Luxusprobleme: Ein Bayern-Juwel hat es gerade besonders schwer

Im Pokalknaller bei Borussia Mönchengladbach kann Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wieder auf Alphonso Davies und Leon Goretzka setzen. Vor allem in der Offensive ist der Konkurrenzkampf groß. Der Coach selbst fällt noch aus. "Mir geht es so weit gut."
| Maximilian Koch
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Wie stellt Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in Gladbach auf? Jamal Musiala (l.), Alphonso Davies (2.v.r.) und Leon Goretzka (r.) sind Startelf-Kandidaten.
Wie stellt Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in Gladbach auf? Jamal Musiala (l.), Alphonso Davies (2.v.r.) und Leon Goretzka (r.) sind Startelf-Kandidaten. © imago images/Philippe Ruiz

München - DFB-Pokal, 2. Runde - da war doch was: Vergangene Saison schied der FC Bayern im Schneetreiben von Kiel völlig überraschend gegen Zweitligist Holstein aus, im Elfmeterschießen vergab Marc Roca den entscheidenden Strafstoß. Und die erneute Triple-Jagd unter Ex-Coach Hansi Flick war frühzeitig beendet. 

FC Bayern in Gladbach: Alle Augen auf Mittwoch

An diesem Mittwoch im Topspiel bei Borussia Mönchengladbach (20.45 Uhr/ARD, Sky und im AZ-Liveticker) sind die Vorzeichen ganz andere: Die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, besteht diesmal nicht. "Ich weiß nicht, ob es ein viel schwieriges Pokalspiel in der zweiten Runde geben kann", sagte Thomas Müller über die in der Bundesliga derzeit schwächelnden Gladbacher (nur Platz zwölf), die aber über großes spielerisches Potenzial verfügen: "Wir sind optimistisch und selbstbewusst genug, aber wir müssen schon eine Leistung abrufen, die sich gewaschen hat."

Bayern-Präsident Hainer: "Ich erwarte einen Sieg"

Dass dies gelingen wird, daran hat Bayern-Präsident Herbert Hainer keinen Zweifel. "Ich erwarte einen Sieg", sagte das Kluboberhaupt der AZ: "Die Mannschaft ist gut drauf." Kann man so sagen. Dem 5:1 im Gipfel bei Bayer Leverkusen ließen die Münchner das 4:0 in der Champions League bei Benfica Lissabon und das 4:0 in der Liga gegen Hoffenheim folgen, auch ohne Cheftrainer Julian Nagelsmann wurden die Gegner regelrecht überrollt.

Auch gegen Gladbach: Spiel ohne Trainer

Nach zwei Partien Küchen-Coaching von zuhause aus im ständigen Austausch mit seinen Assistenten um Dino Toppmöller wird Nagelsmann auch in Gladbach fehlen. "Mir geht es so weit gut, der Test war aber leider nicht so, dass ich dabei sein kann", sagte der Cheftrainer, der sich trotz doppelter Impfung mit Corona infiziert hat.

"Es gibt schlimmere Schicksale, aber ich würde schon gern zur Mannschaft zurück." Am Donnerstag absolviert Nagelsmann den nächsten, dann wird entschieden, ob er sein Team am Samstag bei Union Berlin wieder vom Spielfeldrand aus betreuen kann.

Viel Lob von Trainer Nagelsmann: Kingsley Coman.
Viel Lob von Trainer Nagelsmann: Kingsley Coman. © picture alliance/dpa

Die Lage bleibt also knifflig - auch aus sportlichen Gründen. Denn Nagelsmann hat Luxusprobleme im Kader. Mit Alphonso Davies und Leon Goretzka sind zwei Stammspieler wieder fit, auch Lucas Hernández kann nach Fußproblemen in Gladbach spielen. "Wir können aus dem Vollen schöpfen", sagte Nagelsmann.

Pavard, Stanisic oder Süle?

Goretzka dürfte im zentralen Mittelfeld an der Seite von Joshua Kimmich beginnen, Marcel Sabitzer droht nach ordentlichen, aber nicht herausragenden Leistungen die Bank. Auf der Position des Rechtsverteidigers muss Nagelsmann zwischen Benjamin Pavard, Josip Stanisic und Niklas Süle wählen, zentral hat neben dem gesetzten Hernández Dayot Upamecano die besten Chancen.

Nagelsmann schwärmt von Coman

Besonders groß ist die Auswahl im Offensivbereich. Abgesehen von den Unantastbaren Robert Lewandowski und Thomas Müller kämpfen vier Topspieler um zwei Positionen: Serge Gnabry, Leroy Sané, Kingsley Coman und Jamal Musiala. Sané, der gegen Hoffenheim geschont wurde, und Gnabry haben derzeit einen kleinen Vorsprung.

Doch speziell Coman machte mit starken Auftritten mächtig Druck auf die Stammkräfte. "Er ist einer der Top-Flügelspieler auf diesem Planeten", schwärmte Nagelsmann am Dienstag von Coman: "Ich würde gern noch viele, viele Jahre mit ihm zusammenarbeiten." Ein kleiner Wink an Sportvorstand Hasan Salihamidzic, den Vertrag des Franzosen (läuft noch bis 2023) bald zu verlängern?

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Musiala hingegen muss "körperlich noch zulegen, um keine Verletzungen zu riskieren", sagte Nagelsmann kürzlich über den 18-Jährigen: "Es ist unsere Aufgabe, ihn auf ein Topniveau zu bringen. Er ist ein herausragender Spieler, und es ist immer wieder interessant, ihn von der Bank zu bringen, weil er etwas bewegen kann. Er wird aber auch wieder Einsatzzeiten von Beginn an bekommen. Wir sind sehr froh, ihn zu haben."

Trotzdem: Musiala würde gern häufiger zur Startformation gehören. Das sind die kleinen Einzelschicksale in einem Luxuskader, wie ihn der FC Bayern hat.

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