Warum Müller für den FC Bayern plötzlich wieder so wichtig ist

Bayern-Star Thomas Müller hat sich zurück in die Startelf gespielt – ein Wechsel im Winter ist offenbar doch kein Thema. "Mal schön den Ball flach halten".
| Maximilian Koch
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Müller weg vom FC Bayern? Dieser Fan hat eine klare Meinung.
Sampics/Augenklick Müller weg vom FC Bayern? Dieser Fan hat eine klare Meinung.

München – Am Sonntag beim Training strahlte die Sonne über den Rasenplätzen an der Säbener Straße, vermutlich ein letztes Mal in diesem doch ziemlich goldenen Oktober. Mit dem schönen Wetter soll es jetzt erstmal vorbei sein. Darüber hat sich offenbar auch Thomas Müller, der Hobby-Meteorologe des FC Bayern, bereits informiert.

Als es nach dem 2:1-Sieg gegen Union Berlin um die Wechselgerüchte ging, die Müller seit einigen Tagen begleiten, reagierte der 30-Jährige genau so, wie man ihn seit Jahren kennt: mit Humor, Schlagfertigkeit und Wortwitz. "Ich habe schon in Piräus auf diese Gerüchte ein einziges Mal reagiert", sagte Müller: "Die Rede ist davon, dass ich mal eine Luftveränderung brauchen würde. Ich kann nur sagen: In einigen Tagen soll es auch in München einen Wetterumschwung geben. Da habe ich dann meine Luftveränderung, wenn es kälter wird.

Coutinho und Müller auf der Doppel-Acht

Ein klassischer Müller und eben auch: eine klare Botschaft. Der Weltmeister will nicht weg, erst recht nicht, wenn er wie in der Champions League gegen Olympiakos Piräus oder nun gegen Union in der Startelf steht. Müller hat wieder das Gefühl, gebraucht zu werden. "Deswegen halten wir mal schön den Ball flach", ergänzte er: "Wie ich schon gesagt habe: Ich werde mich aufs Sportliche konzentrieren."

Das funktionierte gegen den frechen Aufsteiger aus der Hauptstadt ordentlich, Müller spielte gemeinsam mit Philippe Coutinho (27) im zentralen offensiven Mittelfeld, dahinter sicherte mit Thiago nur ein Sechser ab. Exakt diese Variante mit Müller und Coutinho hatte Trainer Niko Kovac kürzlich auf AZ-Nachfrage übrigens noch ausgeschlossen. "Ich bin ganz ehrlich: Das wäre dann doch ein bisschen zu offensiv", sagte er. Sei’s drum. Im Fußball ändern sich die Konstellationen bekanntlich noch schneller als das Wetter.

Müller weg vom FC Bayern? Dieser Fan hat eine klare Meinung.
Müller weg vom FC Bayern? Dieser Fan hat eine klare Meinung. © Sampics/Augenklick

Bayern noch nicht auf Top-Level

Müller riss mit seinen Sprints immer wieder Räume für die Kollegen auf, mit 12,14 Kilometern legte er die größte Laufstrecke aller Bayern-Spieler zurück. Coutinho (10,59 Kilometer) war ebenfalls sehr bemüht, die spielerischen Highlights fehlten aber wie schon in den vergangenen Partien. "Wir sind weit von unserem Toplevel entfernt", sagte der Brasilianer. "Auch heute hat jeder gesehen, dass wir kein gutes Spiel gemacht haben. Uns allen ist klar, dass wir besser werden müssen." Selbstkritisch. Und treffend.

Ob das Doppel Müller/Coutinho eine Zukunft hat? Vermutlich nur gegen Außenseiter-Teams wie Union. "Die beiden sind natürlich Weltklassespieler und spielen einen etwas unterschiedlichen Fußball", sagte Torgigant Robert Lewandowski: "Ich bin sicher, Thomas Müller hilft uns in dieser Saison noch sehr oft. Ich freue mich einfach, dass wir so viele Offensivspieler mit solch einer Qualität in unseren Reihen haben."

Gibt es Interessenten für Müller oder nicht?

Hasan Salihamidzic dürfte es ähnlich sehen. Bayerns Sportdirektor erklärte, dass es für Müller aktuell keine Anfragen gebe. "Das ist ein Roman, den ihr die ganze Zeit schreibt", sagte Brazzo: "Wir haben zwei Langzeitverletzte und Sie versuchen, uns einzureden, dass wir irgendjemanden abgeben." Von einem Wechsel von Müller im Winter sei "überhaupt keine Rede".

Inter Mailand und Manchester United sollen allerdings nach übereinstimmenden Medienberichten an Müller interessiert sein. "Wenn ein Spieler vier, fünf Spiele nicht spielt, heißt das doch nicht, dass er den Verein verlassen muss", ergänzte Salihamidzic zum Thema Müller noch. "Das ist eine Leistungsgesellschaft, da wird jeder kämpfen. Thomas hat sich immer gut verhalten."

Und so sieht es aktuell tatsächlich nach einem Wetterumschwung aus. Aus meteorologischer Sicht. Und bei Thomas Müller.

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