FC Bayern: Carlo Ancelotti lobt Philipp Lahms Vielseitigkeit

Carlo Ancelotti ist sich mit Uli Hoeneß einig: Je länger Philipp Lahm noch Spieler ist, desto besser ist das für den FC Bayern.
| Thomas Becker
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Carlo Ancelotti (r.) über Philipp Lahm (l.): „Er ist ein sehr wichtiger Spieler“
dpa Carlo Ancelotti (r.) über Philipp Lahm (l.): „Er ist ein sehr wichtiger Spieler“

München - Allzu viel hatten Carlo Ancelotti und Uli Hoeneß bislang nicht miteinander zu tun.

Die Krönungsmesse am vergangenen Freitag verließ der Italiener, bevor der Ex-Präsident tief in der Nacht wieder auf den Thron gehoben wurde. Schließlich müssen am Abend vorm Spiel selbst Meistertrainer irgendwann in die Heia, nicht dass sie nach einer zu kurzen Nacht am Ende noch ohne Taktik aufwachen.

"Hoeneß war sehr zufrieden"

Gegen Leverkusen ging das gerade nochmal gut, danach habe er mit Hoeneß gesprochen, erzählt Ancelotti: „Er war sehr zufrieden. In den nächsten Tagen werden wir unsere Zusammenarbeit beginnen.“ Doch schon vor dem Beginn einer wahrscheinlich wunderbaren Freundschaft, sind sich die beiden Bauchmenschen zumindest in einer Personalie einig: in der causa Philipp Lahm.

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Wie lange spielt er noch, der Bayern-Kapitän? Abgesehen davon, dass es allein die Entscheidung des 33-jährigen Familienvaters ist, wann er von der Rennerei genug hat, ist er halt nicht einer mehr oder weniger auf dem Mannschaftsfoto, sondern eine der prägenden Figuren des FC Bayern. Einer, der sein künftiges Dasein sicher nicht als Experte in irgendwelchen TV-Studios verbringen wird – sondern im Kosmos FCB.

In welcher Ecke dieses Universums ist noch offen, ebenso wie der Zeitpunkt, wann er die Welten wechselt. Geht es nach Rummenigge: eher früher als später. Geht es nach Hoeneß: eher später als früher. Geht es nach Ancelotti: eher noch später.

Ancelotti setzt große Stücke auf Lahm

Lahm hatte sein Karriereende für 2018 angekündigt, zuletzt mit einem Ausstieg 2017 geliebäugelt, doch schon im August hatte Ancelotti Einspruch eingelegt: „Lahm ist sehr wichtig für den FC Bayern. Nicht nur als Spieler, auch als Persönlichkeit. Er ist ein Vorbild für alle. Je länger er Spieler bleibt, umso besser! Maldini hat mit 39 Jahren noch mal die Champions League gewonnen. Ich bin davon überzeugt, dass er spielen kann bis er 39 ist.“

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Ins gleiche Horn blies er nun erneut: „Er ist ein sehr wichtiger Spieler für die Mannschaft – und das wird in den nächsten Jahren genauso sein.“ Dass er auch abseits des Platzes ein Großer werden kann, steht für ihn außer Frage: „Er kann Spieler, Trainer und Sportdirektor. Aber ich hoffe, dass er noch lange Spieler sein wird.“ Wo er diesen Spieler am Freitag (20.30 Uhr, Sky) beim FSV Mainz 05 auflaufen lassen wird, verriet er natürlich nicht.

Weinend den Clasico schauen?

Erstmals seit langem hatte Ancelotti sein Team wieder mehrere Trainingstage am Stück zur Verfügung. Xabi Alonso und Arturo Vidal konnten nur eingeschränkt üben, ihr Einsatz ist offen. Verzichten muss er auch auf den erkrankten Holger Badstuber. Seine Forderung („Ich erwarte, dass das Team mit Konzentration und Spirit spielt“) ist so eindeutig wie das Ziel: „Eine große Gelegenheit, wieder an die Spitze zu kommen. Wir wollen so schnell wie möglich wieder Erster sein. Das Wichtigste ist, dass wir am Ende vorn stehen.“

Mit Real Madrid habe er von September bis Dezember mal 22 Spiele am Stück gewonnen – und ist am Ende doch nicht Meister geworden. Ob er sich am Wochenende den „Clasico“ ansehen wird? „Das hängt von unserem Spiel ab. Wenn wir verlieren, muss ich weinen - und dann kann ich das Spiel nicht sehen.“

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