Bayern-Spieler später zur Nationalmannschaft

Eppan (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw gönnt den sieben Nationalspielern des FC Bayern München nach dem Champions-League-Finale eine längere Erholungspause. Miroslav Klose, Mario Gomez, Thomas Müller und Holger Badstuber müssen erst am 25. Mai ins WM-Trainingslager nach Südtirol anreisen.
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Marcell Jansen wartet bei der Pressekonferenz auf die Fragen der Journalisten.
dpa Marcell Jansen wartet bei der Pressekonferenz auf die Fragen der Journalisten.

Eppan (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw gönnt den sieben Nationalspielern des FC Bayern München nach dem Champions-League-Finale eine längere Erholungspause. Miroslav Klose, Mario Gomez, Thomas Müller und Holger Badstuber müssen erst am 25. Mai ins WM-Trainingslager nach Südtirol anreisen.

Einen Tag später als ursprünglich geplant. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Torhüter Hans-Jörg Butt werden nun sogar erst am 26. Mai zum Mittagessen in Eppan erwartet, verkündete Löws Assistent Hansi Flick. «Die Bayern-Spieler haben eine lange Saison gehabt», begründete Flick. Deswegen würde man ihnen ein oder zwei Tage mehr daheim zugestehen.

Bei den anderen WM-Kandidaten fließt im Südtiroler Frühsommer schon kräftig der Schweiß. «Es fängt jetzt an, dass es ans Eingemachte geht», verkündete Marcell Jansen nach der ersten harten Übungseinheit im Trainingscamp der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Eppan. Der 24 Jahre alte Hamburger absolvierte nach einem Syndesmosebandriss - die gleiche Verletzung zwang Kapitän Michael Ballack zur bitteren WM-Absage - erstmals seit Ende März wieder ein Teamtraining. «Es läuft sehr positiv, ich hoffe, dass kein Rückschlag kommt», sagte Jansen.

Bei strahlendem Sonnenschein bat Bundestrainer Joachim Löw 18 Spieler auf die bestens präparierte Sportanlage des italienischen Fünftligisten FC Eppan. Der Bremer Per Mertesacker konnte wegen eines grippalen Infekts nur ein leichtes Lauftraining absolvieren. «Wir gehen davon aus, dass er am Sonntag schon wieder mit der Mannschaft trainiert», erklärte Löw-Assistent Hansi Flick. Gemeinsam mit dem Bundestrainer zeigte er bei besten Bedingungen in der Sportzone Rungg sofort, was die WM-Kandidaten bis zum 2. Juni erwartet: Taktische Schulung, Zweikampfschule, Ballbeherrschung auf engstem Raum - und das alles in höchster Geschwindigkeit.

Laut Flick sollen vor allem Klose und Gomez, «die nicht ganz so viel Einsatzzeiten hatten», sowie die im Nationalteam noch unerfahrenen Müller und Badstuber so schnell wie möglich ins Training und damit auch in den Konkurrenzkampf um die 23 endgültigen WM-Plätze und die elf Positionen in der Stammelf einsteigen.

Dass neben Lahm und Schweinsteiger, die für die erste Elf gesetzt sind, auch der 35-jährige Butt den weiteren zusätzlichen Tag zu Hause bekam, überrascht ein wenig. Denn offiziell steht der Bayern-Keeper weiter im Torwart-Dreikampf mit dem Schalker Manuel Neuer und dem Bremer Tim Wiese um die Nummer 1. Da wäre eigentlich für Löw jede Trainingseinheit als Entscheidungshilfe wichtig. Der Zusatzbonus für Butt könnte so zumindest als kleiner Hinweis dafür gelten, dass der für den verletzten René Adler nachgerückte Bayern-Keeper in Südafrika tatsächlich nur für die Rolle des klaglosen dritten Torwarts vorgesehen ist.

Schon jetzt haben die DFB-Trainer im Team die notwendige Mischung aus Anspannung und Lockerheit ausgemacht. «Die Mannschaft ist konzentriert, engagiert und fokussiert, ist aber auch mit dem notwendigen Spaß dabei», betonte Flick. Die Tiroler Gastgeber haben im Teamhotel und auf dem Trainingsgelände beste Voraussetzungen geschaffen. «Was wir hier vorfinden, ist sensationell», lobte Jansen und ergänzte: «Das sind mehr als optimale Bedingungen, um als Mannschaft optimal zusammenzuwachsen.»

Der Schweiß wird zu Pfingsten weiter fließen; auch am Sonntag und Montag wird Löw sein Personal bei erwarteten Temperaturen bis zu 30 Grad mehrmals auf den Trainingsplatz bitten. «Wir werden das Beste daraus machen», versprach Flick, als er von einem Journalisten nochmals auf den Ausfall von Ballack angesprochen wurde.

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