Robert Lewandowskis Traumelf: Die beeindruckende Titelsammlung von Bayerns Weltfußballer

Lewandowski, Bayerns größter Titelsammler! Nach seiner Krönung zum besten Fußballer des Planeten könnte bei der Klub-WM noch eine zwölfte Trophäe dazukommen. Er sagt: "Für uns ist es nie genug."
| Patrick Strasser
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Weltfußballer des Jahres 2020: Robert Lewandowski
Weltfußballer des Jahres 2020: Robert Lewandowski © dpa/FC Bayern

München - Einer geht noch, einer muss noch sein. Robert Lewandowski hat längst das nächste Ziel, den nächsten Titel vor Augen. "Wir schauen nach vorne, nicht nach hinten. Das Wichtigste ist, was wir gewinnen können, nicht was wir gewonnen haben."

Sagt der Mann, der am Donnerstagabend mal eben zum besten Fußballer des Planeten gekürt wurde. Im Fachjargon zum Weltfußballer, im offiziellen Fifa-Sprech zum Besten im Rahmen von "The Best Fifa Football Awards 2020".

Und das vor den beiden anderen Finalisten, vor Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin), die in den vergangenen Jahren diese Wahl dominiert hatten: Messi triumphierte sechs Mal, Ronaldo fünf Mal. Verliehen wurde der silberne Pokal, der einem Weißbierglas samt kräftiger Schaumkrone ähnelt, in einem virtuellen Event in der Zentrale des Weltverbandes in Zürich, Präsident Gianni Infantino war nach München gereist, um Lewandowski die Trophäe persönlich zu überreichen.

Gewinnt der FC Bayern auch noch die Klub-WM?

Die beiden könnten sich bald wiedersehen. Bei der nächsten Ehrung, wenn es den nächsten Pokal gibt. "Im Februar haben wir die nächste Trophäe, die wir gewinnen können", sagte Lewandowski. Vom 1. bis 11. Februar findet in Katar die Klub-WM statt, Bayern steigt als Halbfinalist am 8. Februar ins Turnier ein, das Finale wäre drei Tage später. Der 32-Jährige ist schon heiß auf den letzten großen Titel im Vereinsfußball, den er noch nicht gewonnen hat: "Für uns ist es nie genug. Wir sind mental bereit, die nächste Trophäe zu gewinnen. Wir wollen weiter attackieren und noch mehr erreichen."

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Für den Mittelstürmer wäre es nur folgerichtig, als bester Kicker der Welt auch den Titel als beste Vereinsmannschaft der Welt zu erringen - was den Bayern zuletzt nach dem Triple 2013 gelungen war. Lewandowski wechselte erst im Sommer 2014 von Borussia Dortmund nach München - ablösefrei übrigens, das sei noch einmal erwähnt. Rückblickend betrachtet einer der größten Coups der Bayern-Verantwortlichen.

Robert Lewandowski räumt alles ab

Zurück zur Wahl: Lewandowski gewann deutlich. Und zwar alle vier Jurygruppen, bestehend aus den Kapitänen und Trainern der Fifa-Mitgliedsstaaten sowie die der Medien und Fans. Full House also. "Ich bin sehr stolz auf den Titel. Diese individuelle Trophäe gehört der ganzen Mannschaft, den Trainern und dem Staff", bedankte sich der Pole: "Ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe. Dazu haben wir den besten Torhüter und auch den besten Trainer." Er meinte: Flick, den Sieger der Herzen.

55 Tore und zehn Vorlagen lieferte Torjäger Lewandowski für Bayerns Triple, er hat in diesem durch die Corona-Pandemie so besonderen Fußballjahr 2020 sage und schreibe elf Titel abgeräumt. Für die Aufzählung sollte man tief Luft holen.

Dem Anlass gebührend eine schlichte, aber beeindruckende Auflistung, ein klassisches 4-3-3 aus Mannschaftstiteln, individuellen Auszeichnungen und Torjäger-Trophäen. Hier ist Lewandowskis Traumelf.

  1. Deutscher Meister
  2. DFB-Pokal-Sieger
  3. Champions-League-Sieger
  4. Uefa-Supercup-Sieger
  5. DFL-Supercup-Sieger
  6. Fifa-Weltfußballer
  7. Europas Fußballer des Jahres
  8. Deutschlands Fußballer des Jahres
  9. Champions-League-Torschützenkönig
  10. Bundesliga-Torschützenkönig
  11. DFB-Pokal-Torschützenkönig

Nummer zwölf wäre der Titel bei der Klub-WM, die von Dezember 2020 auf Februar 2021 verschoben wurde.

Witzig: Lewandowski selbst wählte in seiner Funktion als Kapitän der polnischen Nationalmannschaft seinen ehemaligen Bayern-Mitspieler Thiago, der nach der vergangenen Saison zum FC Liverpool gewechselt war, an Position eins, gefolgt von Neymar (PSG) und Kevin de Bruyne (Manchester City). Die Herren Ronaldo und Messi fehlen auf Lewys Liste. Clever, clever.

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