Guardiola: FC Bayern noch nicht auf Top-Niveau

Fußball-Rekordmeister Bayern München eilt von Sieg zu Sieg, doch Trainer Pep Guardiola sieht seine Mannschaft noch nicht bereit für höchste Weihen.
| SID
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MÜNCHEN - Er wolle nicht hören, "dass wir schon alles geschafft haben", sagte der Spanier vor dem Auswärtsspiel am Samstag bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky), "wir sind erst im November, und wir sind noch nicht auf dem Niveau, dass wir die Champions League gewinnen können."

In der Königsklasse marschierten die Münchner mit vier Siegen in vier Spielen im Rekord-Tempo zum Gruppensieg und gelten für viele Experten als Topfavorit auf den Titel. Doch auch im vergangenen Jahr habe es geheißen, die Bayern seien unschlagbar, hielt Guardiola entgegen, "aber dann haben wir 0:4 gegen Real Madrid verloren".

Der 43-Jährige sieht noch "viele kleine Details" zu verbessern. Welche das sind, wollte er nicht verraten. Stattdessen warnte er seine Spieler vehement vor Nachlässigkeit. "Unsere Gegner sind (in der Bundesliga, d.Red.) nur vier Punkte hinten. Vier Punkte sind gar nichts!"

Guardiola ließ durchblicken, dass ihn die Verletztenmisere mit acht Ausfällen inklusive des am Freitag erfolgreich operierten David Alaba bedrückt. Er habe keinen anderen Spieler mit der Qualität Alabas in seinem Kader, sagte er mit zusammengezogenen Augenbrauen.

Alaba hatte sich am vergangenen Mittwoch beim 2:0 gegen den AS Rom einen Teilriss des Innenbandes sowie eine Innenmeniskusverletzung im rechten Knie zugezogen. Weil die Not jetzt vor allem im Mittelfeld groß ist, hofft Guardiola auf die Rückkehr von Arjen Robben. Der Superstar war gegen die Roma wegen eines Magen-Darm-Infekts kurzfristig ausgefallen. "Wir sind wenige Spieler: Wenn er bereit ist, muss er mit nach Frankfurt fliegen", sagte Guardiola über Robben.

Zudem erwartet Guardiola, dass DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger nach seinen Knieproblemen in der Länderspielpause "den nächsten Schritt" macht und ins Teamtraining einsteigt. Auch Ersatztorwart Pepe Reina soll dann zurückkommen.

Die große Unbekannte ist für den Coach indes Gegner Frankfurt. "Sie sind schwer zu analysieren, weil sie mit Thomas Schaaf viele Systeme benutzt haben", meinte Guardiola. Dass die Eintracht zuletzt vier Spiele hintereinander verlor, spiele in seiner Beurteilung jedoch keine Rolle, ergänzte er.

Weil Alaba ausfällt, machte Guardiola dem früheren Frankfurter Sebastian Rode Hoffnungen auf einen Einsatz. Es höre sich komisch an, weil Rode häufig nur auf der Bank sitze, "aber er ist mein 'favourite player' in der Mannschaft", sagte Guardiola: "Er will immer, will sich immer verbessern, klagt nicht, hilft der Mannschaft, ist ein super Spieler für mich." Nur bei Ballbesitz brauche Rode noch etwas mehr Ruhe.

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