Salzburg-Spiel in Gefahr? Was der positive Süle-Test bedeutet

Bayern-Star Niklas Süle befindet sich vor dem Spiel in Salzburg in Quarantäne. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Was das Testergebnis nun bedeutet.
| Patrick Strasser
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Bayern Münchens Niklas Süle ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Bayern Münchens Niklas Süle ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. © Matthias Balk/dpa

München/Salzburg - Um 17 Uhr sind die Bayern am Montagnachmittag mit ihren Mannschaftsbussen von der Säbener Straße aus nach Salzburg aufgebrochen. Mal ganz was anderes: nicht per Flieger zum Auswärtsspiel in der Champions League. Da es nach Lokomotive Moskau (2:1) und dem 1. FC Köln (2:1) nun die dritte von vier Partien hintereinander in der Fremde ist (am kommenden Samstag wartet dann noch der Klassiker bei Borussia Dortmund), wurde die Abwechslung gerne genommen.

Einer fehlte an Bord: Defensivmann Niklas Süle (25). Der Nationalspieler ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in häuslicher Quarantäne. "Es geht ihm gut", ließ der Verein verlauten. Damit fehlt der Innenverteidiger nicht nur am Dienstag (21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) beim Tabellenführer der österreichischen Bundesliga, sondern auch im Spitzenspiel am Wochenende beim BVB. Die Bayern nahmen den zweiten Corona-Fall nach Serge Gnabry vor zwei Wochen relativ gelassen zur Kenntnis.

Gnabrys Testergebnis hatte sich ja als "falsch-positiv" herausgestellt, nun geht man davon aus, dass das Ergebnis bei Süle richtig ist. "Es gab unzählige Infektionen bei Spielern. Jetzt hat es uns erwischt", sagte Flick und versicherte, "dass wir jetzt jeden Tag getestet werden. Das macht auch Sinn und das nehmen wir ernst".

Hansi Flick war kurzzeitig bei Salzburg Co-Trainer

Das Spiel in Salzburg an sich soll aber nicht in Gefahr sein – lediglich, wenn bei den am Dienstagmorgen vorgenommenen Tests eine deutliche Anzahl an Spielern positiv sein sollte. Für Süle spielt Bayerns Routinier Jérôme Boateng (32) neben Abwehrchef David Alaba in der Innenverteidigung. Die in Köln geschonten Lucas Hernández, Kingsley Coman und Robert Lewandowski kehren in die Startelf zurück. Leon Goretzka, der schon in Köln nicht gespielt hat, ist aufgrund von Wadenproblemen nicht mit der Mannschaft nach Salzburg gereist.

Für Flick ist Salzburg auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Im Sommer 2006 war er dort zwei Monate lang unter Chefcoach Giovanni Trapattoni gemeinsam mit Lothar Matthäus Co-Trainer. Einer zu viel in der Verantwortung? Glücklicherweise lockte just zu diesem Zeitpunkt der DFB mit dem Posten des Assistenztrainers unter Bundestrainer Joachim Löw – und Flick verließ die Mozartstadt gleich wieder.

"Mir hat es damals sehr, sehr gut gefallen in Salzburg. Ich war dort gerne, die Stadt ist wunderschön, ich mag die Atmosphäre", erzählte Flick, "aber ich habe dann ein Angebot vom DFB bekommen und musste keine Sekunde überlegen, ob ich das annehme."

FC Bayern gegen Salzburg in der Champions League

Übrigens: Bisher gab es erst ein einziges Duell des FC Bayern gegen eine österreichische Mannschaft in der Champions League: In der Saison 2005/06 landete das Team von Trainer Felix Magath in der Gruppenphase bei Rapid Wien einen 1:0-Auswärtssieg und später ein glattes 4:0 in der Allianz Arena.

Die Salzburger um Trainer Jesse Marsch, die sich am Samstag mit einem 5:0 gegen Tirol warmschossen, müssen gegen Bayern auf Torjäger Patson Daka (Oberschenkelverletzung) verzichten, er führt die Torschützenliste der österreichischen Bundesliga mit sechs Toren nach fünf Spieltagen an.

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