Robbens Rückkehr: Diese eine Gabe macht ihn unverzichtbar

Arjen Robben feiert sein Comeback beim FC Bayern - und macht gleich ein Tor. Pep Guardiola sagt: "Ich habe das vermisst" - vor allem aus einem Grund.
| Maximilian Koch
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München - Bislang war man davon ausgegangen, dass die "Nase" eine exklusive Eigenschaft Thomas Müllers sei, aber nun scheint auch Arjen Robben in den kleinen Kreis der Super-Riecher vorgedrungen zu sein. „Arjen hat die Nase für das Toreschießen“, sagte Pep Guardiola nach dem umjubelten Comeback des 31-Jährigen beim 4:0 gegen Köln: „Wir brauchen das, wir brauchen ihn. Ich habe das vermisst.“ Von Robbens Qualitäten, die Guardiola in seiner Schwärmerei nacheinander aufzählte („Mentalität, Charisma, Professionalität“), ist die „Nase“, also der Torinstinkt, wohl die, die den Bayern zuletzt besonders gefehlt hatte.

Zum Beispiel in der Champions League gegen den FC Arsenal, als etliche Angriffe verpufften, weil vor dem gegnerischen Tor Zielstrebigkeit und das richtige Timing fehlten. Gegen Köln aber brachte Robben diese wichtigen Elemente zurück und bewies damit seine immense Bedeutung für Peps Team. „Es war nicht einfach, zuschauen zu müssen und wieder zurückzukommen. Aber ich habe es wieder geschafft. Ich bin wieder da“, sagte Robben, der mit seinem überlegten Treffer zum 1:0 (35. Minute) den 1000. Bundesliga-Sieg der Bayern eingeleitet hatte: „Ich bin sehr froh, sehr glücklich. Es ist einfach schön, wenn man für harte Arbeit belohnt wird.“

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Wegen einer schweren Muskelverletzung im Adduktorenbereich hatte Robben zuletzt vor 56 Tagen auf dem Platz gestanden. Die lange Pause merkte man ihm kaum an. „Es war vielleicht eine kleine Überraschung, dass ich gleich von Anfang an gespielt habe, aber ich habe mich gut gefühlt“, berichtete der strahlende Niederländer nach seinem 75. Treffer im 131. Liga-Spiel, mit dem er Mario Gomez einholte. Als Robben in der 65. Minute ausgewechselt wurde, erhob sich das Publikum und applaudierte dem besten Spieler des Tages.

Der vorzeitige Feierabend war durchaus als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen: „Er braucht noch mehr Zeit“, sagte Guardiola. „Für Arjen ist es schwierig, dass er eine ganze Saison ohne Verletzung durchkommt.“ Bei den Bayern hoffen sie freilich, dass der Offensivstar seine obligatorische Auszeit nun schon hinter sich hat. Im Frühjahr, in den großen Spielen der Champions League, brauchen sie einen fitten Robben. Vergangene Saison hatte der Linksfuß just in jener entscheidenden Phase gefehlt.

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Zunächst aber richtete sich Robbens Blick in die nähere Zukunft: Dienstag, zweite Runde im DFB-Pokal beim VfL Wolfsburg. „Das ist ein Tod- oder Gladiolenspiel, ein Topspiel – wie Champions League “, sagte er in bester Van-Gaal-Manier, „da kannst du dir nichts erlauben. Da müssen wir bereit sein.“

Robben jedenfalls – das zeigte die Partie gegen Köln – ist bereit für den Pokalfight. Und schafft Guardiola damit ein Luxusproblem. In Wolfsburg, wenn die geschonten Thiago und Xabi Alonso in die Startelf zurückkehren, bleiben im offensiven Mittelfeld nur zwei freie Plätze. Robben, Müller, Douglas Costa und Kingsley Coman heißen die Kandidaten. „Das ist genau das, was wir brauchen“, sagte Robben ganz gelassen zum Konkurrenzkampf. Er weiß wohl: Auf seine besondere „Nase“ wird Pep nicht verzichten können.

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