Von Papin bis Pavard: Frankreich-Power beim FC Bayern

Der FC Bayern und seine French Connection: Schon mit Lizarazu und Sagnol funktionierte das bestens. Die AZ erklärt, welche Franzosen für Furore sorgten – und wer in Zukunft wichtig werden könnte.
| Julian Buhl
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Willy Sagnol (l.) und Bixente Lizarazu feiern die Meisterschaft 2006.
imago/Lackovic Willy Sagnol (l.) und Bixente Lizarazu feiern die Meisterschaft 2006.

München - Am Wochenende trifft der FC Bayern auf den VfB Stuttgart, von den Schwaben kommt Benjamin Pavard im Sommer nach München. Er ist der nächste Franzose – und wohl nicht der letzte. Eine Erfolgsgeschichte.

Als Bayern-Trainer Niko Kovac kürzlich über Kingsley Coman sprach, verteilte er ein XXL-Lob an den Franzosen. "Sein Ausfall hat uns sehr getroffen", sagte Kovac zu Comans Syndesmosebandriss, der den 22-Jährigen in der Hinrunde zu einer monatelangen Pause gezwungen hatte. "Es ist schwierig zu beweisen", fuhr Kovac fort: "Aber ich bin der Meinung: Wenn Kingsley dabeigeblieben wäre, hätten wir mehr Punkte, vielleicht auch Vorsprung."

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So sehr sind die Bayern inzwischen auf die Qualitäten Comans angewiesen. Seine Sprintstärke, seine Flanken. In den kommenden Jahren ist er fest als Nachfolger von Franck Ribéry (35) auf der linken Außenbahn eingeplant. "Franck ist ein großartiges Beispiel für mich", sagte Coman im AZ-Interview: "Ich will es genauso gut machen wie er, aber auf meine Art und Weise. Ich bin Kingsley Coman – und nicht der neue Franck Ribery." (Hier finden Sie das komplette Exklusiv-Interview mit Kingsley Coman)

Aber wie Ribéry eben Teil der erfolgreichen Franzosen-Gegenwart und -Historie bei den Bayern. Vive la France! Die AZ erklärt, welche Spieler in der Vergangenheit für Furore bei den Münchnern sorgten – und welche in Zukunft wichtig werden könnten.

Diese Franzosen sorgten beim FC Bayern für Furore

Bixente Lizarazu links und Willy Sagnols rechts – ein legendäres Außenverteidigerpärchen beim FC Bayern, das 2001 auch Teil des Champions-League-Siegerteams war. Lizarazu spielte mit kurzer Unterbrechung (in der Hinrunde 2004 bei Olympique Marseille) von 1997 bis 2006 in München. Sagnol war als Profi von 2000 bis 2009 in München und kehrte 2017 zumindest für ein paar Monate als Co-Trainer unter Carlo Ancelotti an die Säbener Straße zurück.

Willy Sagnol (l.) und Bixente Lizarazu feiern die Meisterschaft 2006.
Willy Sagnol (l.) und Bixente Lizarazu feiern die Meisterschaft 2006. © imago/Lackovic

Auch Valérien Ismaël dürfte durchaus positive Erinnerungen mit seiner Bayernzeit (2005 bis 2007) verbinden. Das kann man bei Jean-Pierre Papin dagegen nicht behaupten. Der hatte seine beste Zeit als europäischer Toptorjäger offenbar bereits hinter sich, als er zu Bayern kam (1994 bis 1996) – und kam in 27 Spielen gerade mal auf drei Treffer.

Auf diese Franzosen baut der FC Bayern derzeit

Zu dieser Kategorie gehört aktuell auch noch Franck Ribéry, der 2007 kam. Seine Ära beim FC Bayern wird aber ziemlich sicher nach dieser Saison enden. In 409 Spielen gelangen ihm 122 Tore und 180 Vorlagen. Beim Triple 2013 ebnete er Arjen Robben per Hackenzuspiel im Champions-League-Finale den Weg zum Siegtreffer und stieg längst zur Klub-Legende auf. Von Corentin Tolisso versprachen sich die Bayern viel, als sie ihn 2017 für die klubinterne Rekordablösesumme von 41,5 Millionen Euro verpflichteten. Beflügelt durch den Weltmeistertitel wollte der 24-Jährige diese Saison eigentlich voll durchstarten – bis ihn ein Kreuzbandriss stoppte.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Spieler

Auch Kingsley Coman wurde in seinem Elan nach dem deshalb verpassten WM-Titel mit Frankreich erneut von einer schweren Verletzung gebremst. Nach monatelanger Pause ist der Flügelspieler nun wieder fit und bereit dafür, seinen Platz als Ribérys Erbe endlich einzunehmen.

Diese Franzosen sollen die Bayern zukünftig verstärken

Mit Benjamin Pavard hat der FC Bayern seine French Connection bereits erweitert. Der Abwehrspieler, der rechts und in der Mitte eingesetzt werden kann, kommt spätestens im Sommer für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart.

In Lucas Hernández haben die Münchner einen weiteren Weltmeister im Auge. Der Links- und Innenverteidiger von Atlético Madrid hat eine Ausstiegsklausel von 85 Millionen Euro in seinem Vertrag stehen – die auch in dieser Winterpause gültig ist.

Auch an dem bei Paris Saint-Germain nach der geplatzten Vertragsverlängerung in Ungnade gefallenen Adrien Rabiot sollen die Bayern interessiert sein und bereits ein Angebot für den 23 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler hinterlegt haben.

Und dann wäre da noch Offensivmann Nabil Fekir, 25. "Er spielt sehr gut. Wenn Nabil Fekir gern zu uns kommen würde, würde ich das begrüßen", sagte Coman der AZ und ergänzte: "Ich weiß, dass viele junge französische Spieler gern für Bayern spielen würden. Wir sind ein Riesenteam, eines der größten der Welt."

Da würde irgendwann in Zukunft ja auch ein französischer Trainer ganz gut ins Bild passen. Zinédine Zidane wäre nach seinem Sabbatjahr zum Beispiel frei.

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