Mutmacher-Sixpack: Sechs Gründe für den Aufschwung des FC Bayern

Wird es eine fröhliche Adventszeit für die Bayern, die noch sechs Spiele bis Weihnachten haben? "Wir wollen alle Partien gewinnen", sagt Lewandowski. Was für sechs schöne Bescherungen spricht.
| Maximilian Koch
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Serge Gnabry, Spieler des FC Bayern München, jubelt über ein Tor. Foto: Matthias Balk/Archiv
dpa 3 Serge Gnabry, Spieler des FC Bayern München, jubelt über ein Tor. Foto: Matthias Balk/Archiv
Defensiver Taktgeber: Joshua Kimmich
R’steiner/Aug’klick 3 Defensiver Taktgeber: Joshua Kimmich
51 Tore in der Champions League: Robert Lewandowski.
Sven Hoppe/dpa 3 51 Tore in der Champions League: Robert Lewandowski.

München - Bremen. Nürnberg. Amsterdam. Hannover. Leipzig. Frankfurt. Ein Sixpack für den FC Bayern bis zum Weihnachtsfest. Sechs Spiele – und sechs Chancen, die bislang enttäuschende Hinrunde irgendwie zu retten. Ob es doch noch eine fröhliche Adventszeit gibt für Niko Kovac und sein Team? Dafür braucht es jetzt: Siege, Siege, Siege. 

Robben: "Wir müssen die Leistung jetzt bestätigen"

"Wir wollen alle Spiele gewinnen", stellte Torjäger Robert Lewandowski klar. Und dafür setzen die Bayern Prioritäten. Bei der Jahreshauptversammlung an diesem Freitag werden Kovac und die Mannschaft nicht anwesend sein. Die Bayern reisen nach Bremen, um sich auf die Bundesliga-Partie gegen Werder (Samstag, 15.30 Uhr) vorzubereiten.

Noten gegen Benfica: Zwei Einser für FC Bayern

Bei neun Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund gilt die Konzentration nur noch dem sportlichen Bereich. "Wir müssen die Leistung jetzt bestätigen", sagte Arjen Robben nach dem 5:1-Erfolg in der Champions League gegen Benfica Lissabon. In der Königsklasse läuft‘s – da sind die Münchner schon vor dem Gruppenfinale bei Ajax Amsterdam am 12. Dezember fürs Achtelfinale qualifiziert.

Bayerns Probleme mit den Kleinen

In der Bundesliga aber kriselt die Kovac-Elf seit Wochen. "Es klingt merkwürdig: Wenn wir in der Champions League oder gegen die Großen in der Bundesliga spielen, sehe ich schon, dass die Mannschaft es kann", sagte Kovac. "Aber gegen die vermeintlich Kleinen glauben wir vielleicht, dass es mit halber Kraft geht. Das sind die Punkte, die uns fehlen."

Für die Partie in Bremen gab Sportdirektor Hasan Salihamidzic dem Trainer eine Jobgarantie, "selbstverständlich", wie Brazzo sagte. Doch wie würde es im Falle einer Niederlage weitergehen? (Lesen Sie auch: Dieses Bayern-Trio ist unzufrieden)

Es gibt durchaus Gründe, an die Wende bei den Bayern zu glauben. Die AZ nennt sechs Mutmacher für Kovac.

1. Tempo-Dribbler im Anmarsch

Mehr Tempo durch Coman und Gnabry: Seit dem 1. Spieltag hat der Franzose Kingsley Coman nicht mehr gespielt. Nun drängt der rasend schnelle Außenstürmer nach seinem Syndesmosebandriss zurück ins Team. "Er wird uns gut zu Gesicht stehen, weil er uns ein neues Element speziell im Offensivspiel gibt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: Vor allem: Tempo. Dafür steht auch Serge Gnabry, der nach Adduktorenproblemen ebenfalls am Comeback arbeitet.

Serge Gnabry, Spieler des FC Bayern München, jubelt über ein Tor. Foto: Matthias Balk/Archiv
Serge Gnabry, Spieler des FC Bayern München, jubelt über ein Tor. Foto: Matthias Balk/Archiv © dpa

2. Eine neue defensive Achse

Eine neue Doppelsechs? Die Zentrale war jahrelang das Prunkstück des FC Bayern. 2013 beim Triple-Triumph mit Javi Martínez und Bastian Schweinsteiger, später mit dem großen Xabi Alonso. In dieser Saison ist das Zentrum zur Problemzone geworden – auch weil Thiago verletzt ausfiel. Wie Coman steht der Spanier nun vor der Rückkehr. Thiago und Joshua Kimmich auf der Doppelsechs – das würde an bessere Zeiten erinnern.

Defensiver Taktgeber: Joshua Kimmich
Defensiver Taktgeber: Joshua Kimmich © R’steiner/Aug’klick

3. Arjen Robben kann es noch

Der niederländische Routinier (34) brillierte gegen Benfica mit zwei Treffern bei seinem Startelf-Comeback nach Knieproblemen. "Ich bin nicht mehr der Jüngste. Wenn es aber so läuft wie heute, dann ist es das wert", sagte Robben. In Topform kann der Wembley-Held noch immer Spiele entscheiden.

4. Kovac hat die Kabine nicht verloren 

Der Coach bestätigte indirekt Risse in der Mannschaft, doch die Art, wie sich einige Stars hinter ihn stellten, war bemerkenswert. "Er reißt sich den Arsch auf, er gehört zu uns", sagte Robben. Kapitän Manuel Neuer meinte: "Natürlich spielt die Mannschaft für den Trainer." Kovac hat die Kabine nicht verloren, wichtige Spieler wie auch Kimmich oder Robert Lewandowski sind auf seiner Seite.

5. Bayerns Sturmtief scheint überwunden

Vorne knallt’s wieder bei Bayern! Gegen Düsseldorf und Lissabon erzielte das Team acht Tore, Thomas Müller, Robben und Lewandowski trafen je zweimal. Müller fühlt sich in der Rolle als Zehner deutlich wohler – und Lewandowski trifft sowieso, wie er will. 17 Tore gelangen ihm in 18 Pflichtspielen dieser Saison.

51 Tore in der Champions League: Robert Lewandowski.
51 Tore in der Champions League: Robert Lewandowski. © Sven Hoppe/dpa

6. Die Bilanz spricht für Bayern

 "Wir wissen, dass wir in der Bundesliga nicht mehr unantastbar sind", sagte Kapitän Neuer: "Das ist vielleicht auch der Unterschied zur Königsklasse, weil die Teams dort mehr Respekt vor uns haben." Und doch: Die Statistik macht Mut. In vier der vergangenen sechs Spielzeiten holte Bayern nach dem 12. Spieltag mindestens zwölf Punkte mehr als jedes andere Team. Das würde zum siebten Titel in Folge reichen. Noch mal Neuer: "Wir haben nicht das Selbstvertrauen, dass wir sagen, wir hauen jetzt jede Mannschaft weg. Aber wir wollen natürlich den Schwung mit ins Spiel nach Bremen nehmen."

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