Heldt stichelt: Jugendarbeit passt nicht zur DNA des FC Bayern

Horst Heldt war lange Jahre Manager in der Bundesliga. Während er die Nachwuchsarbeit seines Ex-Vereins Schalke 04 lobt, kritisiert er die Jugendförderung des FC Bayern.
| Julian Huter
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Horst Heldt: "Da bin ich groß geworden. Das ist mein Jugendverein, in dem ich zehn Jahre gewesen bin. Ich war bei keinem Verein so lange wie beim 1. FC Köln. Und das beschäftigt einen."
dpa Horst Heldt: "Da bin ich groß geworden. Das ist mein Jugendverein, in dem ich zehn Jahre gewesen bin. Ich war bei keinem Verein so lange wie beim 1. FC Köln. Und das beschäftigt einen."

Horst Heldt war lange Jahre Manager in der Bundesliga. Während er die Nachwuchsarbeit seines Ex-Vereins Schalke 04 lobt, kritisiert er die Jugendförderung des FC Bayern

München - Horst Heldt, Ex-Manager des VfB Stuttgart, des FC Schalke 04 und von Hannover 96, hat die Jugendarbeit beim FC Bayern kritisiert. "Da gibt es hier in der Nähe einen Verein, bei dem sehe ich überhaupt gar keine gute Jugendarbeit und die haben viel Geld investiert, aber das passt nicht zur DNA", sagte Heldt beim Sport1-"Doppelpass" in München. Der 49-Jährige wollte den Rekordmeister zwar nicht namentlich nennen, auf die Nachfrage, ob er den TSV 1860 meine, antwortete er aber: "Nein, die machen das gut."

Der ehemalige Schalke-Manager lobte ausdrücklich die Nachwuchsförderung bei seinem Ex-Klub, die schon zahlreiche Nationalspieler hervorgebracht hat, darunter Mesut Özil, Julian Draxler oder auch Bayern-WunschspielerLeroy Sané. Für eine gute Jugendförderung sei laut Heldt wichtig, dass die Verantwortlichen den Talenten früh das Vertrauen in der ersten Mannschaft schenken. "Andere Vereine haben auch fähige Leute, die gut ausbilden, aber oben ist dann irgendwann die Tür verschlossen", erklärte Heldt, der im April 2019 als Hannover-Manager entlassen wurde.

Talente hatten beim FC Bayern in den letzten Jahren einen schweren Stand

Beim FC Bayern hatten es Talente aus der Jugend in den letzten Jahren schwer. David Alaba war der letzte Profi, der den Sprung von der Bayern-Akademie zu den Profis geschafft und sich dort auch durchgesetzt hat. Außerdem galt Thomas Müller lange Zeit als Muster-Beispiel für Bayerns Jugendarbeit.

Neben den gestandenen Profis Alaba und Müller stehen mit den Torhütern Ron-Thorben Hoffmann und Christian Früchtl und Abwehrspieler Lars Lukas Mai drei Talente aus dem Bayern-Nachwuchszentrum im Profi-Kader. Einen Pflichtspieleinsatz für die erste Mannschaft hat in dieser Saison noch keiner von ihnen absolviert.

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