Verletzte beim FC Bayern: Das sind Pep Guardiolas Alternativen

Der Bayern-Trainer lobt mal wieder überschwänglich – diesmal trifft es Rode. Mit Liebeserklärungen hält Guardiola Wenig-Spieler bei Laune. Denn die werden nach all den Verletzungen wichtiger.  
| Buhl, Strasser
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Pep Guardiola wechselt Sebastian Rode ein.
Rauchensteiner/Augenklick Pep Guardiola wechselt Sebastian Rode ein.

Der Bayern-Trainer lobt mal wieder überschwänglich – diesmal trifft es Rode. Mit Liebeserklärungen hält Guardiola Wenig-Spieler bei Laune. Denn die werden nach all den Verletzungen wichtiger.

München -  „Er ist mein Lieblingsspieler.“ Den Satz sprach Pep Guardiola. Und meinte: nicht Messi, nicht Philipp Lahm, nicht Bastian Schweinsteiger, auch nicht Xabi Alonso. Sondern: Sebastian Rode.

Rode? Wirklich Rode? Ein bisschen (viel) Pep-Therapie für den Ex-Frankfurter vor dessen Rückkehr zur Eintracht am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky). Das Prädikat „Top-top-top“ verleiht der Bayern-Trainer von Zeit zu Zeit aber jedem Spieler im Kader. Der Hintergrund der Lobesarien: Guardiola kann nur elf Spieler aufstellen, aber unbegrenzt verbale Streicheleinheiten verteilen. Schließlich könnte auch der dritte Ersatzrechtsverteidiger ja mal wichtig werden. Wie in diesen Tagen. Nach der Verletzung von David Alaba fehlt mit Holger Badstuber, Javí Martinez, Thiago, Bastian Schweinsteiger, Claudio Pizarro, Pepe Reina und Tom Starke fast eine erste Elf.

Wer davon profitiert?

Sebastian Rode: Der Neuzugang aus Frankfurt bekam ohnehin bereits mehr Spielzeit als ihm die meisten zugetraut hätten, häufig aber nur als Einwechselspieler. Guardiola stellte ihm für das Spiel gegen seinen Ex-Verein den nächsten Startelf-Einsatz in Aussicht. „Das ist eine Möglichkeit“, sagte Guardiola und geriet ins Schwärmen über den Mittelfeldmann: „Er will sich immer verbessern, klagt nicht und hilft der Mannschaft – ein super Spieler für mich.“

Lesen sie hier: Guardiola über Alaba und Schweinsteiger-Comeback

Xherdan Shaqiri: Der Schweizer Nationalspieler, der seit Monaten mit einem Abschied kokettiert, hat in der laufenden Saison noch kein Spiel über 90 Minuten absolviert. Immer wieder wurde er ein- oder frühzeitig ausgewechselt. Dabei gelangen ihm gerade einmal zwei Torvorlagen und ein Treffer (beim 7:1 gegen Rom). An Ribéry, Robben, Müller und Götze kommt er nicht vorbei. „Wenn er das Vertrauen eines Trainers bekommt, ist er ein gleichwertiger Spieler – auch in einem Kader wie dem des FC Bayern“, sagte Ottmar Hitzfeld über den 23-Jährigen zur AZ. Der ehemalige Trainer der Eidgenossen und des FC Bayern ist sich sicher: „Mit mehr Spielpraxis wird er noch stärker, dann zahlt er das Vertrauen mit Leistung zurück. Xherdan ist noch jung, ihm gehört die Zukunft.“

Medhi Benatia: Der 26-Millionen-Euro-Neuzugang vom AS Rom tat sich nach seiner Ankunft in München lange schwer. Mittlerweile überzeugte er mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke, zuletzt auch in der Champions League gegen seinen Ex-Verein. Eigentlich gibt es für Guardiola keinen Grund, ihn wieder aus der Startelf zu nehmen. Zumal er offenbar noch einen Sonderauftrag zu erfüllen hat: „Benatia hat den Ball jetzt immerhin schon mal getroffen, nach einer Ecke. Wir kommen einem Tor also näher. Vielleicht klappt es nächstes Mal.“

Lesen Sie hier: Gerücht: Manchester City baggert an Pep Guardiola

Dante: Der Brasilianer scheint, so zumindest der Eindruck, noch ein wenig mit der Verarbeitung der 1:7-Klatsche im WM-Halbfinale gegen Deutschland beschäftigt zu sein. Nach dem Ausfall von Badstuber stand Dante zwar oft in der Startformation, konnte aber nicht immer überzeugen. Zuletzt schien ihm Benatia ein wenig den Rang abgelaufen zu haben. Im Topspiel gegen Borussia Dortmund bildete der marokkanische Nationalspieler zusammen mit Boateng die Innenverteidigung. Nach Alabas Ausfall würde Dante zur Not auch als Alternative für hinten links bereitstehen.

Lesen Sie hier: Guardiola: FC Bayern noch nicht auf Top-Niveau

Rafinha: In der Vorsaison gehörte er zu den großen Überraschungen und entwickelte sich unter Guardiola zum unverzichtbaren Stammspieler. In der laufenden Spielzeit muss Rafinha sich bislang mit deutlich weniger Spielzeit begnügen. Der Rechtsverteidiger darf sich wie Dante nach dem Alaba-Ausfall Hoffnung auf deutlich mehr Einsatzzeit machen.

Pierre-Emile Höjbjerg: Der 19-Jährige gilt als ein Liebling von Guardiola. Trotz der vielen Verletzten: Die Konkurrenz in der Zentrale ist groß. Deshalb gilt auch ein Ausleihgeschäft in der Winterpause als nicht unwahrscheinlich. Doch auch sein Name fiel bei Guardiolas Aufzählung der Alternativen für das Frankfurt-Spiel.

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