Servus und Bienvenido! Warum David Alaba den FC Bayern verlässt

David Alaba verkündet offiziell seinen Abschied vom FC Bayern im Sommer. Zu den Gründen sagt er: "Ich möchte etwas Neues sehen. Geld war kein Faktor für mich!" Die Spur führt zu Real Madrid.
| Maximilian Koch
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Hansi Flick und David Alaba.
Hansi Flick und David Alaba. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa/Archivbild

Wie sein Spanisch sei? "Na, ned gut", sagt David Alaba (28) in bestem Wienerisch, er schmunzelt: "Aber auf dem Platz reicht's." Na das ist doch schon mal was - und bis Juli bleiben ja noch einige Monate, um die neue Sprache zu erlernen. Diese Grundkenntnisse wird Alaba brauchen, denn er verlässt den FC Bayern im Sommer. Die Spur führt zu den Königlichen von Real Madrid.

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David Alaba: Die Spur führt zu Real Madrid

"Ich habe für mich persönlich die Entscheidung getroffen, nach der Saison noch mal etwas Neues zu machen, etwas Neues zu erleben", verkündete der Österreicher am Dienstag offiziell an der Säbener Straße. Dies falle ihm "sicher sehr schwer", ergänzte Alaba: "Ich bin seit 13 Jahren hier, der Verein liegt mir sehr am Herzen. Ich bin dem Verein sehr dankbar." Doch nach dieser "unglaublich schönen und intensiven Zeit" wolle er einfach eine "neue Challenge, neue Herausforderung" suchen.

Alaba spricht über Abschied beim FC Bayern München

Na dann: Servus und Bienvenido! Denn obwohl Alaba erklärte, die Wahl noch "nicht getroffen" zu haben, "wo die Reise dann hingeht", deutet alles auf einen Wechsel nach Spanien hin - und eben nicht in die englische Premier League, von der Alaba als Teenager träumte. "Das ist 13 Jahre her", meinte er vielsagend. Neben Favorit Real hat der FC Barcelona noch eine Mini-Chance auf die Verpflichtung des Abwehrstars. "Es ist kein Geheimnis, dass mein Management mit Vereinen in Kontakt steht", verriet Alaba, dessen Vertrag bei Bayern am 30. Juni ausläuft.

Vorwurf: Alaba und Berater hätten absurd hohes Gehalt gefordert

Eine Überraschung war Alabas Abschiedsnachricht nicht mehr. Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Bayern-Verantwortlichen öffentlich über Alabas Weggang gesprochen, zwischen den Zeilen war immer wieder auch Kritik herauszulesen. Der Vorwurf: Alaba und dessen Berater Pini Zahavi hätten ein absurd hohes Gehalt gefordert. Dem widersprach der Defensivspezialist energisch: "Geld war kein Faktor für mich."

Verhältnis zwischen Alaba und Bayern-Bossen wieder freundlicher

Inzwischen scheinen beide Parteien zumindest wieder freundlicher miteinander umzugehen. "Wir hatten sehr positive Gespräche, ich habe mich vom Verein immer unterstützt gefühlt", sagte Alaba und klang versöhnlich. Dennoch: Die Trennung verläuft kühler als bei anderen Bayern-Ikonen in der Vergangenheit.

"Das Abschiedsspiel hätten wir ihm geschenkt, wenn er seine Karriere hier beendet hätte", erklärte etwa Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei Sport1.

Alaba hat Legendenstatus erreicht

Dabei hat Alaba bei Bayern Legendenstatus erreicht. 2008 wechselte der gebürtige Wiener von der Austria zu den Münchnern, nach Lehrjahren unter Hermann Gerland und Mehmet Scholl schaffte er schließlich unter Louis van Gaal und Jupp Heynckes den Durchbruch.

Alaba avancierte als Linksverteidiger zum Weltklassespieler - und Titelsammler. 2013 und 2020 gewann er das Triple, insgesamt holte er neun deutsche Meisterschaften, sechs Pokalsiege, je zweimal die Klub-WM und den europäischen Supercup. Siebenmal wurde er in seiner Heimat zu Österreichs Fußballer des Jahres gekürt. Viel mehr geht nicht.

Zwar hat Bayern mit Dayot Upamecano (22) schon einen neuen Topspieler für die Innenverteidigung verpflichtet, doch Alaba wird extrem fehlen. Als Abwehrchef im Team von Hansi Flick, wichtigster Aufbauspieler, Anführer auf dem Platz, Sympathieträger und Identifikationsfigur daneben. In Spanien darf man sich auf David Alaba freuen.

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