Die Löwen planen die perfekte Neun-Punkte-Woche

Nach den beiden Erfolgen gegen Mannheim und in Kaiserslautern peilt der TSV 1860 gegen Wiesbaden den nächsten Dreier an. "Wir wollen diese Englische Woche mit einem Sieg toppen", sagt Coach Köllner.
| Matthias Eicher
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Wollen den dritten Sieg in sechs Tagen: die Profis des TSV 1860 um Topstürmer Sascha Mölders (r.).
Wollen den dritten Sieg in sechs Tagen: die Profis des TSV 1860 um Topstürmer Sascha Mölders (r.). © imago/MIS

München - Die Endspurt-Qualitäten des TSV 1860 sind gar nicht mal so schlecht, je näher der Jahreswechsel rückt: 5:0 gegen Waldhof Mannheim, 3:0 beim 1. FC Kaiserslautern - souveräner als die beiden zu-Null-Siege geht es kaum.

Oder, wie es Trainer Michael Köllner sagte: zwei "reife Leistungen". Fragt sich nur: Was haben die Löwen in ihrem Jahresfinale 2020 parat?

"Drei Spiele in sechs Tagen sind sehr herausfordernd. Aber wir wollen diese Englische Woche mit einem Sieg toppen", sagte Köllner gestern während der letzten Pressekonferenz des Jahres. Am Freitagabend steigt es, das letzte Duell vor der (Mini-)Winterpause: Der TSV 1860 empfängt Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden (Magenta TV und im Liveticker der AZ). 19 Uhr, Grünwalder Stadion, Flutlicht-Atmosphäre. Einmal noch alles raushauen vor dem wohlverdienten Weihnachtsfest.

Partie gegen SVWW wird zum Spitzenspiel

Blickt man auf die Tabelle, ist das Aufeinandertreffen ein echtes Spitzenspiel: Der Dritte aus Giesing (26 Punkte) empfängt den Fünften (einen Zähler weniger). Köllner warnte daher vor einem Gegner, der besser drauf ist als Mannheim und Lautern.

"Da liegt die Crux: Wehen ist Zweitliga-Absteiger, die haben eine sehr gute Mannschaft und einen riesen Lauf." Der SVWW sei eine "extrem starke Umschaltmannschaft, vielleicht sogar die stärkste der Liga". Umso schwerer wird zu erreichen sein, was alle Löwen herbeisehnen: Sechzigs perfekte Woche.

Köllner: Kein "Scheiß-Jahr", wenn wir verlieren

Die Bewertung der Hinserie dürfte bei 1860 jedoch nicht davon abhängen, ob der TSV alle Neune in sechs Tagen holt. Man könne - laut Köllner - nicht sagen: "Wenn wir gewinnen, haben wir ein gutes Jahr gehabt, und wenn wir verlieren, war es ein Scheiß-Jahr." Nicht mithelfen kann weiter Stephan Salger (Schlag auf die Wade), zudem ist ein zweiter namhafter Spieler auf der Verletzten-Liste hinzugekommen: Stefan Lex.

"Er musste ja schon in Kaiserslautern mit muskulären Problemen ausgewechselt werden", meinte Köllner. Aufseiten der Gäste steht ein alter Bekannter, der wegen einer OP ebenfalls fehlen wird: Ex-Löwe Stefan Aigner (1992-2006, 2009-2012, 2016-2017).

Erzielte gegen Waldhof Mannheim einen Hattrick: Sascha Mölders.
Erzielte gegen Waldhof Mannheim einen Hattrick: Sascha Mölders. © sampics / Christina Pahnke

Bei den Blauen ruhen die Hoffnungen auf dem Mann der Stunde. Angreifer Sascha Mölders dürfte nach seinen fünf Buden in zwei Partien der Torhunger noch nicht ausgegangen sein.

Witzig: Die Sechzger-Fans platzieren ihren Alpha-Löwen im Vorfeld der Weltfußballer-Wahl schon zwischen den Mehrfach-Titelträgern Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Auf die Frage, wer Sechzigs Weltfußballer sei, hatte Köllner aber eine andere, diplomatische Antwort parat: "Der Star ist für mich die Mannschaft."

Lob für Mölders

Zwar habe nach Marius Willsch und Dennis Dressel zuletzt Mölders im "Fifa-Team der Woche" gestanden, doch Köllner sprach ein General-Lob aus: "Klar war unser Kapitän zuletzt der 'Man of the match', aber das Wichtigste ist die Mannschaft." Für Köllner und Gorenzel, die zuletzt auch die jüngste Ergebniskrise "sachlich einschätzen" konnten (Zitat Gorenzel), zählt zudem das große Ganze. Köllner: "Wir haben auch deshalb Erfolg, weil wir hier Ruhe im Verein haben. Alle arbeiten gemeinsam an den Dingen, alle stehen hinter der Mannschaft."

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Großer Sport: Köllner und Gorenzel dankten im Rahmen ihrer vorweihnachtlichen Wünsche allen Löwinnen und Löwen. Und dabei neben den Fans und den Bossen explizit auch jenen Mitarbeitern, die nicht im Rampenlicht stehen.

Fehlt also neben einem von Köllner öffentlich geforderten Ersatz für Stürmer Martin Pusic nur noch eins: der Dreier zur perfekten Löwen-Woche.

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