Kommentar

Trotz des Doubles für den FC Bayern: Eberl muss mehr denn je um seinen Job bangen 

Sportvorstand Max Eberl wird von Ehrenpräsident Uli Hoeneß öffentlich kritisiert. Vor allem der Hoeneß-Hinweis, dass Kompanys Verpflichtung gar nicht allein Eberls Verdienst war, spricht Bände, findet AZ-Chefreporter Maximilian Koch.
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Hat Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Nacken: Sportvorstand Max Eberl.
Hat Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Nacken: Sportvorstand Max Eberl. © IMAGO

So ausgiebig und lautstark wie Vincent Kompany nach dem 3:0 im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart wurde seit Hansi Flick kein Bayern-Trainer mehr gefeiert. Mit dem goldenen Pokal in der Hand stand der Belgier vor der Kurve im Berliner Olympiastadion – und die Fans sangen immer wieder seinen Namen. "Vincent Kompany, Kompany, Vincent Kompany!"

Bayern-Team folgt Trainer Kompany

Der 40-Jährige hat das geschafft, was den Flick-Nachfolgern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel, immerhin die WM-Trainer von Deutschland und England, misslang: Die Mannschaft ist eine Einheit, sie folgt ihrem Coach. Nur so sind große Erfolge möglich. Allein die Champions League fehlt. 

Man kann den Verantwortlichen um CEO Jan-Christian Dreesen und Präsident Herbert Hainer daher nur gratulieren, dass sie Kompanys Vertrag vorzeitig bis 2029 verlängert haben. Sie ahnten da sicher schon, dass der Trainerposten bei Manchester City bald frei werden würde – was jetzt mit dem Rücktritt von Pep Guardiola geschehen ist. Logisch: Kompanys langfristiger Vertrag ist keine Garantie, dass er diesen auch erfüllt. So unromantisch ist das Fußballgeschäft nun mal. Doch man darf sicher sein, dass der Belgier zumindest ein, zwei weitere Versuche unternehmen wird, um mit Bayern die Champions League zu gewinnen.

Kader des FC Bayern würde Breite guttun

Beim Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain wurde den Münchnern aufgezeigt, dass dem Kader mehr Qualität in der Breite guttun würde. Daher soll Newcastles Offensivspieler Anthony Gordon unbedingt kommen. Auch in der Defensive wären vereinzelte Verstärkungen sinnvoll. Darum werden sich Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund in den kommenden Wochen kümmern – ehe auf der Aufsichtsratssitzung im August über ihre eigene Zukunft entschieden wird.

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Und da wären wir schon bei Eberl. Die Frage ist, wie lange der Sportvorstand seinen Job überhaupt noch ausüben darf. Die scharfe und öffentliche Kritik von Ehrenpräsident Uli Hoeneß im "Spiegel", die am Tag des Endspiels publik wurde, lässt Zweifel wachsen, ob Eberl die Aufsichtsratssitzung im August übersteht. Vor allem der Hoeneß-Hinweis, dass Kompanys Verpflichtung gar nicht allein Eberls Verdienst war, spricht Bände. Die Arbeit eines Sportvorstands wird nicht nur an Titeln gemessen – das mussten schon andere bei Bayern erfahren.

Trotz des Double-Triumphs steht der FC Bayern vor äußerst brisanten Wochen. 

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  • HansHerrlich vor 58 Minuten / Bewertung:

    Wer hat eigentlich die 11 Mio Gehalt für Nübel zu verantworten? Der Hasan, der Kahn ? Die würde ich pfänden lassen....

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  • Analyst vor 47 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von HansHerrlich

    Mit Eberl hatte das nichts zu tun.Frag mal lieber,wer Olise,Kane oder Díaz geholt hat.Wer soll Eberl ersetzen,etwa Krösche?

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  • gubr vor einer Stunde / Bewertung:

    Wenn würde denn UH als besseren Eberl Ersatz vorschlagen?
    Ich wäre klar für Didi Hamann 😈.
    Ehrlich gesagt, denke ich, hat die Aussage hat nur einen einzigen Zweck: Den Spielen und Beratern zu signalisieren, dass Eberl bei Vertragsverhandlungen keinen finanziellen Spielraum hat, um so Eberl die Verhandlungen zu erleichtern.
    Ich vermute mal stark, dass Eberl keine einzige Vertragsverlängerung unterschrieben hat ohne zuvor das OK von UH eingeholt zu haben.

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