1860-Trainer Michael Köllner über Viktoria Berlin: "Erinnert an Straßenfußball"

Am Samstag ist Überraschungs-Aufsteiger Viktoria Berlin zu Gast beim TSV 1860 im Grünwalder Stadion. Michael Köllner zeigt Respekt vor dem kommenden Gegner: "Sie haben Spieler, die einfach auf die Reise gehen können und zwei, drei Spieler verrückt machen."
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Trainer des TSV 1860: Michael Köllner
Trainer des TSV 1860: Michael Köllner © IMAGO / Fotostand

München - Damit hätte vor der Saison wohl kaum jemand gerechnet: Das erste Viertel der Saison ist rum - und auf den ersten drei Plätzen finden sich gleich zwei Aufsteiger. Neben der hochtalentierten Zweitvertretung von Borussia Dortmund kann auch Viktoria Berlin auf einen erfolgreichen Saisonstart zurückblicken. Beide konnten fünf ihrer ersten zehn Spiele gewinnen, zwei endeten unentschieden.

Bislang wussten insbesondere die Berliner mit ihrer Offensivstärke zu überzeugen. Insgesamt traf das Team von Trainer Benedetto Muzzicato schon 21 Mal ins Schwarze - keine andere Mannschaft erzielte mehr Tore. Alleine das Offensiv-Duo Tolcay Cigerci (sechs Tore) und Falcao (vier) haben in dieser Spielzeit mehr Treffer erzielt als alle Löwen zusammen (neun).

Am Samstag ist die torhungrige Viktoria zu Gast im Grünwalder Stadion. Michael Köllner zeigt vor dem Aufeinandertreffen mit dem Überraschungs-Aufsteiger durchaus Respekt. Die Berliner seien ein "starker Aufsteiger, der bisher überperformt hat. Sie haben eine starke Mannschaft mit einer hohen individuellen Qualität, das erinnert an Straßenfußball", sagte der Oberpfälzer.

Gegen offensivstarke Berliner: Köllner hofft auf Umschaltsituationen

Was er damit meint? "Sie haben Spieler, die einfach auf die Reise gehen können und zwei, drei Spieler verrückt machen. Wir müssen mit großer Gemeinschaft und großem Spirit auf den Platz kommen", meinte Köllner.

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Zuletzt mussten sich die Berliner aber zwei Mal geschlagen geben. Am vergangenen Wochenende gab es eine spektakuläre 3:4-Niederlage bei Mit-Aufsteiger TSV Havelse - aktuell Schlusslicht der 3. Liga. Auch Köllner erwartet angesichts der nicht immer ganz sattelfesten Defensive des kommenden Gegners einige Chancen für seine Mannschaft. "Wir werden genug Umschaltmomente haben. Da musst du wach sein und diese nutzen", meinte der Oberpfälzer.

Gorenzel: Einigen Spielern fehlt es am Selbstvertrauen

Genau das gelang den Löwen in der bisherigen Saison aber eben zu selten. Laut einer Statistik des Daten-Dienstleisters OPTA kommt Sechzig pro Spiel durchschnittlich zwar auf 16,1 Schüsse und stellt damit den zweitbesten Wert der kompletten Liga - belegt mit einer Chancenverwertung von mickrigen 7,5 Prozent aber im ligaweiten Vergleich gleichzeitig den vorletzten Platz. Auch deshalb stehen die Löwen aktuell nur auf einem enttäuschenden 13. Tabellenplatz.

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"Unser Anspruch ist sicher ein anderer", meint auch Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. Nach den bisherigen Saisonspielen, so sein Eindruck, fehle es so manchem Spieler am nötigen Selbstvertrauen. "Aber wir haben nicht sechsmal verloren, sondern sechsmal unentschieden gespielt. Das heißt für mich, dass es an Kleinigkeiten, am Selbstverständnis fehlt", so der Österreicher weiter.

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