TSV 1860 gegen Bayern München: Die besten Sprüche von Hoeneß, Bierofka, Rummenige, Ismaik, Waggershauser und Stoffers - Eine Frage des Stils

Es kracht zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern. Mal wieder. Nachdem sich Bayern-Boss Rummenigge über das Grünwalder Stadion lustig gemacht hat, stellt 1860-Trainer Bierofka die Stilfrage. Es ist die nächste Runde im ewigwährenden Streit.
| Ludwig Vaitl
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Karl-Heinz Rummenige machte sich auf der Jahreshauptversammlung 2017 über die Löwen lustig, nachdem das Spiel gegen Buchbach wegen einer Flutlicht-Panne abgesagt werden musste: "In der Allianz Arena geht auf Knopfdruck sogar das Licht an. Das soll nicht in jedem Stadion so sein."
Augenklick, dpa 8 Karl-Heinz Rummenige machte sich auf der Jahreshauptversammlung 2017 über die Löwen lustig, nachdem das Spiel gegen Buchbach wegen einer Flutlicht-Panne abgesagt werden musste: "In der Allianz Arena geht auf Knopfdruck sogar das Licht an. Das soll nicht in jedem Stadion so sein."
Daniel Bierofka: Seit der Saison 2017/18 Cheftrainer des TSV 1860 München.
imago/foto2press 8 Daniel Bierofka: Seit der Saison 2017/18 Cheftrainer des TSV 1860 München.
Im Dezember 2016 machte der frisch wiedergewählte Präsident Hoeneß Stimmung gegen Blau: "Sechzig träumt seit Jahren vom eigenen Stadion. Sie müssten mal mit Donald Trump reden, der ist ein Immobilien-Tycoon. Vielleicht baut der ihnen sowas."
dpa 8 Im Dezember 2016 machte der frisch wiedergewählte Präsident Hoeneß Stimmung gegen Blau: "Sechzig träumt seit Jahren vom eigenen Stadion. Sie müssten mal mit Donald Trump reden, der ist ein Immobilien-Tycoon. Vielleicht baut der ihnen sowas."
Seit 2011 Mehrheitseigner des TSV 1860: Hasan Ismaik.
imago/Sven Simon 8 Seit 2011 Mehrheitseigner des TSV 1860: Hasan Ismaik.
Über die schwierigen Verhandlungen rund um die gemeinsam bezogene Allianz Arena äußerte sich Hoeneß damals wiefolgt: "Mit einem schwindsüchtigen Partner ist es immer schwierig"
Rauchensteiner/Augenklick 8 Über die schwierigen Verhandlungen rund um die gemeinsam bezogene Allianz Arena äußerte sich Hoeneß damals wiefolgt: "Mit einem schwindsüchtigen Partner ist es immer schwierig"
Der zurückgetretene Verwaltungsrat Christian Waggershauser reagierte wie folgt: "Als Uli Hoeneß am Boden lag und halb Deutschland auf ihn eingeprügelt hat, gab es von 1860 keinerlei Kommentar. Auch nicht beim letztjährigen Freundschaftsspiel in Saudi-Arabien, wo gleichzeitig ein kritischer Blogger ausgepeitscht wurde." Sein Fazit: "Die haben uns keine Ratschläge zu geben und dazu moralisch jedes Recht verloren!"
imago/Lackovic 8 Der zurückgetretene Verwaltungsrat Christian Waggershauser reagierte wie folgt: "Als Uli Hoeneß am Boden lag und halb Deutschland auf ihn eingeprügelt hat, gab es von 1860 keinerlei Kommentar. Auch nicht beim letztjährigen Freundschaftsspiel in Saudi-Arabien, wo gleichzeitig ein kritischer Blogger ausgepeitscht wurde." Sein Fazit: "Die haben uns keine Ratschläge zu geben und dazu moralisch jedes Recht verloren!"
Den Stadion-Konflikt ließ der damalige Geschäftsführer Manfred Stoffers im Jahre 2009 eskalieren. Er zweifelte die Rechtmäßigkeit des Verkaufs der Stadionanteile an die Roten an und stellte vertraglich vereinbarte Catering-Zahlungen ein. Er zog mit seinem Verein vor Gericht und damit den Zorn des Bayern-Präsidenten auf sich. Hoeneß: "Ich denke, Herr Stoffers ist der schlechteste Geschäftsführer, den 1860 je gehabt hat. Der ist unfähig, ein Scharlatan und er versucht, seine eigene Unfähigkeit auf das Stadionproblem abzuwälzen. Das Problem bei 1860 heißt Stoffers." Weiter stellte er der Führung ein vernichtendes Urteil aus: "Bei 1860 weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut. Das ist keine Basis mehr für Gespräche."
sampics/Augenklick 8 Den Stadion-Konflikt ließ der damalige Geschäftsführer Manfred Stoffers im Jahre 2009 eskalieren. Er zweifelte die Rechtmäßigkeit des Verkaufs der Stadionanteile an die Roten an und stellte vertraglich vereinbarte Catering-Zahlungen ein. Er zog mit seinem Verein vor Gericht und damit den Zorn des Bayern-Präsidenten auf sich. Hoeneß: "Ich denke, Herr Stoffers ist der schlechteste Geschäftsführer, den 1860 je gehabt hat. Der ist unfähig, ein Scharlatan und er versucht, seine eigene Unfähigkeit auf das Stadionproblem abzuwälzen. Das Problem bei 1860 heißt Stoffers." Weiter stellte er der Führung ein vernichtendes Urteil aus: "Bei 1860 weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut. Das ist keine Basis mehr für Gespräche."
Manfred Stoffers ließ es auch auf persönlicher Ebene eskalieren. "Heißt der Hoeneß eigentlich Höneß oder Hohneß? Vielleicht handelt es sich ja auch bei seinem Namen ums westfälische Dehnungs-E. Coesfeld (eine Stadt im Münsterland, d. Red.) spricht man ja auch Cosfeld aus." Doch kurz nach dem Hohn kam der Rücktritt. Im Juli 2010 zog er sich zurück, nachdem die Catering-Klage der Sechzger vor Gericht abgewiesen worden war. Ein Jahr später war der Verein pleite und wurde an Hasan Ismaik verkauft.
Rauchensteiner/Augenklick 8 Manfred Stoffers ließ es auch auf persönlicher Ebene eskalieren. "Heißt der Hoeneß eigentlich Höneß oder Hohneß? Vielleicht handelt es sich ja auch bei seinem Namen ums westfälische Dehnungs-E. Coesfeld (eine Stadt im Münsterland, d. Red.) spricht man ja auch Cosfeld aus." Doch kurz nach dem Hohn kam der Rücktritt. Im Juli 2010 zog er sich zurück, nachdem die Catering-Klage der Sechzger vor Gericht abgewiesen worden war. Ein Jahr später war der Verein pleite und wurde an Hasan Ismaik verkauft.

Es fliegen Pfeile zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern. Mal wieder. Nachdem sich Bayern-Boss Rummenigge über das Grünwalder Stadion lustig gemacht hat, stellt 1860-Trainer Bierofka die Stilfrage. Es ist die nächste Runde im ewigwährenden Streit der beiden Münchner Vereine.

München - Den TSV 1860 und den FC Bayern verbindet nichts außer eine tiefsitzende Rivalität. Trotz des sportlichen Abstiegs der Löwen und des Auszugs aus der gemeinsam gebauten Allianz Arena gehen den Verantwortlichen die Streitthemen abseits des Platzes nicht aus. Immer wieder wird der niemals enden wollenede Konflikt - fast schon liebevoll - von den Vereinsvertretern gehegt und gepflegt.

So nutzte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die große Bühne der Jahreshauptversammlung für eine deutliche Spitze gegen die Blauen: Er machte sich über das nicht-funktionierende Flutlicht im Stadion an der Grünwalder Stadion lustig. Löwen-Trainer Daniel Bierofka ließ sich das nicht gefallen

In der Bildergalerie finden Sie einen Überblick über die vergangenen rot-blauen Streitigkeiten, die 2010 sogar vor Gericht ausgetragen wurden. 

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