Quintuple, aber keine neuen Spieler: Den Bayern läuft die Zeit davon

Der FC Bayern sammelt aktuell Titel – und Absagen bei möglichen Zugängen. Die Suche nach Verstärkungen wird bei den Münchnern zu einem Wettlauf mit der Zeit. Denn: Am 5. Oktober schließt das Transferfenster.
| SID/Marco Mader
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Nachdenkliche Mienen bei Hansi Flick und Hasan Salihamdizic: Der FC Bayern ist weiter auf der Suche nach Verstärkungen. (Archivbild)
Nachdenkliche Mienen bei Hansi Flick und Hasan Salihamdizic: Der FC Bayern ist weiter auf der Suche nach Verstärkungen. (Archivbild) © dpa/Sven Hoppe

München - Hansi Flick legte den weißen Wimpel mit der Aufschrift "Supercup Sieger 2020" fast achtlos zur Seite - und wandte sich nach dem Quintuple schnell wieder den drängenden Zukunftsfragen zu. "Ich kenne ihn sehr gut", sagte der Erfolgscoach von Bayern München über Hoffenheims Toptorjäger Andrej Kramaric, "er ist einer der besten Stürmer in der Bundesliga, hat enorme Qualitäten." Und heuert in Kürze in München an? "Da weiß ich aktuell nichts zu", antwortete Flick mit einem Schmunzeln.

Dabei wird das Dauer-Thema Neuzugänge längst zur Spaßbremse für Flick und seine Alles-Gewinner um Mentalitätsmonster Joshua Kimmich. Bereits am Montag (18 Uhr) schließt das Transferfenster - und noch immer hat kein weiterer Star unterschrieben. Oder braucht Flick doch keine Neuen, weil die Bayern auch so Titel um Titel gewinnen? "Nein, dazu muss ich nichts sagen", antwortete Flick nach dem 3:2 (1:2) im turbulenten Klassiker gegen Borussia Dortmund leicht angesäuert. Sein Wunsch bleibt unverändert bestehen: Er will, ja er braucht für das Mammutprogramm noch drei Verstärkungen.

Drei Neue sollen noch kommen

Namen werden für die vakanten Positionen hinten rechts, in der Mittelfeldzentrale und auf dem Flügel genügend gehandelt. "Ich weiß schon, um welche Spieler es geht", sagte Flick, "aber ich weiß auch, dass es verdammt schwierig ist." Denn auch der FC Bayern, betonte Sportvorstand Hasan Salihamidzic, bewege sich in Corona-Zeiten "wirtschaftlich am Anschlag".

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Da helfen die 20 Millionen Euro, die er für Michael Cuisance erlöste. Der Wechsel des Ex-Gladbachers zu Leeds United vergrößert die Handlungsmöglichkeiten erheblich, mit der Thiago-Ablöse sind jetzt rund 50 Millionen Euro in der Kriegskasse. Hoffenheim will Kramaric (29/Vertrag bis 2022) aber angeblich nicht unter 40 Millionen ziehen lassen - das ist wohl selbst dem Branchenprimus zu teuer.

Außerdem sucht Flick vorne eigentlich für eine andere Position: Priorität habe "schon die ganze Zeit" der Flügel, betonte er. Eine Leihe des Franzosen Thomas Lemar von Atletico Madrid scheint daher wahrscheinlicher. Allerdings soll auch RB Leipzig um den 24-Jährigen buhlen.

Moral und Mentalität müssen es bei den Bayern richten 

Positiv stimmte Flick, dass seine Titel-Hamster auch gegen den BVB mit "Moral und Mentalität" überzeugten - allen voran Matchwinner Kimmich. Dessen kurioses Hackentor im Fallen zur Entscheidung (82.) bezeichnete Flick als "wahnsinnige Energieleistung" und "Auszeichnung für ihn, weil er nie aufgibt".

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Dieser Hunger soll den FC Nimmersatt wie bislang nur den FC Barcelona 2009 auch noch zur sechsten möglichen Trophäe führen - wann immer die Klub-WM in Katar ausgetragen werden kann. "Die Mannschaft würde es schon gerne spielen", unterstrich Flick die Münchner Titel-Gier.

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