"... dann macht's puff": Günther Gorenzel, der Löwen-Mahner

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen: 1860-Sport-Boss Günther Gorenzel mahnt vor dem Wegweiser-Monat Januar zur Vorsicht.
| Matthias Eicher
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Mahner in Krisenzeiten: Sport-Boss Gorenzel.
Mahner in Krisenzeiten: Sport-Boss Gorenzel. © sampics/Augenklick

München - Was für Cheftrainer Michael Köllner ein "geiler Januar" wird, könnte für den TSV 1860 aus wirtschaftlicher Sicht mieser kaum sein.

Der Rückrundenstart gegen Aufstiegsaspirant SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker), das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Karlsruher SC (18. Januar, 18.30 Uhr) und das prestigeträchtige Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (25., 19 Uhr) müssen allesamt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Prickelnde 1860-Heimspiele: Keine Zuschauer, keine Unterstützung, keine Einnahmen

Drei packende Heimspiele, die über Wohl und Wehe im Aufstiegskampf entscheiden und einen Geldregen von einer Million Euro einbringen könnten und keiner darf zuschauen. "Das ist Wahnsinn für den gesamten Fußballsport, auch wirtschaftlich für die Vereine. Das sind natürlich massive Schäden, die der Fußball erleidet", sagt Sport-Boss Günther Gorenzel.

Bitter: Der Österreicher glaubt, dass sich die Durststrecke deutlich länger zieht: "Es ist klar, dass wir die nächsten Wochen und Monate mit Geisterspielen verbringen werden."

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Daher ist der 50-Jährige sicher, "dass sich alles in den Etats der Saison 2022/2023 niederschlagen" werde: "Der Fußball wird dabei nicht verschont bleiben." Dazu kommt, dass dem zuschauerstarken TSV der Fan-Support fehlen wird: "Das ist natürlich auch für uns schade, weil unsere Fans ein Faustpfand sind. Deswegen ist es traurig, dass es wieder so weit gekommen ist."

Gorenzel über Corona und die Spieler: "Man muss immer wieder nachschärfen"

Was die Corona-Regelungen anbelangt, geht Gorenzel, der vor der Abreise nach Belek seiner Frau und seinem Sohn fünf Tage lang im eigenen Haus nur mit Maske begegnete, einen strengen Weg.

"Man muss immer wieder nachschärfen", stellt Gorenzel über seine Ansagen an die Spieler klar: "Ich schnappe mir immer wieder den einen oder anderen und sage ihm: 'Das ist anders ausgemacht.' Ich bin ein Fan einer flachen Hierarchie, aber mit klaren Leitplanken. Und wenn einer über die Leitplanken hinausgeht, dann macht's puff." Schließlich kann 1860 auch im Umgang mit Corona viel gewinnen - oder verlieren.

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