Vertragsende 2017: Die Zukunft der Stars vom FC Bayern München

Der Fall Robert Lewandowski ist für den FC Bayern geklärt. Nach der Vertragsverlängerung des Stürmerstars sind aber längst nicht alle Personalien der Münchner über 2017 hinaus fix. Unter anderem muss die Zukunft von Arjen Robben geklärt werden.
| az/dpa
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Insgesamt sieben Bayern-Verträge laufen im nächten Jahr aus.
Insgesamt sieben Bayern-Verträge laufen im nächten Jahr aus. © dpa/AZ

München - Mit Gelassenheit und Routine arbeitet der FC Bayern München seine Agenda ab. Nach der Vertragsverlängerung von Stürmerstar Robert Lewandowski bis zum Sommer 2021 sind nur noch wenige Personalien für die Zukunft offen.

Im Fokus stehen unter anderen Philipp Lahm und Arjen Robben. "Es gibt die Grundvoraussetzung, dass alle Spieler gerne beim FC Bayern bleiben wollen", sagte vor wenigen Wochen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Wir müssen uns nicht damit auseinandersetzen, dass irgendeiner mit den Hufen scharrt."

Arjen Robben


Arjen Robben wird wie Ribéry wohl auch um ein weiteres Jahr verlängern. Foto: dpa

Der niederländische Ü-30-Star will in München bleiben. Und auch die Bayern wissen, was sie an ihrem Offensivmann haben. In den großen Spielen dreht der Niederländer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, immer wieder auf und kann sie mit 32 Jahren immer noch quasi im Alleingang entscheiden. Denkbar ist zum Beispiel ein neuer Kontrakt über eine weitere Saison, der sich dann bei einer gewissen Anzahl von Pflichtspielen nochmals verlängert. Präsident Uli Hoeneß am Mittwoch im "kicker": Arjen bleibt, keine Frage. Mit einer Vertragsverlängerung ist allerdings erst im nächsten Jahr zu rechnen.

So poltert Bayern-Boss Rummenigge gegen die Mega-WM

Xabi Alonso


Xabi Alonso ist mit 35 Jahren mittlerweile im Spätherbst seiner Karriere. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

"Wir werden sicherlich in nicht allzu weiter Zukunft Gespräche führen", hatte Vorstandschef Rummenigge Ende Oktober angekündigt, erste personelle Weichen für die kommende Saison zu stellen. Dazu zählt auch der Fall des 35 Jahre alten Mittelfeldspielers. Schnelligkeit ist nicht die Stärke des Spaniers, dafür sind strategisches Vermögen und Spielverlagerung seine Pluspunkte. Xabi Alonsos Vertrag läuft aus, sein Alter wird bei der Entscheidungsfindung eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Holger Badstuber


Holger Badstuber wird immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen. Foto: dpa

Seit 2002 spielt der Abwehrspieler in München. Immer wieder werfen den mittlerweile 27-Jährigen, dessen Vertrag kommenden Sommer ausläuft, schwere Verletzungen zurück. Zuletzt handelte es sich um einen Knöchelbruch im linken Fuß. Ende Oktober gab Badstuber im DFB-Pokal sein Pflichtspiel-Comeback nach 259 Tagen und findet immer mehr zurück. Bei den Bossen steht der gebürtige Memminger ohnehin hoch im Kurs. Mit dem Trainingslager ab 3. Januar in Katar will Badstuber noch einmal richtig angreifen und sich für einen neuen Vertrag empfehlen. Medienberichten zufolge schauen sich die Bayern-Scouts aber schon nach jungen Innenverteidiger-Talenten im Ausland um – eine mögliche Alternative für Badstuber?

Kingsley Coman


Die Bayern werden wohl die Kaufoption für die Juve-Leihgabe ziehen. Foto: dpa

Der Franzose soll einmal in die Fußstapfen von Robben und Franck Ribéry treten. Noch bis zum Sommer ist Coman von Juventus Turin ausgeliehen, die Bayern haben eine Kaufoption in Höhe von 21 Millionen Euro. Mit "großer Wahrscheinlichkeit" werde man sie auch ziehen, sagte Rummenigge im Sommer. Ancelotti plant weiter mit dem Nationalspieler. Der 20-Jährige wird aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Ein Außenbandriss im Kniegelenk und ein Kapselriss im Sprunggelenk des linken Beins haben ihn jüngst ausgebremst.

So sticht der FC Bayern europäische Rivalen aus

Julian Green


Julian Green hat bei den Bayern wohl keine Zukunft mehr. Foto: dpa

Der US-Nationalspieler hat in der Offensive mit Robert Lewandowski und Thomas Müller gewaltige Konkurrenz, an der es kein Vorbeikommen gibt. Für Green gibt es deswegen kaum Einsatzminuten – es ist äußerst wahrscheinlich, dass sich der 21-Jährige nach einer neuen Aufgabe umsehen wird.

Tom Starke


Tom Starke ist der dritte Torwart bei Bayern München. Foto: dpa

Der 35-Jährige ist hinter Manuel Neuer und Sven Ulreich dritter Torwart bei den Bayern – Einsätze sind da Mangelware. Allerdings ist es gut möglich, dass sich beide Seiten einigen und Starke seine aktive Karriere in München ausklingen lassen wird. Möglich ist allerdings auch, dass Starke schon bald vom 16-jährigen Toptalent Christian Früchtl ersetzt wird.

Rafinha


Der Lahm-Ersatz wird wohl auch in der nächsten Saison bei den Bayern spielen. Foto: dpa

Wie Offensivspieler Julian Green und der dritte Torwart Tom Starke ist auch der Brasilianer nur noch bis zum kommenden Sommer gebunden. Der 31-Jährige ist als Vertreter für Lahm auf dem Posten des rechten Außenverteidigers eine zuverlässige Größe. Seine Zukunft dürfte auch davon abhängen, was der Bayern-Kapitän über 2017 hinaus macht und ob sich jüngere Alternativen anbieten. Einem "kicker"-Bericht zufolge steht allerdings eine einjährige Vertragsverlängerung im Raum.

Sonderfall: Philipp Lahm


Philipp Lahm wird nach seiner aktiven Karriere wohl Sportdirektor bei den Bayern. Foto: dpa

Der Kapitän ist noch bis zum Sommer 2018 vertraglich gebunden. Doch der Defensivspieler unterstrich wiederholt, dass auch ein Jahr früher Schluss sein könnte. Sein Weg auf den Posten des Sportdirektors beim FC Bayern ist jedenfalls vorgezeichnet. "Wir werden in sicherlich nicht allzu langer Zukunft wieder einen Sportdirektor haben. Und der muss ticken, wie der FC Bayern tickt", hatte sich Rummenigge auf der Mitgliederversammlung mit klaren Worten für eine Zukunft von Lahm in der Führungsetage positioniert. Trainer Carlo Ancelotti und Präsident Uli Hoeneß würden den 33-Jährigen aber gerne auch über diese Saison hinaus als FCB-Spieler sehen.

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