSV 1860: Michael Köllner. © IMAGO / MIS

München – Schwupp, schon ist der Deadline Day auf dem Transfermarkt wieder vorbei. Vorher schon klar: Der TSV 1860 wird sich aufgrund von finanziellen Zwängen, aber auch wegen des Glaubens an die eigene Truppe nicht mehr auf der "Resterampe" bedienen.

Und doch standen Anfang September plötzlich drei neue Gesichter auf dem Rasen: drei alte, neue Gesichter.

Mit Innenverteidiger Semi Belkahia, Abräumer Quirin Moll und Defensiv-Allrounder Daniel Wein sind drei Profis des TSV 1860 ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. "Unsere Löwen gehen mit großer Energie in die bevorstehende Aufgabe gegen Meppen", textete Investor Hasan Ismaik, beziehungsweise dessen mittlerweile stets konstruktive PR-Agentur in den Sozialen Medien.

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1860 hat endlich wieder einen größeren Kader zur Verfügung

Mit großer Energie, und endlich wieder mit einem größeren Kader: Trotz Sechzigs Neuverpflichtungen von Marcel Bär, Yannick Deichmann und Kevin Goden und der damit einhergehenden Verstärkung in der Spitze wie in der Breite wurde das Team von Trainer Michael Köllner schon gegen Ende der Vorsaison, aber auch noch in den vergangenen Wochen von Verletzungen geplagt. Damit soll nun Schluss sein: Die Herren Belkahia, Moll und Wein sind wieder fit - Sechzigs Comeback-Hattrick! 

Die AZ zeigt, wie weit die Spieler schon sind und wo sie ihren Platz finden könnten.

Semi Belkahia: Der junge Abwehrspieler (22) hat sich vergangene Saison in der Viererkette festgespielt, auch weil Ex-Löwe Dennis Erdmann nur selten überzeugen und sich Youngster Niklas Lang zu Saisonbeginn eine Verletzung zugezogen hatte. Belkahia überzeugte mit Zweikampf- und Kopfballstärke, seiner Physis, seiner Spieleröffnung. Nun war es Lang, der von der Zwangspause des womöglich baldigen tunesischen Nationalspielers profitierte (Kapseleinriss). Ist Belkahia wieder fit, dürfte er über kurz oder lang wieder den Weg in Sechzigs Startelf finden.

Verletzte sich im Zweikampf mit Würzburgs Maximilian Breunig: Semi Belkahia.
Verletzte sich im Zweikampf mit Würzburgs Maximilian Breunig: Semi Belkahia. © imago/actionpictures

Moll wird sich vorerst hinter Dressel anstellen müssen

Quirin Moll: Der fitteste Löwe, was seine Muckis anbelangt. Auf dem Rasen ein absoluter Führungsspieler, der aber eine gute Fitness benötigt, um sein kampfbetontes Spiel auf den Platz bringen zu können. "Bei Quirin Moll verliert die Wade an Spannung und ist nicht mehr so aufgeschwollen. Er wird gegen Meppen wieder im Kader stehen", bestätigte Michael Köllner am Freitag auf der Pressekonferenz.

Dürfte sich allerdings gegen den SV Meppen (Samstag, 14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) noch hinter Dennis Dressel anstellen müssen. Ist Moll wieder bei 100 Prozent, kann der Junglöwe eine Position nach vorne auf die Acht rücken.

"Heimspiele mit Zuschauern - das ist der Grund, warum ich Fußball spiele": Mittelfeld-Chef Quirin Moll freut sich übers Fan-Comeback.
"Heimspiele mit Zuschauern - das ist der Grund, warum ich Fußball spiele": Mittelfeld-Chef Quirin Moll freut sich übers Fan-Comeback. © imago images/kolbert-press

Daniel Wein: Willkommen zurück, Herr Wein: Gerade der vielseitige Defensiv-Spezialist hatte aufgrund seiner langwierigen Achillessehnen-Verletzung mehrere Monate lang passen müssen.  "Solche Spiele wie Burghausen bieten sich natürlich an, um Spielern wie Semi Belkahia und Daniel Wein Spielpraxis zu verschaffen", meinte Köllner am Freitag über das Achtelfinale im Toto-Pokal bei Wacker Burghausen (Mittwoch, 19 Uhr). Die große Frage: Wo kann Wein Fuß fassen? Seit seinem letzten Einsatz hat sich auf allen Positionen, die "Vino" bekleiden kann, viel getan: In der Innenverteidigung duellieren sich wie beschrieben Belkahia und Lang um den Platz neben Routinier Stephan Salger, auf der Sechs Moll und Dressel.

Bald wieder an Bord: Daniel Wein, hier beim Löwen-Training Anfang August.
Bald wieder an Bord: Daniel Wein, hier beim Löwen-Training Anfang August. © imago images/Fotostand/Wagner

Auf der Rechtsverteidiger-Position gab zuletzt hauptsächlich Neulöwe Deichmann, aber auch die zweite Neuverpflichtung Goden den Ersatz für Dauerbrenner Marius Willsch. Dieser ist und bleibt der letzte Lazarett-Löwe: Nach seiner Schambeinentzündung ist der Leistungsträger immerhin wieder ins Lauftraining eingestiegen. Könnte also eng werden in Sechzigs Startformation - und das, obwohl der TSV gar nicht mehr auf dem Transfermarkt zugeschlagen hat.

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