Rummenigge: Wo er mit Hoeneß nicht einer Meinung ist

Nach dem Saisonfinale zieht Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in einem ausführlichen Interview Bilanz. Es geht um die Titelausbeute, Kimmichs Zukunft, den Transferplan und natürlich Philipp Lahm.
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Feilen gemeinsam an der kommenden Bayern-Saison: Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
sampics/Augenklick Feilen gemeinsam an der kommenden Bayern-Saison: Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Nach dem Saisonfinale zieht Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in einem ausführlichen Interview Bilanz. Es geht um die Titelausbeute, Kimmichs Zukunft, den Transferplan und natürlich Philipp Lahm.

München - Eins ist nach dieser Saison für den Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern sicher: das Champions-League-Finale wird sich Karl-Heinz Rummenigge nicht anschauen. Zu tief sind die Wunden noch, wie Rummenigge in einem großen Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) zugibt. "Wenn man sich den ganzen Spielfilm nochmal vergegenwärtigt, dann tut das schon sehr weh. [...] und dann kam dieses Rückspiel und eine Schiedsrichter-Leistung, wie sie mir in 40 Jahren noch nicht untergekommen ist."

Positives Saisonfazit - hier widerspricht Rummenigge Hoeneß

Was das generelle Saisonfazit angeht, zeichnet sich in Rummenigges Aussagen eine Leichte Diskrepanz zu denen seines Präsidenten Uli Hoeneß ab. Während Hoeneß einen Titel pro Saison auf Dauer für zu wenig hält, widerspricht Rummenigge: "Dann haben wir hier möglicherweise eine unterschiedliche Sichtweise. [...] Ich sage: Die Meisterschaft ist und bleibt der ehrlichste Titel. Die Champions League dagegen ist der schönste Titel – aber auch der schwerste." Auch von den Medien will sich Rummenigge einen entsprechenden Druck nicht aufbürden lassen. Das Triple habe man in 117 Jahren schließlich nur ein einziges Mal geholt – immerhin einmal mehr als Real Madrid.

Fix: Joshua Kimmich beerbt Philipp Lahm

Auf die Frage, wie man den Profi-Kader für die kommende Saison aufstellen wolle, stellt Rummenigge einerseits fest, wie schwierig es ist, einen Top-Mann als Backup für Robert Lewandowski zu finden. "Er steht zwischen 85 und 90 Prozent aller Spiele auf dem Platz. Welcher gute Stürmer tut es sich an, auf die zehn oder 15 Prozent Einsatzchancen hinter Robert zu warten?"

Was die Nachfolge für Philipp Lahm auf der Rechtsverteidigerposition angeht, legt sich Rummenigge fest: "Ich kann das hier gerne bestätigen: Rechts hinten spielt in der nächsten Saison Joshua Kimmich."

Dass die scheidende Legende Lahm nicht in naher Zukunft als Sportdirektor zur Verfügung steht, bedauert Rummenigge noch immer und beteuert: "Wir werden die Tür für Philipp auf jeden Fall aufhalten. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es ihn nach entspannten drei oder sechs Monaten vielleicht nochmal jucken wird."

Dreistellige Millionen-Transfers? Nicht mit Bayern

Neben Sebastian Rudy und Niklas Süle sollen weitere Transfers kommen, die Personalpolitik sei im Vorstand einstimmig beschlossen worden. Dass sich der FC Bayern an die Mega-Transfer-Deals aus englischen Dimensionen annähert, schließt Rummenigge aber aus.

"Grundsätzlich muss man nicht jeden Quatsch mitmachen, der von der Insel rüberkommt, die fahren nicht nur auf der falschen Seite Auto..." Englische Klubs würden den FC Bayern auch in Zukunft nicht abhängen, auch wenn man sich aufgrund der wirtschaftlichen Philosophie weiterhin den 100-Millionen-Transfers verweigere.

Und wo sollen die Stars herkommen? Mit dem neuen Nachwuchsleistungszentrum an der Ingolstädter Straße will der FC Bayern die Stars von morgen wieder vermehrt selbst heranziehen und vermehrt auf Leihgeschäfte setzen. Eine Praxis, die in anderen europäischen Ligen laut Rummenigge schon lange Usus sei.

Lesen Sie hier: Wechsel zum FC Bayern? Jetzt spricht Griezmann

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