System beim FC Bayern: Robert Lewandowski fordert Platz für Thomas Müller

Auf dem Flügel konnte Thomas Müller zuletzt nicht überzeugen, als hängende Spitze zeigte der Nationalspieler da weitaus bessere Leistungen. Ähnlich sieht das auch Offensiv-Kollege Robert Lewandowski. "Die Position hinter mir ist die beste für ihn."
| Maximilian Koch
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Selfies für Fortgeschrittene: Bayern-Star Thomas Müller im Fokus.
dpa Selfies für Fortgeschrittene: Bayern-Star Thomas Müller im Fokus.

Auf dem Flügel konnte Thomas Müller zuletzt nicht überzeugen, als hängende Spitze zeigte der Nationalspieler da weitaus bessere Leistungen. Ähnlich sieht das auch Offensiv-Kollege Robert Lewandowski. "Die Position hinter mir ist die beste für ihn."

Doha - "So", sagt Thomas Müller plötzlich. Und klingt wie Uli Hoeneß neulich auf der Jahreshauptversammlung, als er endlich wieder seinen Platz auf dem Präsidentenstuhl des FC Bayern eingenommen hatte.

Müller hingegen hat es auf den Platz von Robert Lewandowski abgesehen, er mag nicht mehr warten, bis der Pole mit den Interviews fertig ist, also gibt er das Signal zum Wechsel. "Hast du noch eine Frage?", antwortet Lewy seinem Kollegen cool. Dann wird er doch von Müller abgelöst. Die Stimmung ist gut beim Weltmeister in diesen Tagen von Doha, "Thomas hat nie schlechte Laune", bestätigt Lewandowski. Obwohl das Jahr 2016, speziell die zweite Hälfte, nicht gut für Müller verlaufen ist. "Es war ein schönes Jahr", sagt er trotzdem, verweist auf den Double-Sieg der Bayern und das EM-Halbfinale in Frankreich. "Da", gibt er zu, "war mehr drin." Das gilt auch für ihn persönlich.

Bei der EM blieb Müller komplett ohne Tor, in dieser Hinrunde im Bayern-Dress traf er nur viermal, lediglich einmal in der Bundesliga. "Ich hätte mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht", sagt er nun: "Da erwarte ich natürlich mehr von mir, was den Torerfolg betrifft."

Thiago "kann auch auf der Acht spielen"

2017 soll wieder sein Jahr werden, auch dank der Systemumstellung von Trainer Carlo Ancelotti. "Wir fühlen uns einen Tick wohler im 4-2-3-1", sagt Müller. Besonders er. Müller nimmt in dieser Formation die Rolle als hängende Spitze ein, hinter Lewandowski. Theoretisch. Zuletzt aber durfte Thiago als Zehner spielen, etwa in der letzten Vorrundenpartie gegen Leipzig, als der Spanier einen herausragenden Auftritt zeigte. Und Müller saß auf der Bank.

Thiago oder Müller - das könnte auch in Zukunft eine der spannendsten Fragen sein. Unterstützung bekommt Müller dabei von Lewandowski. "Die Position hinter mir ist die beste für ihn, ganz sicher", sagt der Torjäger über seinen Sturmpartner. "Thomas ist am besten, wenn er den freien Raum suchen kann, wenn er von der zentralen Position auf die Außen ausweicht." Ein Rat an Ancelotti? Ganz bestimmt. Zumal Lewandowski darauf hinweist, dass Thiago "auch auf der Acht spielen kann". Also etwas hinter Müller, anstelle von Arturo Vidal oder Xabi Alonso.

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Dass Müller selbst am liebsten zentral spielt, ist kein Geheimnis. "Ich brauche Spieler um mich herum, mit denen ich kombinieren kann", erklärt er, "denen ich mit Läufen die Räume frei mache. Dann kann ich meine beste Leistung bringen." Aus seiner Sicht sei es auch für Lewandowski "leichter", wenn er hinter ihm spiele, meint Müller: "Es ist für den Gegner immer schwerer, zwei Stürmer zu verteidigen." Eine Frage ist nur noch offen: Sieht es Carlo Ancelotti genauso?

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