Bierofkas Ansagen an Mannschaft, Kritiker, Rummenigge und die Gesellschafter - Im Winter wird es Abgänge geben

Der Löwen-Trainer kontert Rummenigges Lästerei: "So wichtig, wie wenn in China ein Radl umfällt." Außerdem knöpft er sich die Löwen-Bosse vor – und kündigt Abgänge in der Winterpause an.
| Matthias Eicher
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Unterstellt Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (r..) schlechten Stil: Daniel Bierofka, der sich vor sein Team stellt.
sampics/Augenklick Unterstellt Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (r..) schlechten Stil: Daniel Bierofka, der sich vor sein Team stellt.

München - Vierzehn Siege, drei Remis, vier Pleiten. Mit 45 Punkten Regionalliga-Spitzenreiter. Aus tabellarischer Sicht ist das Zwischenfazit des TSV 1860 nach dem 1:1 bei 1860 Rosenheim schnell erklärt. Ansonsten fällt die blaue Standortbestimmung deutlich schwerer: Quo vadis, Löwen? Die Zukunft auf Giesings Höhen scheint derzeit am seidenen Faden zu hängen – und viel an einem Mann. Und der hatte gestern was zu sagen.

Daniel Bierofka hat unfreiwillig etwas mehr Aufgaben als das Amt des Trainers. Dieser Tage ist das einmal mehr die Rolle des Kommunikators: Zeit für Bierofka-Ansagen! Die AZ zeigt, an welchen Empfänger er einen Hilferuf absetzt, welche Akteure er lobt und wessen Sticheleien er deutlich kontert.

Bierofkas Ansage an die Kritiker

Wieder nix in Rosenheim. Kein Befreiungsschlag. Bierofka verteidigt seine Elf trotz des mageren Remis, auch ob des Platzes: "Der war unbespielbar. Auch deshalb möchte ich meinen Jungs nochmal ein Kompliment machen: Sie haben alles probiert. Wir müssen einfach ein Tor machen durch Karger oder Ziereis, dann gewinnen wir.“

Der 38-Jährige erklärt zudem über die Winter-Meisterschaft: "Wenn mir im Sommer jemand gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt als Erster vier Punkte vor Nürnberg, sechs Punkte vor Ingolstadt und neun vor den Bayern stehen, hätte ich das sofort unterschrieben.“

Bierofkas Ansage an die Gesellschafter

Bierofka hatte bereits an das Präsidium um Robert Reisinger und an Investor Hasan Ismaik appelliert, sich zusammenzusetzen. Jetzt erneuert er seinen Hilferuf und fordert: Zeigt mir eine Perspektive! "Erst müssen im Hintergrund gewisse Dinge geregelt werden. Damit meine ich die Gesellschafter“, so Bierofka, "wie soll es hier weitergehen, was hat man für Perspektiven?“
Eine Rolle als Vermittler in seinem anstehenden Urlaub in Dubai, unweit von Ismaiks Geschäftssitz Abu Dhabi gelegen, bezeichnete er scherzhaft als "Mission Impossible“, als eine unmögliche Mission: "Wenn ich das auch noch mache, bleibt mir überhaupt keine Zeit für irgendetwas anderes. Es ist mein Urlaub. Zehn Tage im Jahr brauche ich, um abzuschalten. Auch meine Familie.“ (Lesen Sie hier: Bundeskartellamt: Noch dieses Jahr Entscheidung über 50+1-Regel)

Seine Botschaft könnte dennoch kaum klarer sein: Rauft euch zusammen, oder geht getrennte Wege – was eine Anteilsübernahme von Webasto-Anteilseigner Gerhard Mey erlauben würde: "Ich hoffe, dass die Gesellschafter zusammenkommen oder im Sinne des Vereins eine andere Lösung finden.“

Bierofkas Ansage an Karl-Heinz Rummenigge:

Bayerns Vorstandsboss hatte sich in der Jahreshauptversammlung der Roten über den Stromausfall im Grünwalder Stadion vor dem Buchbach-Spiel und die Pleite der Sechzger im Derby gegen die kleinen Bayern mokiert. Bierofka kontert: "Was Herr Rummenigge sagt, ist genauso wichtig, wie wenn in China ein Radl umfällt. Das waren absolut populistische Aussagen. Ob man als Weltverein unbedingt auf einen Verein drauftreten muss, der im Sommer kurz vor dem Aus stand, ist für mich eine gewisse Stilfrage.“ Seine Message: Schlechter Stil, Herr Rummenigge!

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Bierofkas Ansage an die Mannschaft

In Einzelgesprächen mit seinen Akteuren plant Bierofka, was er von den Gesellschaftern fordert: Perspektive aufzeigen und Konsequenzen ziehen: "Wir können nur einen Kader von maximal 24 Feldspielern haben. Es hat keiner verdient, dass wir ihn wegschicken, aber wir werden ehrlich sagen, was für uns Sinn macht.“

Diese Spieler konnten die Löwen im Winter verlassen

Akteure wie Lukas Aigner oder Felix Bachschmid dürften in der Rückrunde kaum mehr Spielzeit erhalten als bisher. Zudem stellt er erneut klar, dass es maximal einen Neulöwen geben werde.

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