Wurde Mannschaftsarzt Volker Braun beim FC Bayern doch rausgeschmissen?

Am Montag hat Bayern-Doc Volker Braun seine Tätigkeit beim deutschen Rekordmeister beendet – offiziell soll es seine eigene Entscheidung gewesen sein. Einem Medienbericht zufolge könnte der Arzt allerdings doch nicht ganz freiwillig gegangen sein.
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Dem Medienbericht zufolge soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic (r.) den Abgang von Mannschaftsarzt Volker Braun (l.) forciert haben.
firo/Augenklick/AZ Dem Medienbericht zufolge soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic (r.) den Abgang von Mannschaftsarzt Volker Braun (l.) forciert haben.

Am Montag hat Bayern-Doc Volker Braun seine Tätigkeit beim deutschen Rekordmeister beendet – offiziell soll es seine eigene Entscheidung gewesen sein. Einem Medienbericht zufolge könnte der Abgang des Arztes allerdings doch nicht ganz freiwillig gewesen sein.

München - Mehr Zeit für die Familie haben und etwas zur Ruhe kommen: damit begründete Bayerns Mannschaftsarzt Volker Braun das Ende seiner Tätigkeit am Montag. "Es war eine unheimlich intensive, interessante und schöne Zeit, die ich beim FC Bayern erlebt habe. In der Zukunft möchte ich mich aber nun verstärkt um meine Praxis und insbesondere um meine Familie kümmern. Sie kam in den letzten Jahren zu kurz", so der 44-Jährige. Das ist zumindest die offizielle Version.

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Braun-Abgang: "Brazzo" als treibende Kraft?

Denn möglicherweise war der Abgang des Docs doch nicht ganz freiwillig. Wie die BILD-Zeitung am Mittwoch berichtet, soll Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Trennung forciert haben. "Brazzo" warf dem Arzt etliche Fehldiagnosen vor – zudem sollen die Ausfallzeiten länger gewesen sein als geplant.

Die Zeitung kennt wohl auch die Hintergründe, die zur Entlassung Brauns geführt haben sollen: Der 44-Jährige diagnostizierte bei Jérôme Boateng und David Alaba muskuläre Beschwerden im Oberschenkel – diese Diagnose hätte für beide das Aus der Hinrunde bedeutet. Danach sollen beide Spieler jedoch noch in die Praxis des früheren Mannschaftsarztes Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gegangen sein. "Mulls" Diagnose war dann lediglich nur eine Muskelverhärtung – die Hinrunde wäre für die beiden Verteidiger somit nicht gelaufen gewesen.

Die Baustellen des künftigen Bayern-Docs

"Als Salihamidzic von den unterschiedlichen Diagnosen erfuhr, soll er Braun angeschrien und gemeinsam mit Präsident Uli Hoeneß (65) die Trennung vorangetrieben haben", so die BILD. Trainer Jupp Heynckes war zwar im Entscheidungsprozess involviert, hatte aber wohl nichts gegen den Rauswurf Brauns.

Am Dienstag gab es Unterstützung für Braun von Torhüter Manuel Neuer, der aktuell noch wegen eines Mittelfußbruchs ausfällt. "Den ehemaligen Vereins-Arzt des FC Bayern trifft absolut keine Schuld. Ich kann sogar versichern, dass er die allerbesten Methoden angewandt hat, welche die moderne Medizin ermöglicht", so Neuer auf seinem Facebook-Profil.

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Ob nun freiwillig oder nicht – Volker Braun ist bei den Bayern Geschichte. Einen direkten Nachfolger gibt es noch nicht, Angaben des Vereins zufolge wird darüber intern in den nächsten Tagen beraten. Möglicherweise heuert ja nochmal Müller-Wohlfahrt an.

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